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Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheit, Band 3 von Snow, Rose (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2019
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheit, Band 3

Band 3 der neuen magischen Romantasy-Trilogie der Bestsellerautorinnen Rose Snow! Obwohl ein uralter Familienfluch ihnen verbietet zusammen zu sein, sind June und Blake sich in einer regnerischen Nacht viel zu nahe gekommen. Mit furchtbaren Konsequenzen: Wenn sie es nicht schaffen, den Fluch aufzuheben, wird Blake bald sterben - und zwar durch die Hand seines Bruders Preston! Während June sich zusammen mit Preston verzweifelt auf die Suche nach einer Lösung macht, entwickelt Blake plötzlich auffallendes Interesse an ihrer Mitschülern Grace ... Hinter dem Pseudonym 'Rose Snow' stecken Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit. Zusammen sind sie 75 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund. Seit ihrer Schulzeit sind die beiden befreundet und schreiben trotz der Distanz Hamburg-Wien. Sie teilen nicht nur den gleichen Humor, sondern auch die Liebe zum Geschichtenerzählen - die beste Grundlage, um zusammen Bücher zu schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 22.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479177
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Größe: 972 kBytes
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Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheit, Band 3

Kapitel 1

"Mann, siehst du fertig aus. Hattest du wieder diesen Albtraum?", begrüßte mich Lilly, nachdem sie mir die Tür geöffnet hatte. "Komm rein."

Ich schloss meinen Regenschirm und trat über die Schwelle. Es war das erste Mal, dass ich bei Lilly zu Hause war. Lilly nahm mir den Regenschirm ab und lehnte ihn in die Ecke neben der Schuhkommode, auf der sich unzählige Sneakers türmten.

"Falls irgendwas am Boden liegt, steig einfach drüber." Sie dirigierte mich durch die hübsche Diele. Unmengen von Fotos hingen an den olivgrünen Wänden. Sie zeigten Lilly mit ihren Eltern und ihren vier Brüdern an den unterschiedlichsten Schauplätzen. Einige Bilder waren in London und in Paris aufgenommen worden.

"Wow."

"Was wow? Wow, ihr seid ganz schön viele oder wow, wie hältst du es nur mit denen aus, man sieht schon auf den ersten Blick, dass die Jungs total nervig sind?"

"Wow, ihr habt alle rote Haare."

"Bis auf meinen Vater, ja. Überrascht dich das?" Ohne meine Antwort abzuwarten, zog mich meine Freundin durch einen aprikosenfarbenen Hausflur, der nach Vanille und Zimt duftete, in Richtung Treppe. Auf der untersten Stufe kauerte ein Junge mit kinnlangen roten Haaren, der ein paar Jahre jünger war als wir und sein Gesicht gegen das weiße Holz presste.

"Ignorieren und drübersteigen", wies mich Lilly an, hielt sich am Treppengeländer fest und machte einen großen Schritt über ihren Bruder hinweg.

"Was macht er da?", flüsterte ich.

"Wir spielen Verstecken", erklärte der Junge, den ich auch auf den Fotos gesehen hatte und auf etwa elf Jahre schätzte.

"Sie spielen nicht Verstecken, er verarscht dich bloß", erklärte Lilly genervt. "Sie fordern sich andauernd bei Wahrheit oder Pflicht heraus und jetzt muss Jeremy fünfzehn Minuten so tun, als würde er wegschauen, während Timothy im Küchenschrank sitzt, um Mum zu erschrecken."

"Dafür bekommt er Ärger", sagte Jeremy grinsend. "Und was für einen."

"Und du bekommst Ärger, wenn ich Mum erzähle, dass du ihn da wieder reingeritten hast. Und zwar viel größeren Ärger."

Jeremy zuckte mit den Schultern. "Timothy hat gestern in deinen Pudding gespuckt."

"Deswegen habe ich ihn auch mit deinem vertauscht."

Jeremy schnappte nach Luft. "Hast du nicht!"

"Doch!" Ein kurzes Lächeln huschte über Lillys Gesicht. "War's lecker?"

"Das zahle ich dir heim."

"Versuch's doch." Ihre Augen funkelten herausfordernd. Dann gab sie mir einen Wink und ich folgte ihr nach oben. Doch besonders weit kamen wir nicht.

"Hey, wo ist mein Autoschlüssel? Es schüttet schon wieder wie aus Eimern, dieses beschissene Wetter! Lilly!", rief ein breitschultriger Typ mit tiefer Stimme, bei dem es sich um Lillys älteren Bruder Travis handeln musste. Mit seinen kurz geschorenen Haaren und der sportlichen Statur hätte er problemlos als Army-Mitglied durchgehen können.

"Entspann dich. Ich hab sie zurück auf die Kommode gelegt", sagte Lilly.

"Dort sind sie aber nicht", presste er ungeduldig hervor. "Du weißt doch, dass ich dringend zur Arbeit muss, weil seit Kurzem jeder dritte Idiot auf Ärger aus ist."

Bei seinen Worten kam sofort das schlechte Gewissen in mir hoch. Seit Blake und ich uns auf den Klippen geküsst hatten, musste die Polizei mehrmals aktiv werden, da es in Darktrew und der näheren Umgebung vermehrt zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Bei der Trauerfeier von Lord Musgrave hatten wir gedacht, dass der Spuk vorbei war, doch ein Teil der negativen Grundstimmung war leider geblieben. Genau wie das schlechte Wetter.

Lilly legte ruhig die Hand auf das Treppengeländer. "Du bist doch der Polizist. Kannst du nicht eine Fahndung nach deinen Schlüsseln ausrufen?"

"Sehr witzig." Er lächelte humorlos, bevor er gleich wieder ernst wurde. Mit seinem unnachgiebigen Gesichtsausdruck konnte ich ihn mir gut be

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