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Ein Sams für Martin Taschenbier von Maar, Paul (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2018
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
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Ein Sams für Martin Taschenbier

Martin, der Sohn von Herrn Taschenbier, ist der Viertkleinste in der Schule, der Zweitschwächste und der Schüchternste. Gern wäre Martin stark, mutig und beliebt, also das Gegenteil von dem, wie er tatsächlich ist! Auf einer Klassenreise lernt er das Sams kennen. Es ist frech, vorlaut und lässt sich von niemandem einschüchtern. Ob sich Martins Wunsch mit Hilfe der Wunschpunkte des Sams' wohl erfüllen lässt?

Ein weiterer Klassiker der Sams-Reihe mit neuen farbigen Illustrationen vom Erfolgsduo Paul Maar und Nina Dulleck. Zeitlos und modern zugleich, mit viel Humor für mehr Offenheit und Toleranz.

Paul Maar ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er wurde 1937 in Schweinfurt geboren, studierte Malerei und Kunstgeschichte und war einige Jahre als Lehrer und Kunsterzieher an einem Gymnasium tätig, bevor er den Sprung wagte, sich als freier Autor und Illustrator ganz auf seine künstlerische Arbeit zu konzentrieren. Der Schritt hat sich gelohnt! Sein Werk wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen gewürdigt, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Friedrich-Rückert-Preis und dem E.T.A.-Hoffmann-Preis. Für seine Verdienste um Kunst und Bildung wurde er vom Bayerischen Staatsministerium geehrt.

Nina Dulleck, geboren 1975, zeichnet, seit sie einen Stift halten kann. Sie lebt mit ihrer Familie in Rheinhessen inmitten von Kirschbaumplantagen und Weinbergen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 18.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960520849
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Serie: Sams
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Ein Sams für Martin Taschenbier

Eine Entdeckung auf dem Dachboden

Bei Raufereien war Martin Taschenbier bestimmt nicht der Stärkste in der Klasse, er gehörte eher zu den etwas Schwächeren. Genau genommen war er der Zweitschwächste.

Nach ihm kam bloß noch Basilius Mönkeberg, der schon in die Knie ging, wenn man ihn nur scharf anguckte.

Martin gehörte auch nicht gerade zu den Größten der Klasse. Bei Herrn Knortz, ihrem Sportlehrer, mussten sich die Schüler zu Beginn der Turnstunde immer in einer Reihe aufstellen, nach Größe geordnet. Da stand Martin meist an viertletzter Stelle. Wenn Roland Steffenhagen fehlte, stand er sogar an drittletzter. Roland Steffenhagen war der Zweitkleinste, und er fehlte oft. Er hatte nämlich eine Mutter, die leidenschaftlich gern Entschuldigungen schrieb.

Wenn Roland keine Lust hatte, beim Sportunterricht mitzumachen (und er hatte selten Lust!), brauchte er morgens beim Frühstück nur zweimal zu husten und mit leicht heiserer Stimme zu flüstern: "Mama, ich glaube, ich bin ein bisschen erkältet."

"Schon wieder? Ach, du Armer. Da darfst du heute aber auf keinen Fall mitturnen. Das strengt dich zu sehr an. Ich schreib dir gleich eine Entschuldigung", sagte dann seine Mutter, setzte sich an den Computer und schrieb eine.

Sie hatte eine Extradatei namens " ENTSCHLD " angelegt, die sie nur auszudrucken und zu unterschreiben brauchte. Darin stand:

"Mein Sohn Roland Steffenhagen kann heute wegen leider den Sportunterricht nicht besuchen. Ich bitte, sein Fernbleiben zu entschuldigen. Mit freundlichen Grüßen"

Nach dem Wort "wegen" fügte sie bei jeder neuen Entschuldigung eine andere Begründung ein, zum Beispiel "Halsweh", "Halsschmerzen", "Halsentzündung", "Rachenrötung" oder "Schluckbeschwerden".

Die anderen aus der Klasse beneideten Roland um seine Mutter. Er war auch ziemlich stolz auf sie. Gar nicht so sehr, weil sie ihn immer bei Herrn Knortz entschuldigte, sondern weil sie sich bei den angegebenen Krankheiten noch nie wiederholt hatte. Und das nach immerhin achtzehn Entschuldigungen im letzten Schuljahr. Jetzt, kurz nach den großen Ferien, hatte sie es schon wieder auf vier neue gebracht: "Hustenreiz", "Bronchitis", "Reizhusten" und "chronische Heiserkeit".

Für Martin Taschenbier bedeutete das, dass er im neuen Schuljahr schon viermal an drittletzter Stelle der Reihe gestanden hatte, obwohl er doch eigentlich nur der Viertkleinste war.

Betrachtete man seine schulischen Leistungen, lag Martin im Mittelfeld der Klasse. In Deutsch sogar noch etwas weiter vorn; einmal hatte er tatsächlich eine Eins im Aufsatz geschrieben. Doch das blieb eine Ausnahme.

Es gab aber etwas, worin Martin unangefochten den ersten Platz in der Klasse einnahm: Er war mit Abstand der Schüchternste.

Er beklagte sich sogar zu Hause bei seinem Vater darüber.

"Was soll ich nur machen, Papa?", sagte er. "Ich trau mich immer nicht ..."

"Was meinst du damit?", fragte sein Vater. "Was genau traust du dich nicht?"

"Alles. Oder besser gesagt: nichts. Einfach gar nichts", sagte Martin.

"Aber das stimmt doch nicht", sagte sein Vater. "Neulich im Freibad bist du vom Einmeterbrett gesprungen. Kopfsprung! Das hätte ich mit zehn Jahren nie geschafft. Da wäre ich viel zu ängstlich gewesen."

"Jens Uhlmann springt sogar vom Dreimeterbrett. Und der ist auch erst zehn!"

"Vom Dreimeterbrett?" Martins Vater wiegte bewundernd den Kopf. "Alle Achtung. Das habe ich nur ein einziges Mal geschafft. Und da war ich schon erwachsen. Außerdem hat man mich mehr oder weniger dazu gezwungen."

"Wer hat dich denn gezwungen?", fragte Martin.

Sein Vater wurde ein bisschen verlegen. "Ein Wunsch, sozusagen", sagte er. "Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll ..."

"Ein Wunsch?", fragte Martin. "Das nützt bei mir rein gar nichts. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, dass ich so mutig bin wie Jens. Ich hab

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