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Ein Sommer mit Kira von Lawens, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.11.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Ein Sommer mit Kira

Sekundenbruchteile haben Laras Leben aus den Angeln gehoben. Völlig verstockt und traumatisiert kommt Lara nach dem tödlichen Autounfall ihrer Eltern zur ihrer Patentante und deren Familie aufs Land. Sie wird dort sehr herzlich aufgenommen, doch die Elfjährige ist ein echtes Stadtmädchen. So kann sie selbst die wunderschöne Landschaft nicht begeistern und sie kann sich nur schwer einleben. Sie soll Lukas, der im Rollstuhl sitzt, zu seinen Reitstunden begleiten. Lara hat für Pferde nichts übrig. Als Lara Lukas Therapiepferd Estrella kennenlernt, beginnt sie langsam aufzutauen. Dabei entdeckt sie zu ihrem eigenen Erstaunen, dass sie schnell Zugang zu diesem Tier findet. Speziell ein Pferd hat es ihr angetan: die Stute Kira, die genauso verstört zu sein scheint wie Lara selbst. Behutsam versucht sie, das Pferd aus seiner Isolation zu befreien - und das Gleiche gilt für sie selbst. Kira gibt Lara neuen Lebensmut und spornt sie an, wieder nach vorne zu schauen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Christine Lawens wurde 1964 in Saarlouis geboren. Arbeitete fünfzehn Jahre bei einem Kommunikationsunternehmen. Danach folgte die Mitarbeit bei verschiedenen Tageszeitungen als freie Mitarbeiterin, PR-Assistentin und Texterin. Lebt im Saarland. www.christine-lawens.de Bereits veröffentlichte Bücher: Weit hinter dem Horizont (2015) Edel ebooks (2016) BOD Print Ricardas Erbe (2013) Edel ebooks Der gebrochene Zweig (2012) tredition Sowie einige Kurzgeschichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 136
    Erscheinungsdatum: 15.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743130579
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 783kBytes
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Ein Sommer mit Kira

1.Kapitel

"D u wirst sehen, es wird dir bei uns gefallen." Kerstin, Laras Patentante, hatte sich auf der Fahrerseite nach hinten zu ihr umgedreht. Sie lächelte Lara aufmunternd an.

Lara starrte auf ihre Hände und hätte am liebsten losgeheult. Was sollte sie hier, auf dem Land, in diesem verschlafenen Dorf?

Hier gab es ja nicht einmal H&M oder NewYorker. Kein Café, keine Eisdiele, kein Kino, geschweige denn ein Fechtverein. Wo sollte sie jetzt eigentlich trainieren? Darüber ist noch gar nicht gesprochen worden. Nach den Ferien musste sie wieder anfangen, sonst konnte sie die Herbstmeisterschaften vergessen. Sie hatte bereits einige Turniere gewonnen und diese Meisterschaftn war wichtig um weiterzukommen. Darüber musste sie unbedingt mit Kerstin und Alexander sprechen. Sie ließ die Landschaft an sich vorbeiziehen. Felder, Kühe, Backsteinschornsteine. Wie langweilig. Sie dachte an ihre Freundin Nora. Sie beide waren seit der Kindergartenzeit beste Freundinnen. Manchmal hatten sie nach ihrem Powershopping beim Eis essen so viel gelacht, das ihr am Abend die Wangen wehtaten. Jetzt lachte Lara nicht mehr.

"Ach komm, Lara. Lukas freut sich doch so, dich wiederzusehen."

Heute war der erste Tag der großen Ferien. Aber anstatt mit ihren Eltern nach Mallorca zu fliegen, war sie jetzt hier. Es war wie im Nichts, genauso wie dort, wo sie sich ihre Eltern vorstellte. Ohne Mama und Papa. Sie waren seit einer Woche tot. Ein Autounfall. Lara hatte diesen schrecklichen Unfall überlebt, konnte die Sekunden nicht vergessen. Immer wenn sie die Augen schloss, sah sie den hellen Blitz, hörte sie die schrecklichen Geräusche. Die ganze Fahrt über hatte sie nachgedacht. Was wäre gewesen, wenn? Wenn dieser Unfall nicht passiert wäre? Wenn ihre Mutter und ihr Vater nicht gestorben wären? Dann wäre sie jetzt mit ihnen auf Mallorca. Im Meer schwimmen, jeden Tag ein großes Eis essen und viel Zeit mit den beiden verbringen. Und am wichtigsten, ihre Eltern wären noch am Leben.

Was sollte sie hier in dieser Öde? Sie mochte ihre Patin Kerstin sehr gern und auch deren Mann Alexander. Der war Architekt und hatte sein Büro zu Hause eingerichtet. Nur Lukas, der Sohn der beiden und ein Jahr älter als sie, den konnte sie nicht leiden. Blöder Typ! Er tat ihr zwar ein bisschen leid, da er wegen einer Muskelkrankheit an Krücken gehen musste, aber er zankte gerne. Und ein Klugscheißer war er noch dazu. Sie hatten sich zuletzt zu Weihnachten gesehen.

"Lara?"

Von weitem hörte sie Kerstins Stimme. "Ja!"

"Komm, lass uns aussteigen."

Lara seufzte, öffnete die Autotür, nahm ihren Rucksack und schlich mutlos neben Kerstin zum Haus. Sie kannte das Anwesen, seit sie auf der Welt war. Es war ein ehemaliger Bauernhof, den Alexander schön renoviert hatte. Außerhalb eines kleinen Dorfes. Es war ein aus rotem Sandstein errichtetes Gebäude mit mehreren Erker, Dachgauben und einem kopfsteingepflasterten Hof. Einige Bäume ragten fast bis an die Fenster des oberen Stockes heran, und hinter dem Haus befanden sich der Garten und mehrere Schuppen, aus dem gerade ein schwarzer Kater herausstolzierte. Alle Zimmer befanden sich im Erdgeschoss und das große Büro von Alexander nahm den ganzen ersten Stock ein. Das zweite Stockwerk stand leer und sollte später mal für Lukas ausgebaut werden. Laras Zuhause war mit feinen und edlen Antiquitäten eingerichtet. Ihre Eltern hatten ein Faible dafür. Lara gefiel Kerstins Einrichtungsgeschmack besser. Alles war mit neuen modernen Möbeln eingerichtet. Das Haus war von außen alt und von innen super cool. Und ihr eigenes Zimmer durfte sie sich dann so einrichten, wie Lara es wollte. Das war der einzige Lichtblick.

Im Flur empfing sie eine angenehme Kühle.

"Du bekommst das Zimmer, das du immer hattest, wenn du bei uns zu Besuch warst." Kerstin zeigte mit dem ausgestreckten Finger den Gang entlang. Sie gingen an der Küche vorbei in

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