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Elena - Ein Leben für Pferde 4: Das Geheimnis der Oaktree-Farm von Neuhaus, Nele (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.11.2014
  • Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Elena - Ein Leben für Pferde 4: Das Geheimnis der Oaktree-Farm

Der vierte Band der Pferdebuch-Erfolgsserie von Bestseller-Autorin Nele Neuhaus Elena ist außer sich vor Freude, als sie plötzlich Post aus den USA bekommt. Brenda Murray, die ihr Berittpferd Quintano gekauft hat, lädt sie für die Sommerferien auf die Oaktree-Farm in Massachusetts ein – zusammen mit ihrer besten Freundin Melike! Auf den ersten Blick ist die Farm ein richtiges Pferdeparadies. Doch als ein wertvolles Pferd schwer verletzt wird und die Tochter der Besitzerin verschwindet, kommt Elena einem dunklen Geheimnis auf die Spur ... In neuer Ausstattung! Nele Neuhaus, geboren in Münster/Westfalen, lebt heute im Taunus. Sie reitet seit ihrer Kindheit und schreibt bereits ebenso lange. Nach ihrem Jurastudium arbeitete sie zunächst in einer Werbeagentur, bevor sie begann, Erwachsenenkrimis zu schreiben. Mit diesen schaffte sie es auf die Bestsellerlisten und verbindet nun ihre zwei größten Leidenschaften: Schreiben und Pferde. Ihre eigenen Pferde Fritzi und Won Da Pie standen dabei Pate für die gleichnamigen vierbeinigen Romanfiguren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 17.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522652650
    Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
    Größe: 818 kBytes
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Elena - Ein Leben für Pferde 4: Das Geheimnis der Oaktree-Farm

1. Kapitel

"Elena, bleib bitte noch einen Moment da", sagte unsere Klassenlehrerin Frau Wernke zu mir, als der Gong zum Ende der vierten Stunde ertönte. Meine Klassenkameraden verschwanden in die Pause und mir schwante beim Anblick von Frau Wernkes Miene nichts Gutes. Zu Beginn der Stunde hatte sie uns die Deutscharbeiten zurückgegeben. Ich hatte eine Vier geschrieben, obwohl Deutsch eigentlich mein bestes Fach war! Mit einem unguten Gefühl im Bauch ging ich zu ihr ans Pult.

"In den letzten Monaten lassen deine Leistungen mehr als zu wünschen übrig." Frau Wernke musterte mich ernst. "Eine Fünf in Mathe, eine Fünf in Englisch und jetzt auch noch eine Vier in Deutsch, die eigentlich auch eher eine Fünf war! Wenn du nicht sofort einen Endspurt einlegst, dann wirst du die Klasse wiederholen müssen."

Die Klasse wiederholen? Oh Gott, bloß nicht! Das würde bedeuten, dass ich noch ein Jahr länger in der Schule herumsitzen musste!

"Was ist los mit dir, Elena? Hast du Probleme?"

"N...nein. Ich ... ich ... weiß auch nicht, was los ist", stammelte ich verlegen.

Das stimmte nicht ganz, denn ich wusste ziemlich gut, weshalb ich so schlechte Arbeiten geschrieben hatte. Kurz vor Weihnachten im letzten Jahr hatte Tim mit mir Schluss gemacht. Das hatte mich völlig durcheinandergebracht und danach war dauernd irgendetwas passiert, was mich vom Lernen abgehalten hatte: die Entdeckung, was für ein falsches Spiel meine angebliche Freundin Kiki hinter meinem Rücken trieb, Kaderlehrgänge und Turniere, außerdem ritt ich jeden Tag meine beiden Berittpferde Lenzi und Skyfall und oft auch noch Fritzi, mein eigenes Pferd. Aber das waren alles keine Argumente, die Frau Wernke gelten lassen würde - und meine Eltern erst recht nicht. Papa und Mama waren nie sonderlich streng gewesen, was die Schule betraf, aber wahrscheinlich nur deshalb, weil weder mein älterer Bruder Christian noch ich jemals Probleme mit Noten oder gar der Versetzung gehabt hatten.

"Ich weiß, dass du nicht dumm bist, Elena." Frau Wernke stand auf und ergriff ihre Tasche. "Ich fürchte, du machst einfach zu wenig für die Schule."

Ich fühlte mich ertappt und senkte den Kopf. Meistens kam ich erst um vier Uhr nachmittags aus der Schule und dann blieb nicht viel Zeit, um alles auf die Reihe zu kriegen. Und statt am Schreibtisch zu sitzen und für die Klassenarbeiten zu lernen, war ich lieber mit Melike, Nick und Tim im Stall.

"Frau Vollandt hat mir gesagt, dass die letzte Englischarbeit allgemein sehr schlecht ausgefallen ist und sie deshalb wiederholt wird. Ich rate dir, nutze diese Chance und gib Gas in den letzten Wochen. Sonst sieht's für dich nicht gut aus."

"Werden Sie das meinen Eltern sagen?", fragte ich zaghaft.

"Das muss ich, leider. Du bist akut versetzungsgefährdet."

Sie ging hinaus. Ich folgte ihr und trottete niedergeschlagen den Flur entlang und die Treppe hinunter.

Irgendwie hatte ich meine schlechten Noten total verdrängt und das lag an den dramatischen Ereignissen der vergangenen Wochen. Am Abend vor dem Jugendturnier in Alsfeld waren die Scheune und Papas großer Lkw mitsamt dem Wohnwagen abgebrannt und ich war zuerst fest davon überzeugt gewesen, dass Kiki den Brand gelegt hatte. Auf dem Turnier war ich dann mit Lenzi, der eigentlich Lancelot hieß, und Skyfall mein erstes S-Springen geritten und auf Anhieb mit beiden Pferden platziert worden. Tim hatte mit Rolanda, der Stute meines Bruders, die schwerste Prüfung des Turniers gewonnen, ganz knapp vor Niklas Schütze, Melikes Freund. Kikis Bruder Fabian hatte auf dem Turnier Ariane entführt, aber wir hatten sie finden und befreien können, und die Polizei hatte schnell herausgefunden, wer unsere Scheune angezündet hatte. Zwar hatten Kiki und Fabian Denninger nichts damit zu tun gehabt, aber nach den ganzen Vorfällen hatten sie ihre Pferde in einen anderen Stall gestellt und ich war heilfroh, dass ich ihnen

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