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Endlich 15 von Abidi, Heike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.08.2016
  • Verlag: Pink
eBook (ePUB)
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Endlich 15

Einmal Gefühle entwirren, bitte! Wie lange hat sich Henriette darauf gefreut, endlich 15 zu sein, doch jetzt stürzt sie kopfüber ins Gefühlschaos! Ihr Freund Nick ist plötzlich richtig unromantisch und hat kaum noch Zeit für sie. Und Henriettes Blog hat sich in eine Art Kummerkasten verwandelt. Kein Wunder, dass sie sich wie eine Hochstaplerin fühlt. Denn wie soll sie anderen Liebestipps geben, wenn in ihrer eigenen Beziehung alles drunter und drüber geht? Höchste Zeit, dass sich Henriettes Leben ändert! Da kommt ihr der Schreibwettbewerb gerade recht! 'Endlich 15' von Heike Abidi enthält viele spannender Blogeinträge für Mädchen von 12-15 Jahre.

Heike Abidi, Jahrgang 1965, studierte Sprachwissenschaften und arbeitet heute als freiberufliche Werbetexterin und Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in der Nähe von Kaiserslautern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 26.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864560446
    Verlag: Pink
    Größe: 2610kBytes
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Endlich 15

Bauchgefühl
Oder: Seit wann bin ich eigentlich eine Kummerkastentrulla?

DAS WAR 'S DANN WOHL mit dem schönen Herbstwetter, denke ich, als ich zwei Wochen später von der Schule nach Hause radele. Es nieselt, stürmt und ist einfach nur fies draußen. Es grenzt fast an ein Wunder, dass ich auf der schmierigen Schicht aus feuchten Blättern, die aus dem Fahrradweg eine Rutschbahn machen, nicht ins Schlittern gerate. Zu Hause stelle ich mein Rad in den Schuppen. Winterpause. Ab sofort laufe ich lieber oder nehme den Bus.

Als ich den Hof in Richtung Haustür überquere, entdecke ich Omas orangefarbenen Kombi. Juhu! Ich dachte eigentlich, dass sie erst morgen von ihrem komischen Seminar heimkommt, aber wie es aussieht, hatte sie genug davon und ist früher abgehauen. Ich beschließe, sofort bei ihr reinzuschauen.

Meine Oma ist die tollste Oma der Welt. Denn sie ist nicht nur supercool, sondern ich kann ihr auch alles anvertrauen - selbst das, was ich weder mit Nick noch mit Jill besprechen will. Leider macht sie sich in ein paar Wochen wieder auf und davon, um mehrere Monate mit ihren Alt-Hippie-Freunden auf La Gomera zu verbringen. Sie hasst den Winter, weil im kalten Deutschland ihre Knochen schmerzen und die Bronchien streiken. Natürlich will ich nicht, dass es Oma Lydia schlecht geht. Aber ich will auch nicht, dass sie in den Süden fliegt!

"Hallo, Jette-Kind", begrüßt Oma Lydia mich fröhlich. "Alles roger in Kambodscha?" Sie verwendet manchmal sehr seltsame, altmodische Ausdrücke.

"Jepp, alles klar", erwidere ich gut gelaunt. Sobald ich bei Oma bin, steigt meine Stimmung automatisch. "Wie war's beim therapeutischen Kicher-Kung-Fu?"

"Lach-Yoga", verbessert sie mich grinsend. "Es war ziemlich albern, aber auch herrlich entspannend."

"Und warum bist du dann schon so früh daheim?"

"Weil ich nachher Besuch bekomme und vorher noch einiges zu erledigen habe", erklärt Oma Lydia.

Erst jetzt fällt mir auf, dass sie den Inhalt der kleinen Kammer hinter der Küche komplett ausgeräumt hat. Mit dem Ergebnis, dass ihr ohnehin schon mit Buddha-Figuren und knallbunten Kissen wild geschmücktes Wohnzimmer vollkommen chaotisch aussieht. Nun stehen zwischen den Figuren und den Kissen noch Kisten mit Weihnachtsschmuck, ein Surfboard, ein Bügelbrett, ein elektrischer Wok, eine chinesische Wasserpfeife, ein riesiger Koffer und ein Camping-Klappbett.

"Wer besucht dich denn - ein Schrotthändler?", feixe ich.

"Keine schlechte Idee", meint Oma Lydia trocken. "Aber eigentlich erwarte ich einen Handwerker." Sie setzt eine geheimnisvolle Miene auf, und mir ist sofort klar, dass es nicht darum geht, eine undichte Leitung zu reparieren, zusätzliche Steckdosen zu setzen oder ein neues Fenster einsetzen zu lassen. Was hat sie nur vor?

"Du weißt doch, dass ich im Winter immer nach La Gomera fliege", beginnt sie mit ihrer Erklärung, und sofort sinkt meine Laune.

Na super. Warum muss sie ausgerechnet jetzt davon anfangen? Ich verstehe zwar, dass sie die kalten Monate lieber im Süden verbringt und dass sie das Zusammensein mit ihren Hippie-Freunden genießt, aber für mich sind die Wochen, in denen sie weg ist, die schlimmste Zeit des Jahres.

"Was mir hier am meisten zu schaffen macht, ist die Kälte", fährt Oma Lydia fort.

Ja, ja, weiß ich doch. Ihre Knochen, ihre Bronchien.

"Deshalb muss ich mir unbedingt eine Sauna einbauen lassen, sonst überstehe ich diesen Winter nicht."

"Was nützt dir denn die Sauna, wenn du doch auf La Gomera ..."

Meine Stimme versagt. Bedeutet das, was sie da eben gesagt hat, etwa wirklich das, was ich gerade denke?

Oma Lydia strahlt mich an. Will sie sich etwa über mich lustig m

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