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Fünf Zutaten für die Liebe von Fülscher, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2017
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)

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Fünf Zutaten für die Liebe

Kochen, essen und eine italienische Liebe Liv kann es kaum glauben: Überraschend steht der neue Freund ihrer Single-Mutter vor der Tür, der Italiener Roberto. Schlimm genug, dass Liv nichts von der Beziehung der beiden gewusst hat, Roberto hat auch noch seine 16-jährigen Zwillinge Angelo und Sonia im Schlepptau! Angelo ist ein echter Traumtyp, der Liv kolossal aus der Fassung bringt, seine bildschöne Schwester scheint eine echte Zicke zu sein. Aber immerhin verbindet Liv und Roberto die Leidenschaft fürs Kochen. Erfolgsautorin Susanne Fülscher erzählt aus Livs kompliziertem Leben. Locker wie ein Soufflé, zart schmelzend wie Panna cotta, bittersüß wie ein starker Espresso. Die Reihe besteht aus zwei Bänden: Pasta Mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe Pasta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe Susanne Fülscher widmete sich nach ihrem Germanistik- und Romanistikstudium sehr schnell dem Schreiben. Bisher sind von ihr um die 50 Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erschienen, die mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt wurden. Susanne Fülscher lebt als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 29.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646929294
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Serie: Pasta Mista Bd.1
    Größe: 5833 kBytes
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Fünf Zutaten für die Liebe

Alles ist irgendwie verkorkst an diesem Tag, von Anfang an. Der Föhn tut einen letzten Seufzer, als ich meine krausen Haare glatt föhnen will, meine Lieblingsjeans dümpelt in den Tiefen der Dreckwäsche, und als ich ungeschminkt und in schlabberigen Egal-Klamotten in die Schule gehetzt komme, steht da Nastja Elena Schulz aus der 9 b. Das heißt, sie steht nicht nur einfach da, sie tänzelt in einem Minikleid mit aufgedruckten Himbeeren vor meinem Schwarm Justus auf und ab. Und als sich unsere Blicke wie zufällig treffen, lehnt sie - Katastrophe! - ihren Kopf gegen seine Schulter.

Nastja Elena Schulz. Eine fleischgewordene Barbiepuppe, die zu allem Überfluss auch noch intelligent ist. Ich wette, sie wird später mal den Nobelpreis in irgendwas gewinnen. Oder die Welt retten. Aber bis dahin ergeht sie sich in Schönheit und knutscht alles ab, was männlich ist und nicht rechtzeitig die Flucht ergreift. Nur tut das logischerweise keiner. Hellblonde Haare bis zur Taille, Augen so blau wie ein Bergsee, dazu eine Figur zum Niederknien ... Sonst noch Fragen?

Und jetzt hat sie Justus aus der Zehnten an der Angel, ausgerechnet. Dabei war ich so kurz davor, sein Herz zu erobern. Einmal habe ich ihm in der Cafeteria mit zwei Euro aus der Patsche geholfen und bin mit einem schmelzenden Wow-Lächeln belohnt worden. Ein anderes Mal habe ich ihm mein Rad geliehen, weil sein Reifen platt war und er ganz dringend zum Fußball musste, und wieder hat er mich auf diese besondere Art angelächelt. Es hat mir nicht mal etwas ausgemacht, durch den Nieselregen nach Haus zu stapfen. Wochenlang dachte ich, dass es nicht bloß ein Nur-so-Lächeln gewesen war - zumal mir Franzi mit ihrer magischen Kristallkugel vom Flohmarkt die große Liebe vorhergesagt hat. Und jetzt das. Nastja Elena Schulz.

Meine Stimmung ist auf dem absoluten Nullpunkt, als ich in die Klasse husche. Pauline und Franzi, meine beiden Rettungsanker in der Not, hocken schon auf ihren Plätzen und grinsen mir entgegen.

"Bin ich es vielleicht nicht wert?", frage ich und schleudere meine Kuriertasche auf den Tisch.

"Häh?", macht Franzi, während mich Pauline wie ein aus dem Zoo entlaufenes Tier anguckt.

"Es könnte ja mal ausnahmsweise so sein ... Also, dass jemand, den ich gut finde ... dass der mich dann auch ... Ich meine, ist das denn zu viel verlangt?" Ich pflanze mich zwischen die beiden auf den Tisch.

"Drück dich bitte etwas präziser aus, wenn du mit mir sprichst." Franzis Augenbrauen rutschen unter ihren schokobraunen Pony. "Für den Anfang reichen Subjekt, Prädikat, Objekt."

Ich schicke einen Grunzer an die Decke, dann erzähle ich in knappen Sätzen, was gerade passiert ist.

"So, so", brummt Pauline und zieht den Reißverschluss ihres pinken Federmäppchens auf. Neben einem abgekauten Bleistift und einem Füller hortet sie darin tonnenweise Schminkkram. Lipgloss in allen möglichen Rosa- und Pinktönen, Notfalltampons und - extrem wichtig - einen Concealer für ihre angeblichen Augenringe. "Und wo liegt jetzt das Problem?"

"Dass er vielleicht mit N Punkt zusammenkommt. Oder vielleicht sogar schon mit N Punkt zusammen ist. Obwohl ich seit Ewigkeiten in J Punkt ... na, ihr wisst schon."

Während sich Pauline in aller Seelenruhe Gloss auf ihre Lippen tupft, sagt Franzi: "Liv Grete."

"Liv, okay?" Ich kann es nicht ausstehen, wenn man mich mit meinem zweiten Vornamen anspricht. Meistens kommt dann etwas Bierernstes oder - noch schlimmer - eine Moralpredigt.

Franzi ignoriert meine Bemerkung und sagt: "Wenn man bei N Punkt von einer durchschnittlichen Beziehungsdauer von sieben Tagen ausgeht, kannst du in einer guten Woche immer noch mit ihm zusammenkommen. Also, rein theoretisch."

Rein theoretisch. Das ist ja genau das Problem.

"Franzi hat recht. Du musst dich einfach nur ein bisschen gedulden." Pauline nimmt eine Mascara-Hülse raus und tuscht sich die Wimpern nach.

Wie lange sol

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