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Fangirl von Rowell, Rainbow (eBook)

  • Verlag: Carl Hanser Verlag München
eBook (ePUB)
10,99 €
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Fangirl

Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame College-Zimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg - Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien. Ein mitreißendes Jugendbuch von Bestsellerautorin Rainbow Rowell über die erste Liebe - in der Fantasie und im echten Leben. Rainbow Rowell studierte Journalismus und arbeitete mehrere Jahre als Kolumnistin beim Omaha World-Herald. Mit ihrem ersten Jugendroman Eleanor & Park landete sie einen weltweiten Bestseller, gewann den Boston Globe Horn Book Award, den Printz Award und war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen im Bundesstaat Nebraska. Sie schreibt Jugendliteratur und Romane für Erwachsene. Ihr Bestseller Eleanor & Park (2015) war ihr erster Jugendroman bei Hanser, im Herbst 2017 folgte das Jugendbuch Fangirl.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783446257993
    Verlag: Carl Hanser Verlag München
    Größe: 3511 kBytes
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Fangirl

Eins

Ein Junge war in ihrem Zimmer.

Cath schaute auf die Nummer an der Tür und dann auf das Blatt in ihrer Hand.

Pound Hall, 913.

Es war definitiv Zimmer 913, aber vielleicht nicht in Pound Hall - die Studentenwohnheime sahen alle gleich aus, genau wie die staatlichen Wohnsilos für ältere Menschen. Vielleicht sollte sie ihren Vater aufhalten, bevor er den Rest der Schachteln hochbrachte.

"Du musst Cather sein", sagte der Junge grinsend und streckte ihr die Hand entgegen.

"Cath", sagte sie und spürte einen Hauch von Panik im Bauch. Sie ignorierte seine Hand. (Sie hielt ohnehin eine Schachtel, was erwartete er von ihr?)

Es war ein Irrtum - musste ein Irrtum sein. Pound war zwar ein gemischtes Wohnheim - aber gab es auch gemischte Zimmer ?

Der Junge nahm ihr die Schachtel aus den Händen und stellte sie auf das freie Bett. Das Bett auf der anderen Zimmerseite war schon mit Kleidern und Schachteln belegt.

"Hast du noch mehr Sachen?", fragte er. "Wir sind gerade fertig und gehen wahrscheinlich gleich einen Burger essen. Willst du auch einen Burger? Warst du schon bei Pear's? Die haben Burger, so groß wie deine Faust." Er packte ihren Arm. Sie schluckte. "Mach mal 'ne Faust", sagte er.

Cath gehorchte.

" Größer als deine Faust", sagte der Junge, ließ ihre Hand los und hob den Rucksack auf, den sie vor der Tür abgestellt hatte. "Hast du noch mehr Schachteln? Bestimmt hast du noch mehr Schachteln. Bist du hungrig?"

Er war groß, dünn und braun gebrannt, und er sah aus, als hätte er eben eine Mütze abgenommen, denn sein dunkelblondes Haar stand in sämtliche Richtungen. Cath schaute wieder auf die Zimmerzuweisung. War das Reagan ?

"Reagan!", sagte der Junge fröhlich. "Deine Mitbewohnerin ist da."

Ein Mädchen ging von hinten an Cath vorbei und warf ihr einen kühlen Blick zu. Sie hatte glattes, kastanienbraunes Haar und eine nicht angezündete Zigarette im Mund. Der Junge schnappte sich die Zigarette und steckte sie sich selbst zwischen die Lippen. "Reagan, das ist Cather, Cather, das ist Reagan", sagte er.

"Cath", korrigierte Cath.

Reagan nickte und fischte in ihrer Tasche nach einer neuen Zigarette. "Ich hab diese Seite genommen", sagte sie und nickte in Richtung des Schachtelhaufens auf der rechten Zimmerseite. "Aber mir ist es egal. Wenn dir Feng Shui wichtig ist, kannst du mein Zeug jederzeit umräumen." Sie drehte sich zu dem Jungen. "Fertig?"

Er wandte sich an Cath. "Kommst du mit?"

Cath schüttelte den Kopf.

Als sich die Tür hinter den beiden schloss, setzte sie sich auf die nackte Matratze, die offenbar ihre war - Feng Shui war das Letzte, was ihr im Augenblick wichtig war. Sie lehnte den Kopf an die Wand.

Jetzt musste sie sich erst mal beruhigen.

Sie musste die Angst - dieses schwarze Rauschen hinter den Augen, dieses zusätzliche Herz in der Kehle - nach unten in den Bauch schieben, wo sie hingehörte; dort konnte sie sie wenigstens zu einem hübschen Knoten binden und damit leben.

Ihr Vater und Wren konnten jeden Moment durch die Tür treten, und sie sollten nicht merken, dass sie gleich zusammenbrach. Wenn sie zusammenbrach, würde ihr Vater ebenfalls zusammenbrechen. Und wenn sie beide zusammenbrachen, würde Wren ihr vorwerfen, dass sie sich absichtlich gehen ließ, nur um ihr den herbeigesehnten ersten Tag auf dem Campus zu ruinieren. Ihr schönes neues Abenteuer.

Du wirst mir noch dankbar sein , sagte Wren oft.

Im Juni hatte sie das zum ersten Mal gesagt.

Cath hatte schon die Bewerbungsunterlagen für ein Studentenwohnheim abgeschickt und natürlich Wren als Mitbewohnerin angegeben, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Sie hatten sich seit achtzehn Jahren ein Zimmer geteilt, warum jetzt damit aufhören?

" Wir teilen uns seit achtzehn Jahren ein Zimmer ", hatte

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