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FAYRA - Das Herz der Phönixtochter von Blazon, Nina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2017
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)

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FAYRA - Das Herz der Phönixtochter

Das Erbe der Phönixdrachen Die 12-jährige Anna-Fee hat mit ihren Eltern vor Kurzem eine schicke Wohnung in einem alten Herrenhaus bezogen. Im verwunschenen Garten des Anwesens begegnet sie nach einer Sturmnacht einem rätselhaften Mädchen. Fayra wurde von einem durchtriebenen Jäger aus einer Parallelwelt hierher gelockt, denn als Tochter eines von Phönixdrachen abstammenden Königs besitzt sie begehrte magische Kräfte. In einem Wettlauf gegen die Zeit suchen die Mädchen nach einem Feuertor, das Fayra wieder nach Hause und in Sicherheit bringt ... Nina Blazon, geboren in Koper bei Triest, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums. Ihr erster Fantasy-Jugendroman wurde mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Preise erhalten, zuletzt 2016 den Seraph für Der Winter der schwarzen Rosen. Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 09.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641197001
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Größe: 6980 kBytes
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FAYRA - Das Herz der Phönixtochter

1

Diesmal war es nicht ihr üblicher Albtraum, nein, in dieser Nacht wurde Fee von Gespenstern heimgesucht. Sie beugten sich über ihr Bett und gaben ein lang gezogenes Klagen von sich. Etwas Kaltes strich über Fees Stirn, zauste ihr Haar und zupfte an ihrer Decke. Sie fuhr aus dem Schlaf hoch. Nach Luft schnappend saß sie im Bett und lauschte, die Finger in die Decke gekrallt. Nur ein Traum , beruhigte sie sich. Niemand ist hier! Aber komischerweise hörte sie immer noch diesen klagenden Ton. Und als sie zum Fenster spähte - ein mondwolkenfahles Rechteck in der Nacht - erahnte sie hinter Regenschlieren ein weißes Gesicht, das ins Zimmer blickte. Fee warf sich im Bett herum, schlug nach dem Lichtschalter an der Wand - und griff ins Leere. Sie verlor das Gleichgewicht und fiel kopfüber aus dem Bett. Schmerzhaft hart landete sie auf dem Boden. Irgendwo in ihrem Hinterkopf nahm sie trotz ihrer Verwirrung wahr, dass sie nicht auf dem Teppich, sondern auf Holzdielen lag. Das ist nicht mein Zimmer , schoss es ihr durch den Kopf. Wo bin ich? Ein Donnerschlag ließ ihr Herz stolpern. Heulen und Fauchen fegte durch das Zimmer. Und als ein Blitz den Raum erhellte, sah Fee das Gespenst mit schrecklicher Deutlichkeit: flatternde Arme, die sich nach ihr ausstreckten. Fee schrie auf und ergriff die Flucht. Einige Augen blicke wusste sie nicht mehr, wo oben und unten war, sie spürte nur Holz an Händen und Knien. Beim nächsten Donnerschlag fand sie sich zu einer Kugel zusammengerollt in einer Art Höhle wieder. Ich liege auf dem Boden , dachte sie. Aber wo genau bin ich jetzt? Unter ihr bebten plötzlich die Dielen von Schritten. Es klapperte, dann war das Heulen und Fauchen wie abgeschnitten. Nur das Klagen der Gespenster hallte noch leise nach. Deckenlicht flutete die Dielen. Nun wäre Fee vor Scham am liebsten in den Boden versunken. Jetzt war klar, wohin sie in ihrer Panik geflüchtet war. Sie starrte direkt auf einen von vier metallenen Löwenfüßen, die das Bett trugen. Und nun entdeckte sie vor sich auch den mit Spitzen verzierten Saum eines Nachtkleides und zwei bloße Füße.

"Anna-Fee?" Fee schluckte. Wenn ihre Mutter sie mit ihrem ganzen Namen ansprach, war sie wirklich besorgt. "Wo bist du?"

"Ähm, hier unten!" Fee versuchte möglichst würdevoll unter dem Bett hervorzukriechen, schlug sich dabei aber auch noch den Kopf am Bettrahmen an. Na toll , dachte sie. Das war das Peinliche an ihrer Schreckhaftigkeit: Andere Leute machten vielleicht einen Satz zur Seite oder schrien einmal kurz auf. Und auch bei Gefahr gab es bei ihnen ziemlich viele Möglichkeiten zwischen "Kurz mal zusammenzucken" und "Kopflos hinter die nächste Hecke hechten". Bei Fee dagegen gab es nur hundert oder null. Und hundert passierte einfach so, als würde jemand das Licht in ihrem Kopf ausknipsen, um sie dann innerhalb von Sekunden in Sicherheit zu bringen. Meistens an reichlich schräge Orte.

Ihre Mutter kniete sich hin und spähte unter das Bett. "Was machst du denn da unten, Liebes?" Fee wurde rot bis über die Ohren. Verlegen stand sie auf und suchte fieberhaft nach einer Erklärung. Aber sollte sie jetzt im Ernst behaupten, dass sie mitten in der Nacht irgendetwas unter ihrem Bett verloren hatte?

"Du hast geschrien", fuhr ihre Mutter mit diesem viel zu sanften, besorgten Singsang fort, der Fee wieder mal vor Augen führte, was für ein Freak sie war. Beim Blick zum Fenster kam sie sich noch viel alberner vor. Natürlich war da kein Gesicht gewesen, höchstens ein Muster aus Regentropfen. Das Heulen war einfach nur der Wind. Draußen tobte nämlich ein Sommergewitter. Eine Bö hatte das Fenster aufgedrückt, das Gespenst bestand aus weißen Vorhängen, die der Sturmwind zum Flattern gebracht hatte. Und natürlich lag Fee nicht in ihrem alten Zimmer. Das hier war ihr neues Zuhause, in das sie mit ihren Eltern erst vor einer Woche eingezogen wa

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