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Finstermoos 1 - Aller Frevel Anfang von Clark, Janet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2015
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
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Finstermoos 1 - Aller Frevel Anfang

'Finstermoos' ist die neue Thrillerserie von Bestseller-Autorin Janet Clark, die neben ihren Jugendbüchern auch erfolgreiche Spannung für Erwachsene schreibt ('Ich sehe dich' und 'Rachekind'). Atemberaubender Nervenkitzel und Spannung für alle Fans von Krystyna Kuhns 'Das Tal'! Auf der Baustelle seines Vaters findet Valentin den Körper eines vor vielen Jahren verstorbenen Babys. Sofort strömen Journalisten in das idyllisch gelegene Bergdorf, darunter auch Armina Lindemann mit ihrer 19-jährigen Tochter Mascha. Schon bald werden Valentin und Mascha Opfer seltsamer und lebensbedrohlicher Unfälle, dann verschwindet Maschas Mutter spurlos. Mascha glaubt nicht an einen Zufall - hat die Journalistin bei der Recherche für ihren Artikel etwas herausgefunden, was sie nicht wissen soll? Gemeinsam mit Valentin und zwei weiteren Freunden sucht sie nach ihrer Mutter und rührt damit an ein lange verborgenes Geheimnis, das jemand um jeden Preis zu schützen versucht. 'Aller Frevel Anfang' ist der erste Band der Finstermoos-Reihe. Mehr Infos rund um Finstermoos unter: www.finstermoos.de Mit elf Jahren hat Janet Clark ihren ersten Roman geschrieben. Er hatte zwölf Seiten und eine Leserin. Obwohl diese sofort von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugt war, brauchte es viele Jahre und Umwege über diverse Länder und Berufe, bis Janet Clark ihr erstes Manuskript an eine Agentur schickte. Seitdem finden ihre Bücher immer mehr Fans. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 14.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732002610
    Verlag: Loewe Verlag
    Serie: Finstermoos Bd.1
    Größe: 2021 kBytes
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Finstermoos 1 - Aller Frevel Anfang

Finstermoos

11

Valentin schaltete sein Handy auf lautlos. Feierabend. Für heute hatte er den Pressehaien hoffentlich genug Häppchen hingeworfen, damit sie erst gar nicht auf die Idee kamen, wieder mit der Zerstörungskraft eines Molotowcocktails in ihrem Leben herumzustochern. Dem nächsten Journalisten konnte der Krailinger was zu dem Leichenfund erzählen. Wie genau das winzige Skelett ausgesehen hatte, dürfte er inzwischen aus seinen Berichten wissen. Das Handy verschwand in seiner Hosentasche. Jetzt würde niemand mehr ihre Unterhaltung stören.

"Und was, wenn du einen Mörder verteidigen musst?" Luzie löste ihre Augen von der Eiskarte und sah einem Kellner nach, der ein Tablett mit zwei überdimensionalen Eisbechern über die Hotelterrasse jonglierte.

Valentin lächelte. Die Standardfrage. "Muss ich nicht, weil ich mich auf Menschenrechte spezialisieren will. Aber grundsätzlich gilt für den Mörder das gleiche Prinzip: Jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene Verteidigung."

"Ich weiß nicht." Sie steckte die Eiskarte in die Halterung zurück. "Ich glaube nicht, dass ich einen Mörder verteidigen könnte. Ich hätte viel zu viel Mitleid mit dem Opfer. Was ist, sollen wir uns ein Eis teilen und dann bei Basti vorbeischauen? Es ist schon nach sechs, er müsste bald fertig sein."

Bei Basti vorbeischauen?

Schade. Er könnte heute Abend gut auf ihn verzichten, so gern er Basti auch mochte. Aber Luzie sah sie offenbar weiterhin als festes Trio. Egal. Immer noch besser, den Abend zu dritt als ganz ohne Luzie zu verbringen. "Wenn du willst. Ich hab heute nichts mehr vor."

"Valentin!" Sein Vater eilte über die Holzbohlen, hinter ihm der Hotelbesitzer Krailinger in einer tannengrünen Lodenjacke. "Ich hab dich überall gesucht!"

"Hallo, Paps. Alles gut gelaufen?"

Der Kopf seines Vaters wackelte unkoordiniert. Schlechtes Zeichen. "Wie man's nimmt. Ich wollte dich bitten, ein paar Fotos von der Baustelle zu schießen, bevor die Polizei da morgen mit ihren Suchtrupps anrückt und alles umgräbt."

"Suchtrupps?" Luzie hob fragend die Augenbrauen.

"Falls es weitere Leichen gibt."

"Was natürlich nicht der Fall sein wird." Krailinger blitzte Luzie an. "Und es wäre auch niemand auf die Idee gekommen, hier noch weitere Leichen zu vermuten, wenn dein Vater, der Herr Oberförster, nicht diese unsäglichen Gerüchte in die Welt setzen würde."

"Mein Vater?"

"Dein Vater", wiederholte Krailinger. "Richte ihm bitte einen Gruß von mir aus, er soll sich mit seinen Verleumdungen zurückhalten, sonst handelt er sich mächtigen Ärger ein."

Luzie öffnete den Mund, schloss ihn wieder und stemmte ihre Arme in die Hüften. "Was soll mein Vater denn gesagt haben?"

"Na, dass das tote Baby vom Wolferl ist. Und dass der Wolferl den Bau gar nicht wegen des Biotops hat verhindern wollen, sondern wegen der Leiche."

"Das soll mein Vater gesagt haben?"

"Das hat er gesagt." Krailinger schürzte seine Lippen.

"Zu dir?", bohrte Luzie nach.

"Nein, zur Hannwagnerin. Und die hat -"

"So ein Blödsinn!" knurrte Luzie und zog die Nase kraus. "Ich kann echt nicht fassen, dass du diesen Tratsch glaubst. Mein Vater würde nie Gerüchte über die Mosbichls verbreiten, das weißt du genau!"

"Dann frag ihn. Und sag ihm, dass er erreicht hat, was er wollte, die reden schon darüber, dass Wolferl eine Speichelprobe abgeben muss." Krailinger verhakte seine Daumen in den aufgesetzten Taschen seiner Lodenjacke, schürzte abermals die Lippen und fuhr anklagend fort. "Und wenn da was dran ist, muss ich dir ja nicht erläutern, was das für Brigitta und Toni bedeutet. Die zwei kommen doch im Leben nicht allein zurecht."

"Ich glaub kein Wort." Demonstrativ sah Luzie auf ihre Uhr. "Ich muss los. Servus, Valentin. Wiedersehen, Herr Becker."

Servus

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