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Finstermoos 3 - Im Angesicht der Toten von Clark, Janet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.06.2015
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
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Finstermoos 3 - Im Angesicht der Toten

Atemberaubend geht es weiter mit Janet Clarks Thrillerserie rund um das geheimnisumwitterte Feriendorf Finstermoos. Nervenzerreißende Spannung pur! In einer Gletscherspalte finden Mascha und Nic eine Tote, die Mascha zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer ist diese Frau und wieso starb sie ausgerechnet in Finstermoos? Neben der Leiche liegt genau die Axt, mit der Nic am Abend zuvor angegriffen wurde - hat ihr unheimlicher Verfolger etwa auch hier sein Unwesen getrieben? Noch bevor Nic und Mascha sich aus der Gefahrenzone bringen können, wird das Seil gekappt, mit dem sie sich in die Spalte abgelassen haben. Die beiden sind unentrinnbar gefangen! Unterdessen warten Luzie, Valentin und Basti in Finstermoos ungeduldig auf Nachricht von den beiden, ahnungslos, dass sie selbst in größter Gefahr schweben. Sie müssen die bedrohlichen Vorfälle der letzten Tage aufklären, bevor sie für immer zum Schweigen gebracht werden ... Finstermoos ist die neue Thrillerserie von Bestseller-Autorin Janet Clark, die neben ihren Jugendbüchern auch erfolgreiche Spannung für Erwachsene schreibt (Ich sehe dich und Rachekind). Atemberaubender Nervenkitzel und Spannung für alle Fans von Krystyna Kuhns Das Tal! 'Im Angesicht der Toten' ist der dritte Band der Finstermoos-Reihe. Die Titel der ersten beiden Bände lauten 'Aller Frevel Anfang' und 'Am schmalen Grat'. Mit elf Jahren hat Janet Clark ihren ersten Roman geschrieben. Er hatte zwölf Seiten und eine Leserin. Obwohl diese sofort von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugt war, brauchte es viele Jahre und Umwege über diverse Länder und Berufe, bis Janet Clark ihr erstes Manuskript an eine Agentur schickte. Seitdem finden ihre Bücher immer mehr Fans. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 22.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732003471
    Verlag: Loewe Verlag
    Serie: Finstermoos Bd.3
    Größe: 2049 kBytes
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Finstermoos 3 - Im Angesicht der Toten

2. August

1

Die schwarzen Augen der Toten starrten leer durch ihn hindurch. Ein Schauder jagte über Nics Rücken. Instinktiv wandte er den Blick ab, fixierte die bläulich weiße Eiswand, die kalt und tödlich oberhalb der Toten schimmerte. Er wich einen Schritt zurück, da vernahm er Maschas unregelmäßige Atemzüge, kurz und gepresst, als verwende sie alle Kraft darauf, nicht wieder loszuschreien. Er zwang sich, seinen Blick auf die Tote zu richten. Das Gesicht war ausgemergelt, die Haut ledrig und dunkel. Die Lippen fest aufeinandergepresst, schob er sich an Mascha vorbei und ging vor der Toten auf die Knie. Erst jetzt fielen ihm die Details auf. Sie musste schon sehr lange hier gelegen haben. Die Schuhe, die Jacke, so etwas trug man schon seit über zwanzig Jahren nicht mehr. Doch das Erschreckendste war die Ähnlichkeit zu Mascha, obwohl das Gesicht der Toten eingefallen war bis auf die Knochen: die großen, von langen Wimpern umrahmten schwarzen Augen, die zierliche Nase, die Lippen, die noch erahnen ließen, dass sie ehemals so voll wie Maschas gewesen sein mussten.

Die Härchen an seinen Armen stellten sich auf. Wie konnte das sein? Eine Tote, die Mascha ähnlich sah? Solch einen Zufall gab es nicht. Er drehte sich zu Mascha, ihre Augen waren weit aufgerissen, ihr Atem noch immer kurz und gepresst, auf ihren Wangen hatten sich hektische rote Flecken ausgebreitet. Sie schien völlig im Bann der Toten zu stehen, unfähig, ihren Blick abzuwenden. Als wäre sie in einem Horrorfilm gefangen. Vielleicht konnte er den Bann brechen, indem er die Tote berührte, indem er Mascha zeigte, dass es nur ein Körper war, nur eine harmlose Hülle, von der keine Gefahr ausging.

Er drehte sich wieder zu der Toten, streckte seine Hand nach ihr aus.

"Fass sie nicht an, bitte!" Mascha fiel ihm in den Arm.

Er zog seine Hand zurück. "Sie ist tot. Es wird sie nicht stören."

Mascha schüttelte den Kopf. "Ich glaube, sie ist die Frau von dem Bild. Die Göttin, die das Baby in Empfang nimmt." Sie packte seinen Arm, zerrte ihn hoch, weg von der Toten. Weißer Atem hauchte ihm entgegen. Ihre Hand zitterte. "Lass uns gehen."

"Warte kurz." Behutsam löste er ihre Hand von seinem Arm und ging an der Toten vorbei. Neben ihr lag eine rotbraune Umhängetasche auf losem Eis. Daneben große Eisbrocken und kleinere Klumpen, teils zu Schneekristallen zerbröselte und zertrampelte Häufchen.

Er ließ seinen Blick schweifen, entdeckte keine zwei Meter neben der Toten einen hüfthohen Haufen aus Eis und Schnee. Er bückte sich und griff hinein. Er war bröselig und locker, als wäre er gerade erst aufgeworfen worden. Die Leiche hatte hier gelegen, ummantelt vom ewigen Eis, bis sie jemand mit brachialer Gewalt daraus befreit hatte. Vor Kurzem erst, dem guten Zustand der Toten nach. Sein Blick fiel auf einen kräftigen Holzstiel, der seitlich aus dem Eishaufen ragte. Er zog ihn heraus, sah die Initialen F.S. unbeholfen und schief in den Stiel eingeritzt. Die Axt aus der Schmugglerhütte.

Die Axt, die ihm gestern Abend aus der Hand geschlagen worden war.

Angespannt sah Nic sich um. Warum befreite jemand eine Leiche aus dem Eis und ließ sie dann liegen? Er ging die Wand entlang, tiefer in die Spalte hinein, den Blick nach oben geheftet. Schließlich sah er Eisschrauben. Zwei Stück, eine auf etwa vier Metern Höhe, eine direkt am Einstieg, daneben ein einfacher Flaschenzug, wie Basti und sein Vater ihn bei Rettungseinsätzen der Bergwacht verwendeten.

Er winkte Mascha zu sich. Zögerlich kam sie näher, dicht an die Wand gepresst, immer wieder drehte sie den Kopf zu der Leiche zurück, als müsste sie sich vergewissern, dass sie wirklich dort sitzen blieb.

"Hier ist er ein- und ausgestiegen." Nic zeigte auf die Eisschrauben und die unregelmäßigen Löcher im Eis, die von einem Eispickel und den Eiskrallen stammen mussten, die sich de

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