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Friends & Horses Schritt, Trab, Kuss von Schreiber, Chantal (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2016
  • Verlag: Egmont Schneiderbuch
eBook (ePUB)
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Friends & Horses

Freundinnen für immer - das sind Rosa, Daisy und Iris. Die drei Mädchen verbindet ihre große Liebe zu Pferden und der Spaß am Reiten. Es ist Sommer, und in jeder freien Minute sind die drei mit ihren Pferden draußen unterwegs. So könnte es ewig weitergehen, findet Rosa. Wird es aber nicht. Denn Iris muss mit ihren Eltern wegziehen, schon bald. Als wäre das Leben deshalb nicht schon kompliziert genug, merkt Rosa, dass sich ihre Sandkastenfreundschaft zu Daniel langsam, aber sicher zu verändern beginnt. Was empfindet sie wirklich für ihn? Dann taucht auch noch die Mexikanerin Ollie mit ihrer zauberhaften Stute Chispa im Reitstall auf. Sie ist der Traum jedes Jungen, und auch Daniel scheint ihr gegenüber keineswegs gleichgültig zu sein ... Chantal Schreiber arbeitete als Flugbegleiterin, Model, Verkäuferin, Übersetzerin und Kellnerin an vielen verschiedenen Orten auf der Welt, bevor sie begann, Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Endlich hatte sie ihren Traumjob gefunden! So reiselustig wie sie sind auch die Figuren in ihren Büchern. Chantal Schreiber lebt mit Tochter, Mann, Hund und Pferd in der Nähe von Wien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783505139437
    Verlag: Egmont Schneiderbuch
    Größe: 1765 kBytes
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Friends & Horses

2. Der neue Faktor

Als ich auf den Baum vor Daniels Fenster und über das Baumhaus auf sein Fensterbrett klettere, sehe ich, wie sich der Vorhang hinter Frau Strehles Fenster bewegt. Ich setze ein strahlendes Lächeln auf und winke zu ihr hinüber. Wäre ja noch schöner, wenn ich mir jetzt von der auch noch etwas vorschreiben lassen müsste. Ich halte mich am Fensterrahmen fest und lasse mich auf der anderen Seite hinunter. Daniel liegt mit dem Laptop auf seinem Bett - vermutlich klickt er sich durch seine neusten Fotos. Als er mich in seinem Zimmer landen hört, fährt er erschrocken hoch.

"Rosa! Was machst du denn hier?"

Diese Begrüßung ist etwas ernüchternd für jemanden, der sich seit einer Woche freut, wieder mal einen Abend mit seinem besten Kumpel zu verbringen.

"Ähm. Es ist Dienstag?"

"Oh." Er setzt sich auf. "Ja, sicher. Stimmt. Aber du hast nicht gesimst oder so, also hab ich nicht gedacht ... "

"Ich dachte nicht, dass ich simsen muss ! Ich meine ..." Irgendwie bin ich sprachlos, und deshalb wiederhole ich nur stumpfsinnig: "Es ist Dienstag !"

"Ja, schon klar." Er springt auf, und ich sehe ihm an, dass es ihm leidtut, wie er mich begrüßt hat. "Nur ... die letzten zwei Mal hatten wir keine Zeit, und ich hab nichts von dir gehört, und da wusste ich einfach nicht, ob du heute kommst."

Er fährt mit den gefächerten Fingern einer Hand über seine gerunzelte Stirn. Es sieht sehr verlegen aus und sehr ratlos und sehr nach Daniel. Die sprachlose Empörung, die ich eben noch empfunden habe, sinkt rapide gegen null.

"Schon gut", sage ich. "Du hast ja recht, ich hätte schreiben können. Ist es jetzt ... ich meine ... geht es heute nicht? Hast du was anderes vor?"

"Nein. Gar nicht. Was wollen wir uns ansehen?" Er wirft einen Blick auf meine Tasche. "Oder gibt's Stoff für eine Buchrezension?"

Das ist unser Ding, Daniels und meines: Bücher und Filme. Er hat sogar "Twilight" gelesen, als ich es angeschleppt habe, auch wenn seine Kritik ziemlich vernichtend ausfiel. Und ich habe mich für ihn durch den "Drachenbeinthron" gekämpft, obwohl ich Ritter und so was eher albern finde. Irgendwie hab ich schon gedacht, aha, jetzt ist es so weit, jetzt gefallen uns nicht mehr dieselben Bücher, weil jetzt dieses "Mädels sind anders als Jungs"-Ding stärker wird als das "Wir sind Rosa und Daniel"-Ding. Doch bei Flavia de Luce haben wir uns dann wieder getroffen, wir finden sie beide genial.

Aber heute hab ich nur DVD s mit, eine ganze Tasche voll, deren Inhalt ich jetzt auf Daniels Bett kippe.

"Ziemlich beste Freunde", "Willkommen bei den Sch'tis" ... Ha, ich hab's gewusst, dass er nach "Napoleon Dynamite" greifen wird, jede Wette wäre ich eingegangen, das ist genau sein ... Oh nein, wie kommt denn das unter die DVD s? Es lag auf meinem Schreibtisch, ich hab noch kurz reingeschrieben, hab es dann weggelegt - verdammt! Ich hatte das Tagebuch auf eine DVD gelegt, dann eine andere darauf und dann alles zusammen eingepackt. Und jetzt hat Daniel es in der Hand, beginnt durch die linierten Seiten zu blättern.

"Nicht!", rufe ich und höre, wie kieksig meine Stimme klingt, beinahe hysterisch. Mit zwei Schritten bin ich auf der anderen Seite des Bettes und greife nach dem dunkelblauen, gepolsterten Buch mit dem Schmetterling vorn drauf. Vor Schreck über mein Aufkreischen hätte Daniel es beinahe fallen lassen, doch nun, als ich es mir schnappen will, zieht er die Hand reflexartig in die Höhe.

"Sag bloß!", sagt er. "Du bist unter die Tagebuchschreiber gegangen?"

"Her damit!", knurre ich und sehe ihn so böse an, wie ich irgendwie kann.

Er zieht die Augenbrauen hoch. "Wie heißt das kleine, zweisilbige Wort?"

"Sofort!", sage ich und kneife die Augen zu schmalen, ge

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