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Frozen - Tod im Eis von Schumacher, Jens (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2015
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
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Frozen - Tod im Eis

Während einer Forschungsexpedition in die Antarktis verschwindet Henrys Vater, der international anerkannte Anthropologe Donald Wilkins, auf mysteriöse Weise. Kurzentschlossen macht sich Henry gemeinsam mit dem Rettungsteam auf die Suche nach ihm. Schon bald stoßen sie auf Hinweise, die vermuten lassen, dass Dr. Wilkins im ewigen Eis eine phänomenale Entdeckung gemacht hat: Inmitten eines bisher völlig unbekannten Gebirgsmassivs liegt eine gigantische Ruinenstadt, die Millionen Jahre alt sein muss, älter als die Menschheit. Auch der Großindustrielle Wayne Spyker ist dem Geheimnis auf der Spur. Doch keiner der Beteiligten ahnt, dass tief unter dem Eis etwas schläft. Etwas Uraltes, Böses. Und nun ist es erwacht ... Jens Schumacher, geboren 1974, arbeitet seit Ende der neunziger Jahre als freier Autor von Kinder- und Erwachsenenstoffen. Bis heute verfasste er über 50 Buchtitel in unterschiedlichen Genres, darunter Fantasyromane, Krimis, interaktive Spiel- und Sachbücher sowie Jugendserien, die in zahlreiche internationale Sprachen übersetzt wurden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 14.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732004638
    Verlag: Loewe Verlag
    Größe: 1215 kBytes
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Frozen - Tod im Eis

PROLOG

NEUGUINEA, 19. JANUAR 2013

Dumpf hallten die Trommeln durch den nächtlichen Dschungel. Die Schläge hätten der Herzschlag einer gigantischen urzeitlichen Kreatur sein können, doch dafür war ihr Rhythmus zu schnell, zu hektisch. Selbst die Affen in den Baumkronen, die durch den ungewohnten Lärm aus ihrem Schlummer hochschraken und verwirrte Kreischlaute ausstießen, schienen zu spüren, dass diese Geräusche im tropischen Regenwald keineswegs an der Tagesordnung waren.

Sie kündeten von etwas Außergewöhnlichem.

Die Klänge gingen von einer runden Lichtung in der Nähe eines Bachlaufs aus. Sie war so groß, dass es den umstehenden Urwaldriesen trotz ihrer weit ausladenden Äste nicht gelungen war, ein geschlossenes Blätterdach darüber zu bilden. Myriaden von Sternen blitzten vom schwarzen Baldachin des Himmels herab auf das, was sich tief unter ihnen im Schutze des Dschungels abspielte.

Das flackernde Licht von Fackeln, in einem weiten Kreis in die Erde gerammt, erhellte rund drei Dutzend kleinwüchsige, fast nackte Männer. Ihre dunkle Haut war beinahe vollständig mit dicken Schichten pflanzlicher Farbe bedeckt, lediglich Tönung und Muster unterschieden sich. Die meisten hatten ihre Gesichter gelb, ihre Oberkörper leuchtend rot bemalt, bei anderen war die rechte Körperhälfte braun, die linke weiß gefärbt. Jeder trug einen prächtigen Kopfschmuck aus langen, senkrecht in die Höhe ragenden Federn. Die meisten hatten ihr Haar darüber hinaus mit grünem Moos bedeckt, was den Eindruck erweckte, auf ihren breiten Schädeln wüchse Gras.

Vor zehn der Eingeborenen standen bauchige Trommeln auf dem Boden. Konzentriert und absolut synchron schlugen sie mit den Händen auf die braunen Tierfelle ein.

Alle Anwesenden hielten respektvollen Abstand zu einem steinernen Gebilde, das sich in der Mitte der Lichtung erhob. Es erinnerte an eine Stufenpyramide, war allerdings viel flacher, eine Art aus Fels gehauene Bühne. Stufen auf allen Seiten führten zu einem Quadrat von rund drei Metern Kantenlänge hinauf. Im Zentrum befand sich ein hüfthoher steinerner Würfel, dessen Seiten, genau wie die senkrechten Flächen der Stufen ringsum, mit primitiven Reliefs verziert waren. Trotz der dicken Schicht aus Moos und Flechten, die die Flächen überwuchert hatte, waren die eingemeißelten Szenen deutlich zu erkennen.

Die Motive waren höchst fremdartig, die Art der Darstellung ähnelte keinem bekannten Kulturkreis der Erde. Fast alle Abbildungen zeigten Menschen, Hunderte von ihnen, winzig klein wie Ameisen. Sie schienen eine Gruppe gigantisch großer Geschöpfe zu verehren, möglicherweise Drachen oder Dinosaurier - wenngleich einige dafür eindeutig zu viele Arme, Augen und sogar Köpfe besaßen. Die Menschlein knieten oder lagen zu Füßen der Kreaturen auf dem Boden, andere warfen sich scheinbar willenlos in deren riesenhafte aufgerissene Mäuler.

Das Knirschen brechender Äste mischte sich in den auf- und abschwellenden Rhythmus der Trommeln. Zwischen den Farnbüschen, die die Lichtung wie eine grüne Mauer umgaben, entstand Bewegung. Kreischend erhoben sich zwei rote Paradiesvögel aus ihrem Versteck im Blattwerk und taumelten schlaftrunken über die Köpfe der Versammlung davon.

Sekunden später traten fünf weitere Männer aus dem Dickicht. Vier von ihnen hatten tiefschwarz bemalte, mit hellen Knochenmustern verzierte Körper, was sie auf den ersten Blick wie Skelette aussehen ließ. Sie trugen lange Speere, und die wachsamen Blicke, die sie in alle Richtungen warfen, machten unmissverständlich klar, dass sie eine Leibgarde für das fünfte Mitglied ihrer kleinen Gruppe darstellten.

Dieser Mann wirkte in der nächtlichen Szenerie wie ein Gespenst, ein Wesen aus einer anderen Welt. Sein Körper, nackt bis auf einen winzigen Lendenschurz, erstrahlte in leuchtendem Weiß. Über seinen Kopf war eine übergroße Maske gestülpt, an deren Seiten lange, spitz zulaufende

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