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Gefangen zwischen den Welten von Oliver, Sara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2016
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Gefangen zwischen den Welten

EINE REISE IN EINE ANDERE WELT. EINE ENTSCHEIDUNG, DIE DEIN SCHICKSAL VERÄNDERT UND EINE LIEBE ÜBER ALLE GRENZEN HINWEG. 'Bevor sie reagieren konnte, wurde die Tu?r aufgerissen. Erschrocken fuhr Ve hoch. Und stieß einen entsetzten Aufschrei aus, genau wie die Person, die ihr plötzlich gegenüberstand. Es war sie selbst.' Ve und Nicky gleichen sich bis aufs Haar. Doch Ve und Nicky sind keine Zwillingsschwestern. Zwischen ihnen liegen sprichwörtlich Welten! Eine mysteriöse Apparatur hat Ve in ein Paralleluniversum katapultiert - mitten hinein in das Leben ihrer Doppelgängerin. Um in ihre eigene Welt zuru?ckkehren zu können, muss Ve sich mit Nicky verbu?nden, mutiger sein, als sie es jemals zu träumen wagte, und eine große Liebe opfern ... Gina Mayer studierte Grafik-Design und arbeitete als Werbetexterin, bevor sie mit dem Bücherschreiben begann. Inzwischen hat sie viele Romanen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke wurden u. a. für den Deutsch-Französischen-Jugendliteraturpreis und den Hansjörg-Martin-Preis nominiert und mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet. Gina Mayer lebt in Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 24.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473477760
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Die Welten-Trilogie Bd.1
    Größe: 10960 kBytes
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Gefangen zwischen den Welten

Flughafen München, Sonntagabend, 17 Uhr 15. Ve hatte es geschafft. Sie war tatsächlich angekommen. Vor ziemlich genau vierundzwanzig Stunden war sie in Los Angeles ins Flugzeug gestiegen. Ein Direktflug von L.A. nach München dauerte keine elf Stunden - aber Ves Flug hatte zwei Zwischenstopps in New York und in Moskau. IN MOSKAU !

"Das ist ein Witz, oder?", hatte Ve gefragt, als ihre Mutter ihr das Flugticket gegeben hatte.

"Tut mir leid, Mäuschen, es war ein bisschen kurzfristig. Aber der Rückflug geht über Amsterdam."

Ve passierte die Ausweiskontrolle und machte einen großen Schritt auf das Rollband, das die Passagiere zur Gepäckabfertigung brachte. Ein bisschen kurzfristig. Das war die Untertreibung des Jahrhunderts. Vor einer knappen Woche hatte ihre Mutter beschlossen, dass sie dringend nach Kuala Lumpur fliegen musste, um dort eine Firmenfusion vorzubereiten oder irgendeinen anderen Businessdeal einzufädeln. Und weil Ve Sommerferien hatte, sollte sie für diese Zeit nach Deutschland zu ihrem Vater. "Das ist doch ideal. Hier in L.A. kennst du niemanden. Und außerdem hast du deinen Vater schon ewig nicht mehr gesehen."

Das Rollband war plötzlich zu Ende, Ve wäre fast gestolpert. Sie war total übermüdet. Während des Flugs hatte sie so gut wie überhaupt nicht geschlafen. Der Kerl neben ihr hatte nach Knoblauch und Schweiß gestunken und zu allem Überfluss auch noch laut geschnarcht.

Ve gähnte. Sie hätte sich gerne die Zähne geputzt. Und die Haare gewaschen. Vor ein paar Tagen hatte sie sie schneiden lassen. Die coole Friseurin in L.A. hatte sie zu einem stylishen, schulterlangen Bob überredet, der jetzt unter Garantie nicht mehr stylish aussah, sondern total daneben. Eine Dusche und dann ins Bett - das wär's, dachte Ve. Aber sie war noch lange nicht am Ziel. Ihr Vater wohnte schließlich nicht mehr in der Stadt, sondern in irgendeinem winzigen Kaff weit oben in den Bergen.

Ve kannte das neue Haus ihres Vaters noch nicht und eigentlich wollte sie es auch nicht kennenlernen. Sie erinnerte sich mit Grausen an die vollgestopfte, stickige Münchener Dachgeschosswohnung, in der sie im letzten Jahr zwei endlose Ferienwochen verbracht hatte. Tagsüber hatte sie in Cafés abgehangen oder war shoppen gegangen, während ihr Vater über seinen Formeln gebrütet hatte. Nach dem Abendessen hatten sie den Tisch zur Seite geschoben, so dass sie das Gästesofa ausklappen konnten. Ve war jedes Mal mit dem Gefühl der Erleichterung eingeschlafen, dass wieder ein Tag überstanden war.

In dem Bergkaff, in dem ihr Vater jetzt lebte, war es bestimmt noch langweiliger. Mit etwas Glück hatte sie wenigstens ein Zimmer für sich allein.

Ve gähnte wieder. Hoffentlich wartete ihr Vater hinter der Zollabfertigung auf sie. Im letzten Jahr war er nämlich zwei Stunden zu spät gekommen, weil er sich die Ankunftszeit falsch notiert hatte.

Sie folgte dem Strom der Passagiere in eine große Halle. Wie riesige Zungen streckten sich die Gepäckbänder in den Raum. Auf einem der Displays blinkte ihre Flugnummer, darunter glitten bereits die ersten Koffer heran.

Die Passagiere stürzten sich auf das Band, fuhren dabei die Ellenbogen aus und schubsten und drängelten, als ginge es um ihr Leben. Ve beschloss, erst mal abzuwarten, bis sich das Gedränge aufgelöst hatte.

Aber bevor sie zurücktreten konnte, versetzte ihr jemand einen Stoß in den Rücken. Sie vermied in letzter Sekunde einen Zusammenprall mit ihrem Vordermann, stolperte zur Seite und knickte mit dem Fuß um. Ein stechender Schmerz jagte durch ihren linken Knöchel. "Fuck!" Auf dem rechten Fuß hüpfend drehte sie sich um und sah dem Typ, der sie angerempelt hatte, dabei kurz in die Augen.

Er war nicht viel älter als sie, siebzehn oder achtzehn. Und er sah ziemlich

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