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Glamour Girl Giftige Wahrheit von Uebach, Evelyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.02.2019
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Glamour Girl

Upper Class Drama deluxe. Tief verletzt von Robins Verrat kehrt Vicky sich von der Glamourgesellschaft Saya Nord ab. Hin und her gerissen zwischen Sehnsucht und Rachegelüsten, schmiedet sie mit Clea einen Plan. Doch während Clea der Regentschaft immer näher kommt, entpuppen sich Robins Gefühle für Vicky als echt. Hat ihre gemeinsame Zukunft eine Chance? Der zweite Band der Reihe 'Glamour Girl. Giftige Wahrheit' ist das packende Finale über Lügen, Liebe und gelüftete Geheimnisse. Evelyn Uebach ist in Hilchenbach im Siegerland aufgewachsen und zog nach ihrem Abitur 2013 in den Süden. In der Nähe von Stuttgart durchläuft sie im Rahmen einer Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print die verschiedenen Verlagsabteilungen. Nach ihrem ersten vollständigen Manuskript mit zehn Jahren, das stolze 20 A4-Seiten umfasste, hat sie nicht mehr mit dem Schreiben aufhören können. Seit 2012 führt sie gemeinsam mit ihrer Schwester einen Buch- und Kunstblog.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 21.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180743
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
    Serie: Glamour Girl .2
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Glamour Girl

Katerstimmung

1. Vicky

Ich nahm ein weiteres blaues Porzellan-Elefäntchen aus der Knisterfolie, in der es eingewickelt gewesen war. Es lag kühl in meiner rechten Hand, während ich mit der anderen ein paar seiner Geschwister in der Vitrine umsortierte. Neben den ganzen maritimen Souvenirs - den Miniaturausführungen des Holstentors, den Postkarten, Taschen, Tassen, Magneten und was es sonst noch in dem kleinen Touristenladen gab - wirkten die Figuren irgendwie fehl am Platz. Ich mochte sie.

In dem schmalen Gang zwischen den Verkaufsregalen hinter mir beriet gerade ein altes Ehepaar darüber, welches der historischen Schiffsplakate sich an ihrer Flurwand am besten machen würde. Im Hintergrund lief leise das Radio.

Ich gab mir alle Mühe, mir eine Auszeit vom Kopfzerbrechen zu gönnen, meine Grübeleien und das Pläneschmieden auf den Feierabend zu verschieben, aber natürlich waren meine Gedanken bei Blanche. Ich hatte nichts von ihr gehört in den nun schon sechs Wochen, die seit meinem Rausschmiss aus der Saya Nord vergangen waren. Anderthalb Monate, Sommerferienlänge, eine Ewigkeit.

Was hatte Robin bloß vor? Er machte es nicht öffentlich, dass Blanche Harmonie geworden war, ließ sie aber auch nicht frei.

Ich hatte so viele Möglichkeiten durchgespielt - keine von ihnen konnte erklären, was passiert war. Nur eins wusste ich: Die Sache war zu kompliziert, um überstürzt zu handeln, und ich zu tief verwundet für einen gut ausgeführten Gegenschlag. Deswegen hatte ich mir Zeit genommen, so schwer mir das auch gefallen war. Ich hatte abgewartet und beobachtet, während sich absolut nichts tat und die immer gleichen Fragen an meinen Nerven zerrten. Doch damit war jetzt Schluss! Für heute hatte ich mir fest vorgenommen, einen Anruf zu machen. Egal, wozu das führen oder nicht führen würde - damit würde ich das Schlachtfeld betreten und es nicht wieder verlassen, bevor Blanche frei war und ich die ganze Wahrheit kannte.

Auch wenn es mir davor graute, mich alldem zu stellen. Noch immer war ich viel zu aufgewühlt, und noch immer hatte mein minderbemitteltes Herz nicht vergessen, wie Robin es berührt hatte. Im Gegensatz zu mir war dem blöden Ding wohl vollkommen schnuppe, wie sehr es sich an ihm verbrannt hatte.

Ich bückte mich erneut und schaute im Karton nach, wie viele Elefanten ich noch unterbringen musste. Da schlug mir plötzlich jemand die Hand so fest auf die Schulter, dass ich vor Schreck beinahe vorwärts in die Vitrine gefallen wäre. Gerade noch konnte ich mich mit der Hand am Boden abstützen.

"Na, wenn das nicht die verlorene Tochter ist!"

Seine Stimme hier zu hören, war seltsam irreal. Es fühlte sich an, als würde ich einen Unfall beobachten.

"Chris", brachte ich heraus, bevor ich mich langsam aufrichtete und zu ihm umdrehte. Der Laden war so eng und vollgestopft, dass er viel zu dicht vor mir stand.

"Ich habe verschiedene Theorien darüber, warum du hier bist."

"Und ich will keine davon hören." Zu meinem Glück war gerade eine Frau hereingekommen, die mit einigen Karten von draußen auf die Kasse zusteuerte. Ich schob mich am Lieblingsmitarbeiter meines Vaters vorbei und eilte zu ihr. Ich machte mir keine große Hoffnung, dass Chris einfach wieder gehen würde. Aber er konnte mich ja nicht zwingen, mit ihm zu reden. Als ich das Wechselgeld herausgab, hatte er sich hinter die Frau gestellt, als sei er ein Kunde. Mit einem Abschiedsgruß verließ sie den Laden.

"Süß!" Chris knallte einen der kleinen Elefanten so heftig vor mich auf die Theke, dass ich glaubte, er würde zerbrechen. Doch das Tierchen war widerstandsfähiger als gedacht. Ich legte schützend meine Hände darüber.

"Du brauchst wohl dringend Kohle? Muss demütigend für dich sein." Mit einem überheblichen Lächeln musterte er mein Namensschild, das auf Brusthöhe an meinem Shirt befestigt war. Es stand e

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