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Gryphony 2: Der Bund der Drachen von Peinkofer, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2015
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Gryphony 2: Der Bund der Drachen

DAS BÖSE SCHLÄFT NIE Ein mysteriöser Fremder quartiert sich im Hotel von Melodys Großmutter ein und entpuppt sich als Agent des Drachenordens. Melody kann nicht verhindern, dass der Bund der Drachen ihren treuen Greif Agravain in Ketten legt und sogar ihren Freund Roddy entführt. Alle Hoffnung scheint verloren, als sie von unerwarteter Seite Hilfe bekommt. Michael Peinkofer, Jahrgang 1969, entdeckte schon früh seine Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen. Mit dem historischen Roman 'Die Bruderschaft der Runen' und seinen Fantasy-Werken gelang ihm schließlich der Sprung auf die Bestsellerlisten. Erfolgreich ist er auch im Kinder- und Jugendbuch, dem seine besondere Vorliebe gilt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473476770
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Gryphony Bd.2
    Größe: 4200 kBytes
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Gryphony 2: Der Bund der Drachen

In der Schule war alles beim Alten geblieben.

Na ja, fast alles.

Ashley McLusky und ihre Zicken-Clique behandelten Melody zwar immer noch wie einen Menschen zweiter Klasse, aber wenigstens hatten sie ihr schon eine ganze Weile lang keine Streiche mehr gespielt. Seit ihr rosafarbener Toy-Pudel Pom Pom spurlos verschwunden war, warf Ashley Melody zuweilen verstohlene, manchmal sogar ängstliche Blicke zu. Sie ahnte wohl, dass Melody wusste, was mit ihrem Schoßtierchen geschehen war. Aber natürlich biss sie sich eher die Zunge ab, als Melody danach zu fragen.

Ashley und Melody mieden einander und das war vermutlich auch besser so. Zumal es Ashleys Vater, einem auf der Insel bekannten und ziemlich mächtigen Baulöwen, nicht gelungen war, sich Grannys Stone Inn unter den Nagel zu reißen. Er hatte es abreißen und an seiner Stelle ein Luxushotel mit allem Schnickschnack errichten wollen. Der Fund des Greifenschatzes, der Granny wieder mit Geld versorgt hatte, hatte dies in allerletzter Sekunde verhindert.

Schon bald nach dem großen Abenteuer, das Melody gemeinsam mit Agravain und Roddy bestanden hatte, war wieder der Alltag eingekehrt. An den Wochenenden und an den schulfreien Nachmittagen half Melody Granny Fay in der Pension. Und wenn am frühen Montagmorgen der Wecker rappelte, begann wieder alles von vorn: Schule und Arbeit. Granny Fay, die immer schon früh auf den Beinen war, um das Frühstück für die Gäste zuzubereiten, buk für Melody einen frischen Pfannkuchen. Dann ging es auch schon raus aufs Rad und zur Schule.

An diesem Morgen wartete Roddy an der Kreuzung auf Melody. Sein dunkles Haar sah eigentlich immer so aus, als hätte es noch nie einen Kamm aus der Nähe gesehen. An diesem Morgen jedoch stand es besonders wirr in alle Richtungen ab und seine Brillengläser waren beschlagen.

"Ja, sag mal, wie siehst du denn aus?", erkundigte sich Melody verwundert.

"Hab verschlafen", erklärte Roddy nur. Seine Eltern betrieben in Brodick eine Zoohandlung und waren ziemlich beschäftigt, sodass er sich morgens um sich selbst kümmern musste. "Hatte kaum noch Zeit fürs Frühstück."

"Hast du dir deswegen was davon mitgenommen?", fragte Melody und deutete auf die frischen Flecken auf seinem Schulpullover.

"Sehr witzig."

Sie traten in die Pedale und nahmen den Küstenweg nach Lamlash, wo sie beide die Arran Highschool besuchten. Über dem Meer war die Sonne bereits aufgegangen. Ein warmer Sommertag kündigte sich an, wie geschaffen für ein paar Stunden am Strand. Aber daraus würde wohl nichts werden, denn am Nachmittag musste Melody wie immer in der Pension mithelfen.

Am frühen Morgen kam Melody der Schulhof immer vor wie ein Waschbecken voller Wasser, aus dem man den Stöpsel gezogen hatte: Von überall her strömten die Schüler herbei, nur um murmelnd und gurgelnd in den Haupteingang gesogen zu werden. Auf den Gängen herrschte aufgeregtes Geschnatter; die Jungen neckten sich, die Mädchen tauschten den neuesten Tratsch aus - und ein Gerücht machte in Windeseile die Runde.

"Habt ihr's schon gehört?", rief Troy Gardner ihnen entgegen. "Ein Neuer ist an der Schule - und er kommt in unsere Klasse!"

"Oje, der arme Kerl!", raunte Roddy Melody zu. "Dann muss er sich erst mal Ashleys Mode-Check stellen. Und wehe, er fällt durch."

Dieser Einschätzung konnte Melody nur zustimmen.

Ashley war die unumstrittene Königin nicht nur ihrer Klasse, sondern der gesamten Schule. Und das nicht nur, weil ihrem Vater, dem Bauunternehmer Buford McLusky, die halbe Insel gehörte. Sondern auch, weil sie mit Abstand das hübscheste Mädchen der Schule war, mit langem blondem Haar und Beinen bis zum Hals. Die meisten anderen Mädchen wollten so sein wie sie. Die Jungen flatterten um sie herum wie Motten um das Licht, auch wenn sie sonst behaupteten, dass sie Mädchen total doof fänden.

Ashley hatte auch schon einen Freund: Maxwell Fraser, ein wahrer Sch

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