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Heartbeat. More than a kiss von Severin, Ira (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2018
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Heartbeat. More than a kiss

Harper, 17, ist auf dem Weg zu ihrer Mutter nach Kalifornien. Allerdings sitzt sie nicht im Bus, sondern auf dem Beifahrersitz eines völlig Fremden. Zumindest fast fremd, immerhin haben sie sich, sehr zu Harpers eigener Überraschnung, schon geküsst. Luc entpuppt sich jedoch als amüsanter Reisebegleiter, zu dem sich Harper immer mehr hingezogen fühlt, bis sie nach einer gemeinsam verbrachten Nacht völlig ihr Herz an ihn verliert. Doch nicht nur sie ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit, auch Lucs Geheimnis stellt die Liebe der beiden auf eine harte Probe. 'Heartbeat' ist die neue Reihe für Fans von sinnlichen Liebesgeschichten über starke Gefühle und intensive Anziehung.

Ira Severin liebt Bücher bereits seit ihrer frühen Kindheit und findet, dass es nichts Spannenderes gibt als Menschen, ihre Schicksale und ihre Geschichten. Nach dem Studium der Anglistik und Germanistik und diversen Erfahrungen in 'handfesten' Berufen entschloss sie sich daher schließlich, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Heute arbeitet Ira Severin als Autorin und Übersetzerin und hat unter verschiedenen Pseudonymen schon zahlreiche Romane für Jugendliche und Erwachsene geschrieben. Ira Severin lebt im idyllischen Osnabrücker Land.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 316
    Erscheinungsdatum: 18.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180590
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
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Heartbeat. More than a kiss

"Zweihundertfünfunddreißig Dollar?" Entsetzt starre ich die Frau am Schalter an, die ungerührt meinen Blick erwidert.

"Ist 'ne weite Strecke", sagt sie, als ich mich nach einer Weile immer noch nicht rühre. "Und wir haben kostenloses Wi-Fi in jedem Bus."

Na toll! In meinem Portemonnaie stecken fast genau hundertachtzig Dollar. Unterwegs muss ich mir Proviant kaufen, und ein paar Dollar für Notfälle brauche ich auch.

"Wie weit komme ich auf der Strecke von New York nach Los Angeles mit hundertfünfzig Dollar?", erkundige ich mich.

Die Fahrkartenverkäuferin runzelt die Stirn, während sie auf ihren Monitor sieht. "Bis nach Kansas City."

"Dann bitte ein Ticket nach Kansas City." Ich gebe ihr die hundertfünfzig Dollar und bekomme noch ein bisschen Kleingeld zurück. Irgendwie werde ich von Kansas City aus schon weiterkommen. Notfalls muss ich Mom bitten, für die restliche Strecke aus der Ferne mit ihrer Kreditkarte zu bezahlen.

Während mir die Ticketdame den Fahrschein hinschiebt, erklärt sie, dass ich mein Gepäck schon aufgeben kann, obwohl mein Bus erst in ein paar Stunden fährt.

Das erledige ich dann auch gleich. Meine Reisetasche ist zwar nicht sonderlich schwer, aber es ist viel bequemer, wenn ich nicht ständig auf sie aufpassen muss.

Bevor ich zu Hause losgefahren bin, habe ich mich in die Küche geschlichen und ein Joghurt und eine Banane gegessen. Trotzdem knurrt mir schon wieder der Magen. Blöd, dass ich keine Sandwiches mitgenommen habe. Ich dachte, hundertachtzig Dollar seien eine Menge Geld und würden locker für das Ticket und die Verpflegung unterwegs reichen.

Ich setze mich auf einen der gepolsterten Sitze in einer ruhigen Ecke und beschließe, noch mindestens zwei Stunden durchzuhalten, bis ich mir ein Frühstück kaufe. Je später ich esse, umso länger bleibe ich satt. Das spart Geld.

Ob Dad schon gemerkt hat, dass ich nicht da bin? Ich ziehe mein Handy aus der Tasche und zögere, auf das Display zu schauen. Wenn ich an meinen Vater denke, spüre ich immer noch die Wut und die Enttäuschung in meinem Bauch. Eigentlich geschähe es ihm nur recht, ein bisschen Angst um mich auszustehen. Aber ich weiß nur zu genau, was passieren würde, sobald er feststellt, dass ich verschwunden bin. Also ist es besser, ich schreibe ihm ein paar Worte, bevor er die Polizei, die Seenotrettung, das FBI und jeden Fernsehsender im Land informiert.

Hastig tippe ich: "Musste mal raus. Alles okay. Harp."

Die Nachricht soll klingen, als wäre ich nur kurz an den Strand gegangen. Wenn ich Dad verrate, dass ich auf dem Weg zu Mom bin, kommt er noch drauf, wo ich momentan gerade rumhänge. Denn dass er mich sucht, wenn er nur die leiseste Ahnung hat, wo ich sein könnte, ist klar. Vor allem weil er mir nicht zutraut, von New York nach L.A. zu fahren, ohne unterwegs einem Meuchelmörder in die Hände zu fallen. Schätzungsweise braucht Dad noch fünf bis zehn Jahre, um zu begreifen, dass ich ohne seine Zustimmung sogar nach Timbuktu auswandern kann, wenn ich Lust dazu habe.

Mom werde ich erst schreiben, dass ich auf dem Weg zu ihr bin, wenn ich im Bus sitze. Sie würde Dad sofort anrufen, und schon wäre er unterwegs zur nächsten Greyhound-Station.

Um mir die Zeit zu vertreiben, scrolle ich ein bisschen durch Instagram. Bei meinen Freunden gibt es nichts Neues. Natürlich nicht. Die schlafen wahrscheinlich noch alle. Und wo sie gestern Abend waren, weiß ich natürlich auch: bei meiner Geburtstagsparty am Strand.

Ich darf gar nicht daran denken, dass ich meine Freunde vielleicht erst in den nächsten Ferien wiedersehe. Falls wir dann vollzählig sind, was ich eigentlich nicht glaube. Trotzdem überlege ich keine Sekunde, wieder nach White Harbor zurückzufahren. Das mit Dad und mir funktioniert einfach nicht. Die Sache an meinem Geburtstag war nur der Punkt, an dem ich endgültig festgestellt habe, dass ich nicht mehr bei ihm wohnen will.

Mome

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