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Heartbeat. Wait for me von Fitzgerald, Taylor (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2018
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Heartbeat. Wait for me

Große Liebe in Montana
New York, Elite College, behütete Verhältnisse: Die 18-jährige Pearl fällt tief, als ihr Vater ins Gefängnis wandert und sie mit Mutter und Bruder zu Tante Rose auf eine Farm in Montana ziehen muss. Immerhin: Die Männer in Montana sind ziemlich attraktiv! Besonders Caden, der attraktive Sohn des Ranchbesitzers, den sie gleich an ihrem ersten Abend kennenlernt. Die Anziehung zwischen den beiden ist so groß, dass sie einander kaum widerstehen können. Doch Caden zögert, er kann oder will Pearl nicht geben, wonach sie sucht. Aus Trotz wendet sie sich River, dem Bad Boy der Stadt, zu - nicht ahnend, dass River und Caden eine gemeinsame Vergangenheit haben ...

Taylor Fitzgerald studierte in Berkeley und an der Wesleyan University in den USA Literatur und Philosophie und schrieb im Anschluss eine Promotion, die so langweilig war, dass sie damit begann, Romane mit viel Liebe und Humor zu schreiben, um sich abzulenken. Heute schreibt sie Jugendbücher, romantische Komödien und Sachbücher und entwickelt zudem Drehbücher. Die Idee zu Wait for me entstand im Sommer während eines Ausritts auf Blue, einem Quarter Horse, auf einer Ranch in Montana.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 06.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180705
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
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Heartbeat. Wait for me

Der Sonnenuntergang war alles andere als atemberaubend gewesen. Jetzt kroch Nebel über die Ebene und überzog das Weideland, das sich bis zu den Bergen erstreckte, mit einem gräulichen Filter. Die Ausläufer einer Rinderherde verschwanden in der Dämmerung. Nicht, dass ich in New York viele spektakuläre Sonnenuntergänge gesehen hatte. Aber von unserer alten Wohnung aus konnte man immerhin auf die Park Avenue schauen. Mein Vater hatte immer Wert auf eine gute Adresse gelegt. Das war vorbei. Das Gefängnis in Utah, in das er verlegt worden war, hatte - da war ich mir ziemlich sicher - keine besonders vornehme Adresse. Und die Ranch meiner Tante in Montana mit dem Ausblick auf weidende Kühe war es definitiv nicht.

Ich stand vor den geöffneten Türen meines Kleiderschranks und kämpfte mit den Tränen. Auf dem altmodischen Bett und den nicht ausgepackten Umzugskisten verteilt lagen dunkelblaue Faltenröcke, Pullover mit Schulemblem, weiße Blusen, das Jackett mit dem Forrest Lake- Logo. Das konnte man in Montana natürlich besonders gut gebrauchen: ein Jackett mit dem Wappen einer elitären New Yorker Schule. Zum Ställeausmisten vielleicht? Ich begann, die Sachen in einen großen Plastiksack zu stopfen.

Wer hätte gedacht, dass all diese Dinge so schnell sinnlose Erinnerungsstücke werden würden? Erinnerungen an eine Zeit, in der mein Leben in Ordnung gewesen war oder zumindest eine klare Richtung hatte. Alles hatte sich um meine Noten gedreht, was zählte, war, dass irgendwann im März dieser dicke Umschlag im Briefkasten lag: mein Ticket nach Harvard. Selbst meine sogenannte Freizeit war mit Dingen gefüllt gewesen, die dazu dienten, die Unis zu beeindrucken.

Der Brief von Harvard war gekommen. Und nicht nur der - alle Eliteunis hatten mich angenommen: Harvard, Princeton, Yale, sogar Stanford. Meine Mitschüler waren grün vor Neid gewesen.

Ich zog ein schwarzes Kleid aus einer Kiste. Es war das einzige kurze Kleid mit tiefem Ausschnitt, das ich besaß. Das Preisschild baumelte noch am Saum. Ich hatte es nie angehabt, weil ich mich darin fühlte wie ein männermordendes Möchtegern-Model. Lula hatte mich zu dem Kauf überredet und gesagt, ich sähe umwerfend darin aus, aber Lula hatte einen völlig anderen Stil als ich, bei ihr war alles kurz und sexy, ganz im Gegensatz zu mir. Wieso sollte ich mich auch wie eine Sexbombe anziehen, wenn ich pünktlich um zehn völlig nüchtern von jeder Party verschwand, weil ich noch für den College-Eignungstest lernen wollte? Es hatte sich allerdings gelohnt, ich hatte die Höchstpunktzahl erreicht. Und wofür? Für Montana und eine Herde Longhorns, offenbar. Aber das Leben als brave Nerd-Pearl war so dermaßen vorbei, wie es nur sein konnte. Für die Montana-Pearl war dieses Kleid perfekt. Mit einer abrupten Bewegung riss ich das Preisschild herunter. Dieser Abend würde ein bisschen anders verlaufen als die letzten siebenhundert.

Ich streifte meine Shorts ab, zog die Blümchenbluse über den Kopf und stopfte sie direkt in den großen Sack zu den rosafarbenen Strickjacken, Haarreifen und der Schuluniform. Dann schlüpfte ich in das schwarze Kleid und stellte mich vor den Spiegel, der in die Tür des Holzschranks eingelassen war. Der Schrank sah so aus, als würde er schon seit zweihundert Jahren hier stehen und hätte schon die Kleidung von meiner Urgroßmutter beherbergt. Wahrscheinlich ein Erbstück, das Tante Rose mit auf die Ranch gebracht hatte.

Das Kleid saß wie eine zweite Haut. Eine zweite Haut, die eine Nummer zu klein war. Es presste alle Körperteile zusammen, nur Busen und Po wurden herausgedrückt, als wäre der Stoff an diesen Stellen nachgiebiger. Vorn war das Kleid so tief ausgeschnitten, dass mein Busen herauszuspringen drohte, wenn ich mich nach vorn lehnte. Das Risiko würde ich in Kauf nehmen.

Ich streifte mein Haargummi herunter und schüttelte meine dunkelblonden, glatten Haare, bis sie aussahen, als wäre ich gerade aus dem Bett gestiegen.

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