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Himmelhoch - Alles wegen Isa von Fischer, Franziska (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Himmelhoch - Alles wegen Isa

Friends an der Ostsee
Turbulenzen voraus: Isa verbringt ihr erstes Mal mit Salim, aber ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern. Ihr Bruder Linus trennt sich im Streit von Svea, nachdem sie beim Schüleraustausch in Frankreich fremdgegangen ist. Auch bei der Nachbarin der Zwillinge, Amelie, und ihrem Freund Brar kriselt es, als seine Band immer bekannter und umschwärmter wird. Doch all das tritt in den Hintergrund, als herauskommt, welch tragisches Geheimnis der Neuzugang im Freundeskreis, Melvin, verbirgt ...

Franziska Fischer, geboren 1983 in Berlin, studierte Spanische Philologie und Germanistik an der Universität Potsdam. Heute arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin für Gegenwartsliteratur und Jugendbücher. Einige Reisen nach Mittelamerika und Mexiko haben sie zu ihrem Debütroman "Das Meer, in dem ich schwimmen lernte" inspiriert. Derzeit lebt sie in Berlin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 13.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641162467
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Himmelhoch .2
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Himmelhoch - Alles wegen Isa

Sonntag, 19. Februar

Amélie

W ie siehst du denn aus?"

Ich streiche mir über die fettigen Haare. "Bei uns ist heute Familienentlausung. Und bei dir so?"

Isa verzieht das Gesicht und weicht einen Schritt zurück. "Wie, Entlausung? Wascht ihr euch nicht?"

"Das hat damit nichts zu tun. Grundschule, Hort, viele Kinder, viele Haare, abendliche Familienkuschelstunde. Ein P aradies für Läuse. Kommst du rein? Es ist nämlich ziemlich frisch draußen und ich würde gern die Tür wieder schließen."

Isa schlüpft an mir vorbei, bewahrt aber einen Sicherheitsabstand. Wenn man keine kleinen Geschwister hat, ve rgisst man solche Kindheitsplagen wahrscheinlich schnell. Für uns ist es schon die zweite Entlausung in diesem Schuljahr, wenn auch die erste, die gleich die komplette Familie erwischt hat. Sogar Papa. Dabei hat er beim ersten Mal geprahlt, auf seine Halbglatze würden sich die Viecher nicht verirren. Man darf sie eben nicht herausfordern.

"Und was genau ist das, was du in den Haaren hast?", fragt Isa, nachdem sie ihre Schuhe ausgezogen hat. Sie riecht nach Winter und Meer und ein bisschen nach Pferdestall, aber sie lächelt nicht so wie sonst.

"Anti-Läuse-Lotion aus irgendwelchen Ölen. Noch fünf Minuten, dann kann ich das Zeug auswaschen."

Gemeinsam betreten wir das Wohnzimmer, wo ein gemütliches Ferienfeuer im Kamin knistert und der Rest der Familie mit ebenso fettigen Haaren wie ich auf dem Sofa kauert und in Büchern und Zeitschriften blättert.

"Isa, ich habe Läuse", ruft Paul und springt auf, um meine Freundin zu umarmen, wie er das immer macht. In letzter Sekunde kann meine Mutter ihn zurückhalten, bevor er auch Isabellas Klamotten mit dem Öl vollschmiert. Wir anderen haben unsere Ladung bereits erhalten.

"Habe ich schon gehört. Herzlichen Glückwunsch, alle zusammen."

Meine Mutter lächelt, während sie aufsteht und Rich tung Küche geht, wo noch ein Rest heißer Schokolade im Topf zurückgeblieben ist. Mit einer Tasse in der Hand kehrt sie zurück.

"Setz dich, Isabella. Es ist auch noch Kuchen da, wenn du magst."

"Danke, nein. Ich habe immer noch Weihnachten auf den Hüften." Sie schaufelt sich trotzdem Sahne in ihre Schokolade, so viel, dass Paul ganz große Augen bekommt. Bevor er jedoch um eine zweite Tasse Kakao betteln kann, schickt meine Mutter ihn zusammen mit meinem Vater nach oben ins Bad. Hinter meinen Ohren und im Nacken kribbelt es immer noch, obwohl das Läusemittel längst die gesamte Kolonie ausgerottet haben müsste.

"Wie geht es Manuela? In letzter Zeit habe ich sie kaum gesehen."

"Ach, okay, denke ich. Sie ist selten zu Hause, das neue Friseurgeschäft läuft noch immer nicht so wie erwartet."

Meine Mutter nickt nachdenklich, als wäre das etwas, das sie vorausgeahnt hat. Dabei kennt sie Isas Mutter erst seit einem halben Jahr, seit wir hier, im Haus neben dem von Isas Familie, eingezogen sind.

"Grüß sie mal von mir." Damit geht meine Mutter ebenfalls nach oben, um zu überprüfen, ob die beiden Männer allein zurechtkommen. Vermutlich nicht. Das Badezimmer wird bereits überschwemmt sein.

"Ehrlich, ich hätte auch gern so eine Mutter wie du", meint Isa seufzend und rührt in ihrer halb vollen Tasse. "Meine hat mir schon seit Ewigkeiten keinen Kakao mehr gemacht. Falls sie das überhaupt jemals getan hat, ich kann mich nicht daran erinnern."

"Ach komm, sei nicht so ungerecht. So schlimm ist sie doch gar nicht."

"Na ja." Isa rollt mit den Augen, dann trinkt sie in einem Zug die restliche Schokolade aus. "Du hättest das Theater gestern Abend erleben sollen, als ich sie gefragt habe, ob Salim mal bei mir schlafen kann. Sie soll froh sein, dass ich sie überhaupt frage und ihn nicht einfach in mein Zimmer schmuggle, wenn sie nicht da ist. Gelegenheit dazu hätte ich allemal."

"Oh." Ich zögere. Manche Fragen drängen sich einem einfac

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