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Illusion Das Zeichen der Nacht (2) von Alonso, Ana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2013
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Illusion

Vieles hat sich verändert, seit Erik in der heiligen Höhle gestorben ist. Die Magie ist nicht mehr nur den Medu vorbehalten, sondern nun auch den Menschen frei zugänglich. Auf den Spuren eines Verräters hält Jana sich in Venedig auf, wo sie sich schon bald in einem verwirrenden Netz aus Täuschungen und Betrug gefangen sieht und abwägen muss zwischen ihren ehrgeizigen Zielen und ihrer Liebe zu Alex.

Ana Alonso arbeitet als Schriftstellerin und Übersetzerin. Ihr Mann Javier Pelegrín ist Lehrer für spanische Sprache und Literatur. Gemeinsam haben sie bereits mehrere in Spanien hoch erfolgreiche Jugendbücher geschrieben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 15.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401801360
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Jana und Alex Bd.2
    Größe: 3024 kBytes
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Illusion

Kapitel 2

J ana saß auf dem Balkon mit Blick auf den Canal Grande und schaute gedankenverloren dem Vaporetto nach, das laut knatternd in Richtung Riva degli Schiavoni davonfuhr und im grünblauen Wasser eine weiße Spur zurückließ. Auf dem Marmortischchen neben ihrem Korbsessel stand ein Silbertablett mit einer leeren Kaffeetasse und einer angebissenen Scheibe Toast.

Es war feuchtkalt und ungemütlich. Sie schlug den Kragen ihrer Lederjacke hoch und ließ die Augen von dem Vaporetto zu den Fenstern eines Luxushotels am gegenüberliegenden Ufer wandern.

Nieve hatte wirklich ein Gespür für die passende Unterbringung. Von dem Palazzo aus, den sie gemietet hatte, ganz in der Nähe der Rialtobrücke, hatte man einen fantastischen Ausblick, einen der besten der ganzen Stadt.

Jana seufzte. Ihre frühere Feindin war jetzt zwar sehr freundlich zu ihr, trotzdem war ihr nicht ganz wohl dabei, Nieves Gast zu sein. Eigentlich hatte sie die Reise nach Venedig mit Alex machen und ein Apartment nur für sie beide mieten wollen. Natürlich nichts so Luxuriöses wie den Renaissancepalast der Wächter, aber das wäre auch nicht nötig gewesen. Wenn Alex mitgekommen wäre, hätte die Aussicht auf die Stadt keine so große Rolle gespielt.

Aber leider hatte Alex für die Osterferien andere Pläne gehabt, die ihr allerdings vorgeschoben erschienen waren. Vor allem verstand sie immer noch nicht, warum er nicht bei der Übergabe des Gefangenen dabei sein wollte, zumal der unbedingt mit Jana reden und ihr ein Geheimnis anvertrauen wollte, das nur sie erfahren durfte.

Schon als Glaukos, der Anführer der Varulf, sich bei ihr gemeldet und ihr von Argos Forderung erzählt hatte, hatte Alex skeptisch reagiert. Er hielt das Ganze für eine Falle, die Argo, der frühere Wächter, seinen alten Feinden stellen wollte. Und dafür hatte er sich seiner Meinung nach Jana ausgesucht, weil er sie mehr hasste als alle anderen. Alex' Verdacht klang plausibel, aber Jana war trotzdem irritiert. Für wen hielt ihr Freund sie eigentlich? Sie war nicht so naiv, sich von Argo einwickeln zu lassen. Sie würde die Gelegenheit nutzen, um ihn auszuhorchen, und er würde es nicht einmal merken. Glaukos hatte ihr erzählt, Argo sei sterbenskrank. Im Gegensatz zu den übrigen Wächtern hatte Alex' Entscheidung, die Magie der heiligen Höhle freizusetzen und allen Menschen zugänglich zu machen, ihn gesundheitlich angegriffen. Glaukos zufolge hatte sich sein Zustand in den letzten Tagen sogar noch verschlechtert. Wenn er wirklich so geschwächt war, würde sie ihm viele Informationen entlocken können.

Es wollte Jana einfach nicht in den Kopf, dass Alex lieber mit seiner Familie Ostern feierte, als diese letzte Episode des Krieges zwischen den Medu und den Wächtern selbst mitzuerleben. Allerdings war er auch lange von seiner Mutter und seiner Schwester getrennt gewesen, all die Monate, in denen er bei den Wächtern in die Lehre gegangen war. Das hatte ihm ziemlich zugesetzt.

Das Problem war, dass Jana sich fast nicht mehr daran erinnerte, wie ein normales Familienleben aussah. Sie hatte ihre Eltern schon vor vielen Jahren verloren und David war nicht gerade ein gewöhnlicher Bruder. Beide hatten sich angewöhnt, zu kommen und zu gehen, ohne dem anderen Bescheid zu sagen. Bei Alex lief das nicht so, trotzdem hätte seine Mutter bestimmt verstanden, dass er in den Osterferien mit Jana nach Venedig fahren wollte. Helena war eine aufgeschlossene Frau und wusste, dass ihr Sohn mit Jana zusammen war. Aber Alex zog es vor, mit seiner Schwester zu lernen, weil sie in Mathe durchgefallen war und eine Nachprüfung ablegen musste; das hatte für einige Aufregung in der Familie gesorgt, denn so etwas war bei Laura noch nie vorgekommen. Mehr wollte Alex offenbar nicht. Es schien ihm völlig egal zu sein, dass Argo an die Wächter ausgeliefert werden sollte, und er machte sich offenbar auch keine Gedanken darüber, welche Konsequenzen das h

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