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Im Tal des Falken von Schröder, Rainer M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2016
  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Im Tal des Falken

Die Suche nach dem Tal des Falken in Ägypten geht weiter: Von Kairo aus führt Tobias und seine Gefährten Sadik und Jana ihr Weg den Nil hinauf in die Wüste. Doch was wird sie in dem sagenumwobenen Tal erwarten? Wertvolle Pharaonenschätze? Oder ist vielleicht doch alles nur ein Hirngespinst, dem sie hinterherjagen? Zu allem Übel ist ihnen ihr Widersacher Graf Armin von Zeppenfeld, der sie bereits durch ganz Europa verfolgt hat, noch immer dicht auf den Fersen. Das spannende Finale der "Falken"-Reihe von Rainer M. Schröder. Rainer M. Schröder alias Ashley Carrington zählt mit einer Gesamtauflage in Deutschland von fast sechs Millionen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern von Abenteuerromanen, Jugendbüchern sowie historischen Romanen. Nach ersten Bucherfolgen in den 80ern ließ er sich mit seiner Frau Helga in den USA nieder und verbrachte einige Jahre auf seiner Farm in der Halbwildnis von Süd-Virginia, dem Ausgangspunkt zahlreicher Abenteuerreisen, bei denen er unter anderem zwischen Kuba und Key West erfolgreich nach versunkenen Schätzen getaucht hat, in einer Goldmine in den Bergender Sierra Nevada gearbeitet hat oder abenteuerliche Reisen auf eigene Faust durch den Amazonas, Australien und die südlichen Länder Afrikas unternommen hat. Heute lebt Rainer M. Schröder mit seiner Frau in Palm Coast / Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 268
    Erscheinungsdatum: 06.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957511669
    Verlag: hockebooks
    Größe: 2275 kBytes
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Im Tal des Falken

In Liebe meiner Frau Helga,
die das größte Abenteuer mit mir wagt:
die Karawane der Träume!
Erstes Buch:
EI Qahira - Stadt der tausend Minarette

Oktober - November 1830
In einer anderen Welt

Der Morgen dämmerte über Kairo herauf und der Ausblick von Odomir Hagedorns Dachterrasse war atemberaubend. Überwältigt von dem Panorama, das sich seinen Augen darbot, lehnte Tobias Heller an der hüfthohen Lehmmauer.

"Könnte ich doch bloß malen und dieses Bild festhalten!", murmelte Jana neben ihm andächtig.

"Ja", sagte Tobias nur und die klare Stimme des Muezzins, der mit seinem fremdartigen Sprechgesang aus der luftigen Höhe des Minaretts die Gläubigen zum Morgengebet rief, trug in der Stille des jungen Tages weit.

Halb rechts vor ihnen, jenseits einiger luxuriöser Sommerpaläste inmitten schattiger Gärten, erhob sich am Nilufer die Große Moschee von Boulaq, dem Haupthafen von Kairo und um die zwei Kilometer nordwestlich der Stadt gelegen. Ihre mächtige Rundkuppel wurde von einem goldenen Halbmond gekrönt, der auf einer sich nach oben hin verjüngenden Säule aus vier Kugeln ruhte. Neben der Moschee, umschlossen von vier Seitentrakten mit Bogengängen, ragte das Minarett anmutig und schlank wie ein gespitzter Bleistift in den Himmel.

Dunst lag wie ein zarter Schleier über den dunklen Fluten des Nils und hing zwischen den Palmen, Akazien und Sykomoren. Bauchige Barken und flache Feluken lagen in mehreren Reihen Bordwand an Bordwand am Ufer vertäut. Die ausgebleichten Segel bauschten sich an Deck zu dicken Tuchrollen und warteten darauf, hochgezogen zu werden, um den heißen Wüstenwind aufzufangen. Die Mannschaften der Boote hatten sich an Deck versammelt, ihre Gebetsteppiche ausgebreitet und mit dem Gesicht gen Mekka begonnen, die vier rakats des Morgengebetes zu verrichten. Über ihnen strebten, gekrümmt wie die Spielzeugbogen von Riesenkindern, die Masten mehr als fünfundzwanzig Meter empor. Aus der Entfernung wirkten sie besonders bei den Feluken, die mittschiffs kaum einen Meter aus dem Wasser ragten, zerbrechlich wie Streichhölzer.

"Da! ... Die Pyramiden!", rief Jana begeistert und deutete über den Strom, wo hinter den Palmen grüne Felder tief in die Wüste reichten. "Man kann sie von hier aus tatsächlich sehen!"

Im heller werdenden Licht des neuen Tages waren die Umrisse der Pyramiden von Gizeh deutlich zu erkennen. Die gewaltigen Monumente, seit Jahrtausenden stumme Zeugen der Geschichte, wuchsen viele Kilometer vom Nil entfernt aus dem Sand der Wüste in den Morgenhimmel, der nun rasch das trübe Grau der Dämmerung verlor. Er nahm ein pastellweiches Blau an, auf das die Sonne kräftige Lichtfelder in Rot und Gelb malte. Am östlichen Horizont blühte zwischen Himmel und Erde kurzzeitig sogar ein zartes Lindgrün auf.

"Wie riesig sie sein müssen, wenn sie schon aus so großer Entfernung zum Greifen nahe erscheinen!", sagte Tobias beeindruckt, als die Sonnenstrahlen über die Spitzen der Pyramiden wanderten.

Jana schüttelte den Kopf, dass ihre langen schwarzen Haare flogen, und sagte mit einem versonnenen Lächeln: "Es kommt mir wie ein phantastischer Traum vor, dass wir in Ägypten sind und dass der Nil und die Pyramiden vor unseren Augen liegen."

Tobias nickte. Auch ihm kam es wie ein Wunder vor, dass sie Ägypten endlich erreicht hatten. Was lag nicht schon alles an Abenteuern und Gefahren hinter ihnen. Vor den Toren von Mainz auf Gut Falkenhof , dem trutzigen Landgut seines Onkels und Universalgelehrten Heinrich Heller, hatte vor über einem halben Jahr alles begonnen. Und zwar mit dem Besuch von Armin Graf von Zeppenfeld. Dieser ehemalige Offizier und skrupellose Glücksritter hatte nichts unversucht gelassen, um in den Besitz jenes geheimnisvollen Spazierstocks mit dem Knauf in Form eines silbernen Falken zu gelangen. Niemand hatte damals gewusst, was es mit dem Falkenstock auf sich hatte, nicht einmal Sadik

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