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Immortal Beloved 3 - Entfesselt von Tiernan, Cate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2016
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
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Immortal Beloved 3 - Entfesselt

Nur knapp ist Nastasja Incys Gewalt und damit dem Tod entronnen. Jetzt ist sie nach River's Edge zurückgekehrt, wo die zarten Bande zwischen ihr und Reyn wieder aufleben. Doch ihre Liebe ist nicht ungetrübt, denn schon bald tauchen Rivers mächtige Brüder auf, die nur ein Ziel haben: River vor Nastasja zu schützen. Die Vorwürfe Nastasja gegenüber häufen sich, als immer wieder Unsterbliche von Unbekannten angegriffen werden und klar wird, dass es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Ist Nastasjas und Reyns Liebe stark genug, um alle Anfeindungen zu überstehen und am Ende zu siegen? Die Immortal Beloved-Trilogie überzeugt mit einer fantastischen Geschichte, zeitlosen Charakteren und einer unsterblichen Liebe. Ein Muss für alle, die gerne Romantasy lesen! 'Entfesselt' ist der letzte Band der Immortal Beloved-Trilogie. Die beiden Vorgängertitel lauten 'Entflammt' und 'Ersehnt'. Cate Tiernan wurde 1961 in New Orleans geboren. Nach ihrem Studium der Russischen Sprache und Literatur begann sie in der Kinder- und Jugendbuch-Redaktion von Random House ihre berufliche Karriere, die aber schon bald eine andere Richtung einschlug. 'Umgeben von so vielen tollen Jugendbüchern und Menschen, die sich so stark für Kinderliteratur begeistern ließen, wuchs in mir der Drang, selbst kreativ zu werden.' Nach insegsamt 8 Jahren Verlagsarbeit zog sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern zurück nach New Orleans und begann, Kinder- und Jugendbücher zu schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 01.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732006656
    Verlag: Loewe Verlag
    Serie: Immortal Beloved Bd.3
    Originaltitel: Eternally Yours
    Größe: 1119 kBytes
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Immortal Beloved 3 - Entfesselt

1

Uppsala, Schweden, 1619

V ali! Vali! Wo bleibt das Mädchen?"

Als ich die Stimme meines Arbeitgebers hörte, hetzte ich aus dem Keller wieder nach oben.

"Hier!", rief ich atemlos und stellte den schweren Kasten mit den Goldfäden auf den Tresen. Die Holztreppe, die in den Lagerraum unter dem Laden führte, war kaum mehr als eine Leiter. Ich hatte mir den Kasten unter den Arm geklemmt und mich mit der freien Hand festgehalten, um nicht kopfüber hinunterzustürzen. Mit der Zeit wurde ich so geschickt wie eine Bergziege, aber ich war erst einen Monat hier, und diese Stufen waren selbst für skandinavische Verhältnisse ungewöhnlich eng und steil. In Kombination mit den langen Röcken und Unterröcken jener Zeit war der Absturz beinahe vorprogrammiert.

Mein Arbeitgeber, Meister Nils Svenson, lächelte seinem Kunden zu. "Vali ist neu hier und muss erst noch lernen, wo alles ist."

Ich deutete einen Knicks an und hielt den Blick gesenkt.

"Sie macht sich aber schon sehr gut. Nicht wahr, Mädchen?" Meister Svenson nickte mir wohlwollend zu und richtete seine Aufmerksamkeit dann wieder auf den Mann, der sich unschlüssig war, ob große Rüschenkragen wirklich aus der Mode kamen oder nicht.

Ich nahm einen Feder-Staubwedel und begann die Stoffballen abzustauben, die an zwei Wänden des Geschäfts lagerten. Mein Meister war einer der angesehensten Schneider von Uppsala und hatte stets die feinsten Stoffe vorrätig. Fein gewebte Wolle, die sich glatt anfühlte und in tiefen Edelsteintönen gefärbt war; weißes und farbiges Leinen in verschiedenen Qualitäten, von hauchfein bis hin zu den kräftigen Stoffen für Reithosen und Mieder; feine Seide aus dem Fernen Osten in schrillen Papageienfarben, die so exotisch waren, dass sie in diesem Land im November vollkommen fehl am Platz wirkten.

Die Silberglocke über der Eingangstür klingelte und eine sehr elegante Dame trat herein. Ich erkannte sofort, dass die türkisfarbene Straußenfeder, die von ihrem Hut herunterhing, mehr gekostet hatte, als ich in sechs Monaten verdiente.

"Da bist du, meine Liebe", sagte der Mann und ergriff sanft ihre Hand, um ihr einen Kuss auf den Handschuh zu hauchen. "Entschuldige meine Verspätung."

"Ach, das macht doch nichts", sagte die Frau geziert. "Beende in Ruhe deine Geschäfte." Sie schien auf ihren feinen Lederschuhen förmlich durch den Laden zu schweben. Einen Moment später stand sie in meiner Nähe. Ich wedelte mit dem Federbüschel und versuchte, ihren wundervollen zartgrauen Umhang mit den aufgestickten schwarzen Blumen nicht zu offensichtlich anzustarren.

"Was für ein exquisites Material", murmelte sie und fuhr mit den Fingerspitzen über den pfirsichfarbenen Brokat, der durch die Silberstickerei schwer und steif war. Sie wandte sich an ihren Mann. "Schatz, du solltest dir wirklich eine Weste -"

Ich weiß nicht, wieso sie mich in diesem Augenblick ansah, aber sie tat es. Ihre blauen Augen glitten gleichgültig über mich hinweg, doch plötzlich hielt sie inne. Mein Gesicht schien ihren Blick anzuziehen wie ein Magnet. Sie verstummte mitten im Satz, die Augen weit geöffnet. Ihre Hand krallte sich in den Brokat, als würde sie ohne diesen Halt umfallen.

"Ja, Liebes?", sagte ihr Mann.

Sie ließ den Brokat los und lächelte etwas gequält. Dann drehte sie den beiden Männern graziös den Rücken zu und sah mir wieder ins Gesicht.

"Du", sagte sie so leise, dass die beiden es nicht hören konnten.

"Ja, Madame?", antwortete ich beunruhigt. Und dann - ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Es ist mir heute noch ein Rätsel. Ich weiß nicht, woran wir es erkennen oder was es ist. Aber unsere Blicke trafen sich und da wussten wir es. Mein Unterkiefer klappte herunter und ich hätte beinahe laut aufgejapst.

Wir hatten einander als das erkannt, was wir waren: unsterblich. Seit fast fünfzig Jahren hatte ich keinen and

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