text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Iskari - Der Sturm naht Roman von Ciccarelli, Kristen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.10.2017
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Iskari - Der Sturm naht

Als kleines Kind lockte Asha einst Kozu herbei, den mächtigsten aller Drachen. Er gab vor, ihr Freund zu sein, doch dann flog er auf und vernichtete mit seinen mörderischen Flammen Ashas Heimatstadt. Um die unverzeihliche Schuld, die sie damit auf sich geladen hat, zu sühnen, ist sie eine Iskari geworden, eine Drachentöterin - die beste und mutigste. Doch ihre größte Prüfung steht noch bevor. Denn ihr Vater, der König, stellt ihr ein schreckliches Ultimatum. Entweder befreit sie das Land endgültig von Kozu - oder sie muss den ihr verhassten Jarek heiraten. Aber Kozu ist unbesiegbar, der Kampf mit ihm selbst für eine Iskari viel zu schwer. Doch Asha ist nicht allein, denn plötzlich stellt sich jemand an ihre Seite. Jemand, der sie noch nicht einmal ansehen dürfte: Torwin, der geheimnisvolle Sklave Jareks ...

Kristen Ciccarelli wuchs in einer großen kanadisch-slowenischen Familie auf. Die weitläufigen Wälder der Niagara-Halbinsel waren der Abenteuerspielplatz ihrer Kindheit. Heute erinnert sie sich in ihren Geschichten an die Wildnis der Natur und lässt ihre Helden gegen gefährliche Drachen kämpfen. ISKARI - DIE GEFANGENE KÖNIGIN ist der zweite Teil ihrer großen Fantasy-Trilogie, die sich auf Anhieb in 11 Länder verkaufte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 02.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641207854
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Iskari - The Last Namsara
    Größe: 1405 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Iskari - Der Sturm naht

1

A sha lockte den Drachen mit einer Geschichte an. Es war eine alte Geschichte, älter als die Berge in ihrem Rücken, und Asha musste sie tief aus ihrem Gedächtnis hervorzerren, wo sie im Verborgenen schlummerte.

Sie wollte es nicht tun. Solche Geschichten zu erzählen war verboten, gefährlich, tödlich sogar. Doch da sie diesen Drachen bereits seit zehn Tagen durch die felsige Tiefebene verfolgten, war ihren Sklaven mittlerweile der Proviant ausgegangen. Sie hatte die Wahl, entweder ohne Drachen in die Stadt zurückzukehren oder gegen das von ihrem Vater verhängte Verbot der alten Geschichten zu verstoßen.

Asha kehrte nie ohne Beute zurück, und sie hatte auch jetzt nicht die Absicht, daran etwas zu ändern. Immerhin war sie die Iskari, und es waren Vorgaben zu erfüllen.

Also erzählte sie die Geschichte.

Heimlich.

Während ihre Jagdhelfer glaubten, sie schärfte ihre Axt.

Der Drache kam, glitt tückisch, ganz wie es seinem Wesen entsprach, aus dem rotgoldenen Boden. Sandkörner rieselten schimmernd wie Wasser an seinem Leib herab, und zum Vorschein kamen stumpfe steingraue Schuppen. Dreimal so groß wie ein Pferd ragte er vor Asha auf und schlug mit dem gegabelten Schwanz, während seine Augen mit den schlitzförmigen Pupillen starr auf das Mädchen gerichtet waren, das ihn gerufen hatte. Das Mädchen, das ihn listig mit einer Geschichte geködert hatte.

Mit einem Pfiff befahl Asha ihren Jagdsklaven, sich hinter die Schilde zu ducken. Dann bedeutete sie den Bogenschützen mit einer Handbewegung, sich zurückzuziehen. Dieser Drache hatte die Nacht unter dem kalten Wüstensand verbracht. Da die Sonne eben erst aufging, war sein Körper noch nicht so warm, dass er hätte fliegen können.

Er saß am Boden fest. Aber derart in die Enge getriebene Drachen kämpften erbittert.

Mit der linken Hand hielt Asha einen rechteckigen Schild, mit der rechten griff sie nach der Wurfaxt an ihrer Hüfte. Das trockene Alfagras raschelte um ihre Knie, während der Drache sie umkreiste, auf eine Unachtsamkeit ihrerseits lauerte.

Das war sein erster Fehler. Asha wurde nie unachtsam.

Sein zweiter war, sie mit Flammen zu attackieren.

Asha hatte keine Angst mehr vor Feuer, seit der Erste Drache höchstselbst ihr eine schlimme Brandwunde zugefügt hatte, die über ihre ganze rechte Seite verlief. Jetzt war sie von Kopf bis Fuß in eine feuerfeste Rüstung gehüllt, gefertigt aus den Häuten all der Drachen, die sie getötet hatte. Das eng an ihrem Körper anliegende Leder und ihr Lieblingshelm, der mit seinen stacheligen schwarzen Hörnern an einen Drachenkopf erinnerte, schützten sie vor dem Feuer.

Sie hielt den Schild erhoben, bis die Flammen erstarben, und sobald der Feueratem des Drachen erschöpft war, warf sie den Schild beiseite. Einhundert Herzschläge hatte sie Zeit, bis die Säure in der Lunge des Drachen wieder aufgefüllt war und er erneut Feuer speien konnte. Bis dahin musste sie ihn getötet haben.

Sie zückte die eiserne Axt. Die gebogene Klinge blitzte im frühen Morgenlicht, der glatte Holzschaft schmiegte sich perfekt in Ashas vernarbte Hand.

Der Drache zischte.

Doch Asha kniff nur die Augen zusammen. Deine Zeit ist abgelaufen.

Bevor er angreifen konnte, zielte und warf sie, genau auf sein Herz. Die Axt versank in der Brust des Drachen, und er schrie und warf sich herum, während sein Blut in den Sand floss. Mit knirschenden Zähnen starrte er sie aus wütenden Augen an.

Genau in dem Moment trat jemand neben sie und störte ihre Konzentration. Als sie den Kopf wandte, entdeckte sie ihre Cousine Safira, die den Schaft einer Hellebarde in den Sand rammte. Safira betrachtete den tobenden Drachen. Ihr dunkles Haar war auf Kinnlänge geschnitten, so dass es ihre kühnen, schrägen Wangenknochen und einen verblassenden Bluterguss an ihrem Kiefer betonte.

"Ich hab dir doch gesagt, du sollst hinter de

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen