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Julia und die Stadtteilritter von Herden, Antje (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2014
  • Verlag: Tulipan Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
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Julia und die Stadtteilritter

Die coolste Bandenheldin seit der Roten Zora! Paul findet Julia cool. Leider hält sie ihn für einen Angeber und lässt ihn links liegen. Doch Paul gibt nicht auf und so wird er in Julias Bande der 'Stadtteilritter' aufgenommen. Ihre Mission: Menschen glücklich machen und das Viertel verschönern. Das klingt erst mal nicht so aufregend, aber dann reißen die Freunde doch noch ein Riesending. Und geraten dabei in große Gefahr.

Antje Herden, 1971 in Magdeburg geboren, studierte etwas Chemie und viel Architektur. Seit 2004 schreibt sie Romane und Kurzgeschichten für Erwachsene und Reportagen für Stadtmagazine und seit 2010 hauptsächlich Kinderbücher. Antje Herden reist am liebsten durch die Welt. Ansonsten arbeitet und lebt sie mit ihren beiden Kindern in Darmstadt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 10.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864292095
    Verlag: Tulipan Verlag
    Größe: 810 kBytes
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Julia und die Stadtteilritter

Heute Nacht habe ich von dem Baumhaus aus Mamas famosem Kindheitserinnerungsbuch geträumt. Allerdings hockte ich ganz alleine da drin und wartete auf die anderen. Bevor die kamen, wachte ich leider auf. Beim Zähneputzen grübele ich darüber nach, wer die anderen wohl gewesen sein könnten. Denn eigentlich habe ich nur eine richtige Freundin.

Herr Radetzky klopft schon das zweite Mal an die Badezimmertür. "Julia, ich muss mich wirklich fertig machen."

"Moment, ich putze mir immer noch die Zähne", blubbere ich zwischen zwei Zahnpastaschaumblasen hervor.

"Wenn du noch länger putzt, werden deine Zähne dünn wie Papier und rasiermesserscharf", sagt Herr Radetzky durch die Tür.

"Quatsch", blubbere ich und eine kleine, weiße Flocke fliegt gegen den Spiegel.

Nach dem Ausspülen fahre ich aber vorsichtshalber mit der Zunge über meine Zahnkante. Alles in Ordnung.

Herr Radetzky ist Mamas Freund. Die meiste Zeit wohnt er bei uns. Eigentlich heißt er gar nicht Herr Radetzky, sondern Michel. Aber Michel ist der Name eines frechen schwedischen Jungen. Weil Mamas Freund weder frech noch Schwede ist, aber den Radetzky-Marsch auf einem Kamm blasen kann, nenne ich ihn Herrn Radetzky. Er hat nichts dagegen. Das gefällt mir.

Später auf dem Schulweg fährt ein BMX-Rad ganz knapp an mir vorbei.

"Hoppsala!"

Es ist Paul. Paul ist ein Angeber und findet sich unheimlich toll. So toll, dass er eigentlich mit niemandem spricht. Er kam erst vor zwei Wochen in unsere Klasse. Aus irgendeinem Grund denkt er, es sei lustig, mich jeden Morgen abzupassen und beinahe umzufahren. Und jedes Mal sagt er "Hoppsala!". Ich finde das total albern.

Dann rast er davon, springt kurz auf den Poller vor der Kirche, rutscht die kleine Mauer runter und fährt im Stehen weiter. Wenn ich in die Klasse komme, beachtet mich "Mister Obercool aus der großen Stadt" aber nicht mehr.

Luisa ist heute nicht da. Der Platz neben mir bleibt leer. Das ist schade. Nun muss ich in der Pause alleine auf dem Schulhof herumstehen. An solchen Tagen will die Zeit überhaupt nicht vergehen. Ob sie plötzlich krank geworden ist oder einfach keine Lust hatte, in die Schule zu gehen?

Unser Deutschlehrer kommt in die Klasse. Herr Hänsel ist nett. Außerdem sieht er süß aus. Findet jedenfalls meine Mutter. Obwohl sie mir so etwas eigentlich gar nicht sagen sollte. Das ist mir nämlich peinlich. Ich weiß auch nicht, wie Herr Radetzky das finden würde.

"Hört mal bitte alle her", sagt Herr Hänsel und schaut erwartungsvoll in die Runde. Dabei sollten wir das doch tun, erwartungsvoll schauen, meine ich. Natürlich nicht in die Runde, sondern ihn an. Aber die meisten fummeln unterm Tisch an ihren iPods und Handys herum oder blättern in Heften und Büchern.

"Heute beginnen wir mit unserem Projekt", fährt Herr Hänsel fort, ohne sich an uns zu stören. Und da schauen ihn doch alle erwartungsvoll an. "Ich möchte, dass ihr jeweils zu viert oder zu fünft eine Projektgruppe bildet."

Oh nein, so etwas mag ich gar nicht! Eine Gruppe zu bilden ist schon schlimm genug. Aber eine Projektgruppe? Was für ein Projekt überhaupt?

"Ihr werdet euch etwas überlegen, an dem ihr gemeinsam arbeiten werdet. Was es ist, steht jeder Gruppe frei. Aber das Projekt muss einen gemeinnützigen oder einen umweltbezogenen Hintergrund haben. Ihr könnt etwas

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