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Kaufhaus der Träume, Band 3: Das Geheimnis des Grünen Drachen von Woodfine, Katherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2018
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Kaufhaus der Träume, Band 3: Das Geheimnis des Grünen Drachen

London um 1900. Als ein unschätzbar wertvolles Drachen-Gemälde aus der Galerie des Luxuskaufhauses Sinclair gestohlen wird, tüfteln Sophie und ihre Freunde sogleich an einem raffinierten Plan, den Dieb zu entlarven. Dabei bekommen es die unerschrockenen Nachwuchsdetektive nicht nur mit Betrug, Verrat und Fälschungen zu tun, sondern auch mit dem finstersten Gangster der Londoner Unterwelt ...

Das traumhafte Finale!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 19.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479238
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Originaltitel: The Mystery of the Painted Dragen
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Kaufhaus der Träume, Band 3: Das Geheimnis des Grünen Drachen

Drei Monate vorher - Juli 1909

Als sie zum Frühstück herunterkam, lag der Brief auf dem Silbertablett in der Diele. Ein länglicher, weißer Umschlag, auf den mit Schreibmaschine ihr Name getippt war: Miss Leonora Fitzgerald . Plötzlich hatte sie einen ganz trockenen Mund und es schnürte ihr den Hals zu. Der Brief konnte nur eines bedeuten.

Doch als sie danach greifen wollte, kam Vincent angeschlendert. Er knöpfte sich noch den Hemdkragen zu. Sie zog die Hand sofort zurück, aber es war schon zu spät.

"Nanu, was ist das denn? Ein Brief ... für dich ?" Er wollte seinerseits danach greifen, aber Leo kam ihm zuvor und schnappte sich den Umschlag. Sie konnte vielleicht nicht so schnell rennen wie andere, aber sie hatte gelernt, dafür in anderen Dingen schnell zu sein.

"Das ist meiner!", sagte sie und wollte weitergehen, aber Vincent packte sie grob am Handgelenk. "Ich weiß, was das für ein Brief ist!", sagte er hämisch. "Er kommt von deiner albernen Kunstschule, stimmt's? Soll ich dir sagen, was drinsteht? Liebe Miss Fitzgerald, es tut uns furchtbar leid, aber wir können an unserem Institut leider keine talentlosen Schmierfinken aufnehmen. " Er drehte ihr den Arm um, und sie schnappte nach Luft, weil es so wehtat. Den Brief ließ sie trotzdem nicht los. "Na, wollen wir ihn mal aufmachen?", höhnte Vincent weiter.

In diesem Augenblick hörten sie den Schlüsselbund der Haushälterin klirren. Mrs Dawes war im Anmarsch. Vincent verzog ärgerlich das Gesicht und ließ Leo los. Sie stopfte den Brief rasch in die Rocktasche und machte sich aus dem Staub.

Das Frühstück war ihr jetzt egal. Sie war viel zu aufgeregt, um etwas herunterzubekommen, und es würde sowieso niemandem auffallen, dass sie fehlte. Vater pflegte sie hinter seiner Zeitung nur mit einem Brummen zu begrüßen, und Mutter nahm ihr Frühstück ohnehin im Bett ein und "ruhte" dann den ganzen Vormittag. Hauptsache, sie war Vincent entkommen und konnte den Brief ungestört öffnen und lesen.

Sie bog um die Ecke, hinter der ein alter Gobelin mit Löwen und Einhörnern darauf an der Wand hing. Leo vergewisserte sich rasch, dass die Luft rein war, dann hob sie den Wandteppich an einem Zipfel an. Er verdeckte eine kleine Tür in der Vertäfelung. Im nächsten Augenblick war sie hindurchgeschlüpft und stand in einem steingefliesten Gang.

Winter Hall war ein riesiges altes Herrenhaus voller Geheimgänge und in Vergessenheit geratener Kammern, für die sich außer Leo niemand interessierte. Die Geheimgänge hatten sie schon als Kind fasziniert - und nützlich waren sie auch. Es war nicht das erste Mal, dass sie ihrer Familie auf diese Weise entwischt war.

Der gewundene Gang endete an einer schmalen Stiege. Der kleine Raum am oberen Ende war eines von Leos bevorzugten Verstecken. Sie hatte ihn mit einem alten Sessel und einer Petroleumlampe ausstaffiert. Hier waren ihre Skizzenbücher vor Vincents neugierigen Blicken sicher, und hier verwahrte sie auch eine Sammlung von Gegenständen, die sie noch abzeichnen wollte, die ihre Nanny aber bestimmt als "ekligen, ollen Müll" abgetan hätte: ungewöhnlich geformte Holzstücke, ein paar kleine Tierschädel, die sie auf ihren Spaziergängen im Park gefunden hatte, und ein leeres Vogelnest.

Und hier oben traute sie sich auch endlich, den Brief zu öffnen. Er war in ihrer Rocktasche ein bisschen zerknittert, was ihn aber nicht weniger kostbar machte. Sie wog ihn kurz in der Hand, dann riss sie den Umschlag entschlossen auf und zog ein dünnes Blatt heraus.

Leo konnte nicht weiterlesen, weil die restlichen Zeilen vor ihren Augen verschwammen. Sie ließ sich in den Sessel fallen, der Bri

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