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Letzten Mittwoch habe ich die Zukunft befreit von Herden, Antje (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.10.2014
  • Verlag: Tulipan Verlag
eBook (ePUB)
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Letzten Mittwoch habe ich die Zukunft befreit

Kurt, Sandro und Tilda haben keine Lust mehr, die Welt zu retten. Doch spätestens als die Stadt von unheimlichen Beben heimgesucht wird, ist den Freunden klar, dass die nächste Katastrophe auf sie wartet. Und wer ist der seltsame Mann mit altmodischem Anzug und Hut, der ausgerechnet Kurts Brille klaut? Heimlich folgen sie dem Fremden in einen alten Klavierladen, in dem eine blinkende Maschine steht. Neugierig steigen sie ein ...

Antje Herden, 1971 in Magdeburg geboren, studierte etwas Chemie und viel Architektur. Seit 2004 schreibt sie Romane und Kurzgeschichten für Erwachsene und Reportagen für Stadtmagazine und seit 2010 hauptsächlich Kinderbücher. Antje Herden reist am liebsten durch die Welt. Ansonsten arbeitet und lebt sie mit ihren beiden Kindern in Darmstadt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 17.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864292552
    Verlag: Tulipan Verlag
    Größe: 1051 kBytes
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Letzten Mittwoch habe ich die Zukunft befreit

Oma und der Mops

Letzten Mittwoch habe ich die Zukunft befreit. Nein, das stimmt gar nicht. Denn letzten Mittwoch haben wir die Zukunft befreit. Außerdem war es Montag. Zumindest im Jahr 2014. Obwohl. Das stimmt auch nicht. Denn eigentlich war es Donnerstag. Wenn man länger drüber nachdenkt, wird man richtig meschugge.

Sandro hatte mal gesagt: "Aus der Weltretterrolle kommt man nie wieder raus. Einmal Weltretter, immer Weltretter." Ich weiß nicht, ob er das ernst gemeint hat. Als er das sagte, konnte er jedenfalls nicht wissen, dass wir tatsächlich noch einmal die Welt retten mussten ... Eigentlich die Zukunft, aber das ist ja irgendwie dasselbe.

"Verschnurpselter Rattenpups! Was machen eigentlich die Superhelden, während wir ihren Job übernehmen?", hatte die Prinzessin geschimpft.

Dabei hatten ihre Augen jedoch wie Sterne gestrahlt. Denn ehrlich gesagt ist sie inzwischen ganz entbrannt fürs Weltretten. Das Wort entbrannt kommt mir jedes Mal in den Kopf, wenn ich die Prinzessin anschaue. Wahrscheinlich liegt das an ihren feuerroten Locken.

Übrigens haben wir uns jetzt auch daran gewöhnt, dass wir niemals jemandem von unseren Abenteuern erzählen können. Zumindest nicht die ganze Wahrheit. Denn die würde uns sowieso keiner glauben.

Die Schule hatte nach den aufregenden Ferien, die wir im Dschungel von Surinam verbracht hatten, gerade erst wieder begonnen und der Sommer war noch nicht vorbei. Die Bäume im Park trugen Grün, und auch wenn morgens schon kühler Tau auf der Wiese lag, wurde es tagsüber noch richtig warm.

Vom Tau wusste ich, weil Oma und ich darin herumwirbelten. Also genauer gesagt wirbelte Oma, während ich versuchte, erstens ihre Tritte zu verbessern und zweitens mir ein Grinsen zu verkneifen. Es war Sonntagmorgen und wir trainierten Hapkido. So wie jedes Wochenende.

"Kiap!", schrie Oma. Seit sie im Dschungel einen Verbrecher mit einem gekonnten Tritt ins Unterholz geschleudert hatte, war sie noch eifriger bei der Sache.

"Oma, nicht so laut. Vielleicht schlafen ja noch ein paar Leute", sagte ich zum vierten Mal.

Aber Oma interessierte das nicht. Sie kam aus der Ausgangsstellung, machte einen Schritt, dann einen Kreuzschritt, noch einen Schritt, warf die Arme herum und setzte zum alles entscheidenden Tritt an: dem Dolio Chagi .

Ich habe keine Ahnung, wo der kleine Hund plötzlich herkam, und leider sah Oma ihn nicht.

"Oma!", rief ich.

"Kiap!", schrie Oma.

Dann platschte etwas in den Ententeich und Oma fiel um.

"Kurtchen", raunte sie erschrocken. "Kurtchen, was war das denn?"

Ich setzte meine Brille wieder gerade, die mir beinahe von der Nase gefallen wäre.

"Du hast einen Mops in den Teich befördert", flüsterte ich.

Ich sagte bewusst befördert, damit es sich nicht so brutal anhörte. Oma sah nämlich so aus, als würde sie gleich in Tränen ausbrechen. Sie schaute Richtung Teich.

"Einen Mops?", fragte sie.

Ich sah, dass sich die Bestürzung auf ihrem Gesicht in etwas verwandelte, das beinahe wie ein zufriedenes Lächeln aussah. Oma mag keine Möpse.

"Oma", sagte ich streng, "Möpse sind auch Hunde."

"Na ja", machte Oma skeptisch.

Dann half ich ihr wieder auf die Beine und wir liefen ans Teichufer. Der Mops platschte fröhlich durch das grüne Algenwasser, während die Enten laut schnatternd in alle Richtungen davonschwammen.

"Herr von Eltze-Dudenhöff!", schimpfte eine Stimme. "Habe ich dir nicht verboten, ins Wasser zu springen?"

"Herr von Eltze-Dudenhöff?", brummte Oma. "Da tut mir ja sogar ein Mops leid."

Auf der gegenüberliegenden Uferseite stand eine aufgeregte Frau in einem roten Cape. Der kleine Hund schwamm zu ihr, krabbelte mühsam an Land und lief auf Superwoman zu. Die schaute auf ihn herab, hob den Finger und setzte schon wieder zum Schimpfen an. Der Hund machte sich noch kleiner und zog seinen nas

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