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Lexa - Verhext und weggezaubert! von Friedl-Stocks, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2013
  • Verlag: Thienemann Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Lexa - Verhext und weggezaubert!

Plötzlich Hexe! Als Lexa am Morgen ihres 12. Geburtstags erwacht, ist ihre Großmutter spurlos verschwunden. Zurückgelassen hat sie nur einen Brief und ein sprechendes Gürteltier namens Floyd. Lexa findet heraus, dass sie einer langen Linie von Hexen entstammt und an Silvester ihre Hexenprüfung ablegen muss. Als einziges Hilfsmittel bleibt ihr das Hexenbuch. Floyd steht ihr zur Seite - doch das immer hungrige Gürteltier-Baby kann auch ganz schön anstrengend sein! Und jeder Zauber scheint schiefzugehen! Dann tauchen auch noch ein Mann vom Jugendamt und eine böse Hexe auf, die Lexas Prüfung mit allen Mitteln verhindern will ...

Barbara Friedl-Stocks lebt in Berlin und ist Kabarettistin und Autorin. Als 'Lebensberaterin Helene Mierscheid' sorgt sie auf den Kabarettbühnen für Furore. Sie hat bereits drei lustige Kinderbuchkrimis geschrieben und arbeitet als Gagschreiberin für andere Kabarettisten und Comedians. Davor hat sie zehn Jahre als Assistentin für Bundestagsabgeordnete gearbeitet. Das hat sie in ihrer Arbeit als Kabarettistin geprägt. Zum Kinderbuch kam sie, weil eine befreundete Kinderbuchhändlerin aufgrund einer Mieterhöhung finanzielle Probleme bekam. Als sie darüber nachdachte, wie der Freundin zu helfen sei entstand die Idee zur Kinderbuchtrilogie 'Der magische Buchladen', die bei VAK erschienen ist. Der erste Band ist im September 2008 mit dem 'LesePeter' der AJuM als Kinderbuch des Monats ausgezeichnet worden. 'Lexa - Verhext und weggezaubert' ist ihr viertes Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 15.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522610230
    Verlag: Thienemann Verlag GmbH
    Größe: 6367kBytes
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Lexa - Verhext und weggezaubert!

Alexa Lankenau, die von allen nur Lexa genannt wurde, fuhr mit ihrer Großmutter in einem Pferdeschlitten durch das nächtliche Hamburg.

Die ganze Stadt war in tiefem Schnee versunken. So viel Schnee, dass weder Autos noch Busse fuhren und Pferdeschlitten die einzigen Transportmittel waren. Man konnte sie deshalb benutzen wie eine Straßenbahn.

Die Fahrkarten, die sie an einem provisorischen Kutschenfahrkartenschalter gekauft hatten, kosteten nur 2 Euro pro Person. Ob das reichte, um den Pferden davon Futter zu kaufen?

Lexa wandte sich zu ihrer Großmutter, die wie sie selbst in eine flauschige Decke gehüllt neben ihr saß, und tastete nach ihrer Hand. Die Hand war weg. Erschrocken sah sich Lexa um. Ihre Großmutter war weg. Lexa konnte es nicht glauben. Wohin konnte sie denn nur verschwunden sein?

Die Pferdekutsche schwankte bedenklich, als sie sich rüberbeugte und unter der kuscheligen Decke nach ihrer Großmutter suchte. Das war natürlich albern, weil Lexas Großmutter sehr groß und stattlich war. Sie konnte sich nicht unter Decken verstecken - das konnte ja nicht einmal Lexa, die für ihr Alter auch schon ziemlich groß war.

Lexa setzte sich wieder gerade hin. Sie strich sich verwirrt die rotblonden Strähnen aus dem Gesicht, die sich unter ihrer Wollmütze hervorgestohlen hatten. Es war sehr kalt - deshalb steckte sie ihre Hand gleich wieder in den warmen Muff aus Kunstfell, den ihr ihre Großmutter vor einem Jahr zu Weihnachten geschenkt hatte. Lexa liebte das Märchen von der "Schneekönigin". Darin gibt es auch einen Muff, den die kleine Gerda geschenkt bekommt. Seitdem hatte sich Lexa immer heimlich einen Muff gewünscht, kam sich aber dumm vor, weil so etwas ja altmodisch war und alle Kinder Handschuhe trugen. Irgendwie hatte ihre Oma es aber doch gewusst und ihr zum letzten Weihnachten einen geschenkt. Ihre Großmutter wusste immer, was Lexa sich wünschte. Nur wo war sie?

Immer wieder sah Lexa neben sich, in der verzweifelten Hoffnung, dass sie sich geirrt haben könnte.

Die Kutsche sauste vorwärts. Lexa beugte sich nach vorne, zog nun beide Hände aus ihrem warmen Muff und tippte dem Kutscher auf die Schulter.

Der Kutscher hatte seine Fellmütze tief in die Stirn gezogen. Dazu trug er einen dicken Pelzmantel, um sich gegen die klirrende Kälte zu schützen.

Er reagierte nicht auf ihre Berührung. Das lag bestimmt an dem dicken Mantel.

Lexa tippte ihn fester an. Als er sich immer noch nicht regte, sah sie sich um, ob nicht vielleicht noch jemand draußen unterwegs war, der ihr helfen konnte. Aber da war niemand. Die Straße war leer.

Als Lexa wieder nach vorne sah, fehlte auch der Kutscher. Lexa wurde starr vor Schreck. Eisige Kälte durchflutete sie - eine so eisige Kälte, wie sie kein Winter zustande bringt. Diese Kälte kennen nur Kinder, die verlassen wurden. Lexa aber wehrte sich dagegen. Sie wollte es nicht glauben. Energisch schüttelte sie den Kopf, sodass sich die rotblonden Strähnen wieder selbstständig machten und um ihren Kopf flogen.

Die Pferde galoppierten los und nun ergriff Lexa doch blinde Panik. Die Kutsche raste direkt auf den Uferweg zu. Lexa konnte den Verlauf der Außenalster erkennen, die träge unter einer Schicht aus Eis und Schnee floss. Ob das Eis dick genug war, um die Pferde, die Kutsche und sie selbst zu tragen?

Lexa erhielt ihre Antwort schneller, als ihr lieb war.

Die Pferde schlitterten über das Eis, die Kutsche krachte mit ihren Kufen darauf und es knirschte fürchterlich. Dann gab es einen lauten Knall und Lexa versank mitsamt Kutsche und Pferden im eiskalten Wasser.

Die Pferde wieherten ein letztes Mal verzweifelt auf und ihre Hufe schlugen auf Eisbrocken, bevor sie im kalten Wasser wirbelten. Lexa war sofort ganz nass. Die dicken Decken zogen sie nach unten. Der kleine Muff schwebte nach oben. Tausend eiskalte Nadeln durchfuhren Lexas Körper. Sie hörte das gurgelnde letzte Wiehe

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