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Lola und die einzige Zeugin von Abedi, Isabel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2015
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
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Lola und die einzige Zeugin

Wie wird aus einer vollen Windel, einem gebrochenen Bein, einem verschollenen Vater, einer Ratte im Klo und einem unheimlichen Nachbarn eine aufregende Feriengeschichte? Auf die Antwort wäre Lola nicht mal in ihren kühnsten Träumen gekommen - obwohl sie gerade dort an ihrer Schriftstellerkarriere arbeitet. Zumal das gebrochene Bein ihr gehört und damit all die spannenden Ferienpläne flachfallen, die sie sich mit Alex, Flo, Enzo und Sol vorgenommen hat. Während Flo im Hinterhof ihre neue Wohnung einrichtet und Enzo seinen steinreichen Vater sucht, hockt Lola auf ihrem Zimmer und beobachtet aus lauter Langeweile die anderen Mieter. Doch was sie dabei an verdächtigen Aktionen hinter dem Fenster ihres Nachbarn entdeckt, ist Stoff für einen ganzen Roman. Oder wie Tante Lisbeth sagen würde: für einen fulminant guten Krimi ... Isabel Abedis warmherzig und humorvoll erzählte Spiegel-Bestseller-Reihe für Mädchen. Tagsüber erlebt Lola in Hamburg spannende Abenteuer rund um Schule, Freundschaft und erste Liebe, nachts probiert sie in ihrer Fantasie Traumberufe aus. Ihre zweite Heimat ist Brasilien, wo die Familie ihres Vaters lebt. Isabel Abedi wurde 1967 in München geboren und ist in Düsseldorf aufgewachsen. Nach ihrem Abitur verbrachte sie ein Jahr in Los Angeles als Aupairmädchen und Praktikantin in einer Filmproduktion und ließ sich anschließend in Hamburg zur Werbetexterin ausbilden. In diesem Beruf hat sie dreizehn Jahre lang gearbeitet. Abends am eigenen Schreibtisch schrieb sie Geschichten für Kinder und träumte davon, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich erfüllt. Inzwischen ist Isabel Abedi Kinderbuchautorin aus Leidenschaft. Ihre Bücher, mit denen sie in verschiedenen Verlagen vertreten ist, wurden zum Teil bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet. Isabel Abedi lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Hamburg - und genau wie bei LOLA kommt auch in ihrer Familie der 'Papai' aus Brasilien!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 14.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732004171
    Verlag: Loewe Verlag
    Serie: Lola Bd.9
    Größe: 4378 kBytes
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Lola und die einzige Zeugin

1.

DREIHUNDERT KNÜLLKUGELN UND DREI ANFÄNGE

Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Oma sagt, das geht auch den großen Schriftstellern so, und Opa sagt, aller Anfang ist bekanntlich immer schwer. Enzo sagt, ich soll es filmisch angehen, Flo sagt, ich soll mir nicht so viele Gedanken machen, und Tante Lisbeth sagt: "Du brauchst eine Inspiration."

Eine Inspiration ist eine Eingebung oder eine Erleuchtung oder ein Geistesblitz und meine Tante hat gut reden. Bis sie drei Jahre alt war, konnte sie nur witzig und geil sagen und hat mit Weintrauben um sich geworfen. Jetzt ist sie vier und wirft mit Fremdwörtern um sich. Meine Tante ist nämlich hochintelligent und ich bin behindert. Nicht geistig behindert, sondern körperlich und zum Glück auch nur vorübergehend, aber das kann einem mit der Zeit trotzdem ganz schön auf den Geist gehen, das könnt ihr mir glauben!

Dreihundert Knüllkugeln Anfangspapier habe ich jedenfalls schon in meinem Zimmer verballert und schließlich drei Anfänge gefunden, die ich gut finde. Und jetzt kann ich mich nicht entscheiden, welcher von den dreien der beste ist.

Oje!

Aber als Schriftstellerin kann man ja eigentlich alles schreiben, was man will, oder? Und wer sagt, dass eine Geschichte nicht auch drei Anfänge haben kann? Dann sollen sich eben die Leser entscheiden!

Hier kommen also drei gute Anfänge - und ihr sucht euch einfach den besten aus, okay?

ANFANG NUMMER 1

Ich kenne eine Geschichte von einem Mädchen, das auf der Windel seines kleinen Bruders ausgerutscht ist und danach im Rollstuhl sitzen musste. So könnte eine von Mamas verrückten Geschichten anfangen. Sie kennt jede Menge davon und bei den meisten bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich passiert sind.

Bei dieser Geschichte leider schon.

Denn das Mädchen, dem sie passiert ist, das bin ich.

Es war der Abend meines letzten Schultages. Mama hatte Leandro ausgezogen und planschte mit ihm in der Badewanne. Flo und ich freuten uns wie die wilden Affen auf Alex und Sol, die bald nach Hamburg kommen würden. Schon vor Wochen hatten wir eine Hitliste mit Ferienplänen ausgearbeitet, die wir an diesem Abend noch mal durchgehen wollten, um uns für die besten zu entscheiden. Doch dann bekam Tante Lisbeth einen ihrer berühmten Kreischkrämpfe, weil sie mit uns Nicht den Boden berühren spielen wollte.

"Also gut, also gut", gab ich erschöpft nach. "Aber nur eine Viertelstunde, versprochen?"

Meine Tante hob die Schwurfinger. Sie hopste von meinem Bücherregal auf Leandros Schaukelpferd und Flo hangelte sich an der Sprossenwand meines Hochbettes entlang zur Fensterbank. Ich war gerade vom Kleiderschrank auf den Stuhl geklettert, der noch auf meinem Schreibtisch stand, weil Papai vorhin in meinem Zimmer gesaugt hatte. Es war eine ziemlich kippelige Angelegenheit und Mama hätte wahrscheinlich auch einen Kreischkrampf bekommen, wenn sie mich gesehen hätte. Aber im Klettern war ich fast so gut wie Flo und deshalb wäre mein Sprung vom Schreibtischstuhl auf Leandros Wickelkommode jetzt eigentlich nur noch ein pupsiger Katzensprung gewesen. Das Problem war die Windel, die Mama am Rand der Wickelkommode vergessen hatte. Die volle Windel, wenn ihr es genau wissen wollt.

Darin landete ich. Mit dem rechten Fuß.

Sabsch.

Flutsch.

PONG!

Game over.

Ich war mit dem linken Schienbein auf den kleinen Holzhocker vor der Wickelkommode gekracht und mit dem Kopf gegen den Bettpfosten geprallt.

Das Ergebnis: eine tennisballgroße Beule an der Stirn und ein gebrochenes Schienbein.

Die weiteren Aussichten: Nicht den Boden berühren. Zumindest nicht mit meinem linken Fuß, denn der steckte samt Bein für unbestimmte Zeit in Gips.

Die Wettervorhersage: Höchsttemperaturen von 27 Grad, dazu strahlende

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