text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Maya und Domenico: Bitte bleib bei mir! von Wittpennig, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2014
  • Verlag: fontis - Brunnen Basel
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Maya und Domenico: Bitte bleib bei mir!

Es ist so weit: Die 18-jährige Maya sagt ihrem Zuhause endgültig Lebewohl, um mit ihrem Verlobten Domenico nach Berlin zu ziehen. Damit beginnt ein ganz neuer und aufregender Lebensabschnitt für das junge Liebespaar. Doch ganz so harmonisch und romantisch, wie die beiden es sich ausgemalt haben, gestaltet sich das Zusammenleben nicht. Liest Domenico am Anfang noch jeden Wunsch von den Augen seiner Liebsten ab, lässt er Maya mit der Zeit kaum noch unbeschützt aus dem Haus gehen. Vor allen Dingen, als er merkt, dass Maya in ihrer Klasse eine Menge cooler Freunde findet und neue Interessen entwickelt. Immer deutlicher wird den beiden bewusst, dass sie sich in zwei völlig unterschiedlichen Lebensphasen befinden: Hier Maya, die "die Welt entdecken" und mit ihren neugewonnenen Freunden in einem Filmprojekt mitarbeiten will. Und dort Domenico, der in seinen wilden Zeiten schon so viel Schweres durchgemacht hat, dass er sich am liebsten in seine eigenen vier Wände zurückziehen möchte, um dort mit Maya seine eigene kleine Traumwelt aufzubauen. Immer mehr tut sich zwischen den beiden eine Kluft auf, die kaum noch zu überbrücken ist. Schaffen es die beiden, einen gemeinsamen Weg für ihre so verschiedenen Bedürfnisse zu finden?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 366
    Erscheinungsdatum: 01.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783038486244
    Verlag: fontis - Brunnen Basel
    Serie: Maya und Domenico Bd.8
    Größe: 1246 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Maya und Domenico: Bitte bleib bei mir!

1. Planänderung

Der rötlichblaue Himmel spiegelte sich in den sanften kleinen Wellen des Rheins wider. Die untergehende Wintersonne ließ den Neuschnee auf den schmalen Dächern der alten Häuser und auf den Straßen glitzern. Man konnte den wunderschönen Januarnachmittag mit einem erholsamen Spaziergang längs des Rheinufers oder in der schönen Altstadt Basels verbringen. Oder sich wie ich drinnen in der mollig warmen Studiowohnung meiner Eltern aufhalten und versuchen herauszufinden, was gerade im Gang war. Die gedämpften Stimmen meiner Eltern, die durch die geschlossene Schlafzimmertür drangen, verhießen jedenfalls, dass etwas im Umbruch war.

Paps sprach wie üblich laut genug, so dass ich rasch bemerkt hatte, dass es um mich ging, während Mama im Gegensatz dazu so leise sprach, dass ich den Zusammenhang nicht auf die Reihe kriegte. Ach, das war immer so nervenaufreibend ... Wie oft war ich in den vergangenen zwei, drei Jahren das Hauptthema von elterlichen Sorgengesprächen gewesen!

Vor einer halben Stunde hatte ich noch mit Domenico telefoniert. Er war schon ganz verrückt vor lauter Vorfreude darüber, dass ich in einer Woche zu ihm nach Berlin ziehen würde. Mir ging es ähnlich, auch wenn sich in die Vorfreude ein gewisses Maß an Nervosität und Unbehagen mischte.

Unbehagen deswegen, weil dies nun einen sehr langen Abschied von meinen Eltern bedeutete - vielleicht ein längerer, als mir lieb war - und weil ich nicht wusste, wie das Zusammenleben mit Domenico werden würde. Es konnte der Himmel auf Erden, jedoch auch die größte Katastrophe werden. Beide Potenziale waren in ausgeprägtem Maß vorhanden ...

Doch in erster Linie machte sich ein warmes und freudiges Kribbeln in meiner Magengegend bemerkbar, wenn ich den goldenen Ring an meinem linken Ringfinger betrachtete. Wir hatten ihn beide mit dem Namen des anderen gravieren lassen, doch erst nach unserer Verlobung. Ich hier in Basel, er in Berlin. Auf der Innenseite meines Ringes stand nun Domenico und das Datum unseres großen Tages.

Es gab Zeiten, da konnte ich diese kleine Inschrift stundenlang betrachten. Verlobt - neben der Tatsache, dass dies für eine noch nicht ganz Achtzehnjährige wie mich reichlich früh war, kam ich nicht umhin, ein gewisses Maß an Stolz zu verspüren. Verlobt - das bedeutete nicht nur, dass ich nun fast erwachsen, sondern auch, dass ich meinen Altersgenossinnen einen großen Schritt voraus war.

Endlich ging die Tür zum Schlafzimmer auf, und Mama trat zu mir heraus. Ich wandte mich schnell wieder dem Fenster zu und tat so, als würde ich den Möwen draußen zuschauen.

"Bist du wieder am Träumen, Kind?"

Ich wandte mich zu ihr um und sah sie an. Ich hatte mich immer noch nicht so ganz an ihren raspelkurzen Haarschnitt gewöhnt. Aber Mama hatte keine Lust, die Perücke auf ihre große Weltreise mit Paps mitzunehmen. Und da die neue Chemotherapie nicht die leidige Nebenwirkung des Haarverlustes mit sich brachte, fand sie, dass sie es nun durchaus mal mit einer Kurzhaarfrisur und einem Stilwechsel versuchen könnte.

Zugegeben, es stand ihr und sah fesch aus zusammen mit der neuen petrolblauen Bluse und den peppigen, ebenso blauen Ohrringen, die sie dazu trug. Aber es war einfach ... ungewohnt. Es war nicht ganz Mama. Jedenfalls nicht so, wie ich sie mein Leben lang gekannt hatte. Aber ich war froh, dass es ihr besser ging. Das war das Allerwichtigste für mich.

"Äh ... na ja, ich hab nur grad überlegt ... ob ich jetzt alle Kleider mitnehmen oder einiges hierlassen soll ..." Es war nicht ganz geschwindelt, denn tatsächlich war mir diese Frage vor ein paar Minuten noch so nebenbei durch den Kopf geschwirrt.

"Ja, darüber wollten Paps und ich noch mit dir sprechen. Wir hatten gerade eine längere Diskussion ..."

Ja, das hatte ich gemerkt ...

"Worüber denn?"

Mama wandte sich nach Paps um, der nun auch aus dem Schlafzimmer trat. "Ich denke, wir sind uns

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen