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Morlo - Voll auf Steinzeit! von Schumacher, Jens (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2016
  • Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
eBook (ePUB)
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Morlo - Voll auf Steinzeit!

Hip, hipper ... Neanderstyle! Professor Tuffhäuser hat die Erfindergrippe! Sofort nutzt Jenny die Gelegenheit, um ihrem genial-verrückten Onkel einen Krankenbesuch abzustatten. Dabei aktiviert die 13-Jährige im Laboratorium aus Versehen eine Zeitmaschine. Ein greller Lichtblitz - und vor ihr hockt eine zottelige, in Tierfelle gehüllte Gestalt mit einer Keule. Ein Urmensch! Doch kaum dass Jenny und Morlo sich vorsichtig angenähert haben, schrillt die Türklingel und Morlo flüchtet Richtung Innenstadt. Zum Glück schafft Jenny es, ihm mit Trenchcoat, Hut und Paris-Hilton-Sonnenbrille eine Art Tarnkleidung zu verpassen. Eine aufregend-chaotische Tour beginnt, bei der Morlos Urinstinkte Jenny mehr als einmal vor einer Katastrophe bewahren ... Kurz nachdem Morlo in seine Zeit zurückgekehrt ist, breitet sich ein neuer Modetrend aus, bei dem rauschebärtige Männer, Trenchcoat, Hut und Sonnenbrille kombinieren - ausgelöst durch ein Video von Morlo auf Youtube mit dem Slogan: Hip, hipper ... Neanderstyle! Jens Schumacher ist seit Ende der Neunzigerjahre als freier Autor von Kinder- und Erwachsenenstoffen tätig. Bis heute hat er über 60 Buchtitel in unterschiedlichen Genres verfasst, darunter Fantasyromane, Krimis, interaktive Spiel- und Sachbücher sowie Jugendserien. Seine Werke wurden in über ein Dutzend internationale Sprachen übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 14.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764191146
    Verlag: Verlag Carl Ueberreuter
    Größe: 1385 kBytes
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Morlo - Voll auf Steinzeit!

"... auf die Zwei und zurück zur Eins. Jetzt die Drei ... Vier und Fünf gleichzeitig ... hepp! Verflixt, was kam als Nächstes?" Unsicher ließ Jenny Jeremialas den Blick über die steinernen Platten zu ihren Füßen schweifen.

Ein zufällig vorbeikommender Spaziergänger hätte sich vermutlich gewundert, wieso das dreizehnjährige Mädchen mit der leuchtend orangefarbenen Haarmähne so ein verbissenes Gesicht machte. Und warum es ihm offenbar nicht wirklich Spaß zu machen schien, auf einem Bein die in Form eines "Himmel und Hölle"-Hüpfspiels angeordneten Steinfliesen im Vorgarten des alten Hauses entlangzuhopsen.

Was ein Spaziergänger - wenn es einen gegeben hätte - nicht gewusst hätte: Die nummerierten Fliesen, die in einer komplizierten Anordnung zur Haustür des über hundert Jahre alten, windschiefen Backsteinhauses führten, waren keine normalen Gartenfliesen. Denn das Gebäude gehörte keinem normalen Mann.

"Zurück zur Vier? Muss man zurück zur Vier, bevor man auf die Sechs darf?" Jenny zögerte, dann sprang sie vorsichtig zurück auf die Steinplatte mit der eingemeißelten Vier.

Nichts geschah.

Erleichtert stieß Jenny die angehaltene Luft aus. Sie überlegte kurz, dann machte sie einen Satz und landete schwankend auf der übernächsten Fliese, die die Nummer sechs trug.

Sie war jetzt dicht genug am Haus, um das glänzende Namensschild neben der Tür erkennen zu können. PROFESSOR ALBERT BARTHOLOMÄUS TUFFHÄUSER - TECHNISCHE PROBLEMLÖSUNGEN & GENIALITÄTEN ALLER ART war mit großen Buchstaben in die Metallplatte graviert. Daneben befand sich ein Eingabefeld mit einer Vielzahl blinkender Knöpfe, das an eine Computertastatur erinnerte.

Professor Tuffhäuser, Jennys Onkel, war Erfinder. Kein berühmter oder sonderlich erfolgreicher, aber Erfinder. Und er hatte panische Angst vor Einbrechern. Sein größter Albtraum war es, eine Bande von Langfingern könnte bei Nacht und Nebel in sein Labor eindringen und ihm seine genialen technischen Errungenschaften rauben. Um dies zu verhindern, hatte der Professor sein Anwesen mit einer Unzahl getarnter Abwehrvorrichtungen vermint.

Eine dieser Fallen waren die Trittsteine in Form eines Kinderhüpfspiels. Der Vorgarten zu beiden Seiten der Fliesen war hoffnungslos verwildert, überwuchert von meterhohen, dornigen Brombeerranken. Niemand würde sich freiwillig durch diese Wildnis zur Eingangstür durchschlagen, wo es doch eine Reihe höchst einladender Trittsteine gab ...

"Sieben und Neun zugleich, die Acht in der Mitte auslassen." Mit konzentriertem Blick landete Jenny mit beiden Füßen auf zwei verschiedenen Platten, verharrte kurz und sprang anschließend noch einmal zurück auf die Fliese mit der Zahl sechs, von der sie gerade gekommen war. "Uuuund rüber auf die Zehn!" Ein neuer Riesensatz. Jetzt war es nicht mehr weit.

Die Trittsteine in Onkel Alberts Vorgarten waren mit einer Reihe computerüberwachter Sensoren verbunden. Betrat man die Fliesen nicht exakt in der vorgegebenen Reihenfolge - manche auf einem Bein hüpfend, manche zeitgleich mit einer zweiten Platte -, wurde ein Abwehrmechanismus aktiviert. Im Boden vergrabene Hochdruckdüsen, stark genug, einen Schiffskran oder eine Planierraupe zu bewegen, schleuderten die betreffende Fliese dann in hohem Bogen vom Grundstück - zusammen mit dem Bemitleidenswerten, der in diesem Moment darauf stand.

Im Gegensatz zu manch anderer von Professor Tuffhäusers Erfindungen funktionierte der "automatisierte Unbefugten-Entsorger" ausgezeichnet. Deswegen hatte es auch schon bald nach der Installation der Anlage erste Anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung gehagelt. Denn leider hatte der geniale Erfinder nicht daran gedacht, den korrekten Weg über die gefährlichen Platten all denen mitzuteilen, die völlig rechtmäßig an seine Tür zu klopfen versuchten. Eine ältere Dame, die Spenden für die Gemeinde sammelte, flog zwei Querstraßen weit und landete in einem Swimmingpool

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