text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Mr. Right oder Wie ich meinen Freund erfand von Polák, Stephanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.10.2017
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Mr. Right oder Wie ich meinen Freund erfand

Traumprinz gesucht ... und erfunden! Was geht hier denn ab?, fragt sich Lynn, als ihre Freundinnen Meral und Joey aus dem Urlaub zurückkommen, verliebt bis über beide Ohren und grinsend wie Honigkuchenpferde. Und dann wollen sie sie auch noch verkuppeln. Aber nicht mit Lynn! Die erfindet kurzerhand einen Lover im weit entfernten Hamburg, Briefe und Blumen inklusive. Doch lange geht das nicht gut ... Was für eine frische Protagonistin! Was für eine geniale Idee: Clique, Ferien, erste Liebe, eigener Kopf. Stephanie Polák, geboren 1974, lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin. Sie arbeitete viele Jahre bei Film und Fernsehen, unter anderem als Musikredakteurin bei MTV und in der Produktion von internationalen Kinofilmen im Studio Babelsberg. Irgendwann begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erfinden. Etwas anderes möchte sie nie wieder tun.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 23.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180552
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
Weiterlesen weniger lesen

Mr. Right oder Wie ich meinen Freund erfand

4 .Kapitel

Okay, neuer Tag, neues Glück.

Der Vorhang bleibt zu, aber ich kann der Versuchung nicht wiederstehen, zumindest einen kleinen Blick hinauszuwerfen.

Heute sitzt niemand am Fenster. Dafür höre ich einen Pfiff. Ich schiebe den Vorhang noch ein Stück zur Seite und sehe, dass dieser Milo im Garten mit seinem Hund rumtollt. Ich kann nicht genau erkennen, was für ein Hund das ist. Er ist hellbraun und hat Schlappohren. Vielleicht ein Mischling. Gerade wirft Milo einen Ball quer durch den Garten. Der Hund flitzt los und bringt ihn zurück. Lachend beugt sich Milo zu seinem Hund runter, nimmt seinen Kopf in beide Hände und wuschelt ihm durchs Fell, dass die Ohren nur so durch die Luft fliegen.

Eine Weile beobachte ich die beiden, und als sie sich auf die Wiese fallen lassen, kann ich auch Milo etwas besser sehen. Von gestern kenne ich ja nur seine blauen Augen. Er hat dunkelblondes Haar, das er zu einem Knoten zusammengebunden hat. Was trägt er da für ein Shirt? Ich kann es nicht erkennen. Während ich meine Stirn an die Fensterscheibe drücke, um die Aufschrift zu entziffern, schaut Milo plötzlich zu mir hoch. Nicht schon wieder! Blitzschnell reiße ich den Vorhang zu. Mit meiner Privatsphäre ist es jetzt echt vorbei.

Das Telefonklingeln holt mich aus meinen trüben Gedanken. Weil keiner abnimmt, stürze ich die Treppe runter und hechte zum Festnetzanschluss.

"Ja?", keuche ich.

"Wieso ist denn dein Handy nicht an?" Es ist Meral. Ich werfe einen Blick auf die Uhr in der Küche. Halb zehn. Auf dem Tisch steht ein einsamer Teller, auf dem ein Zettel liegt.

"Bin gerade eben erst aufgestanden", entschuldige ich mich und überfliege den Brief, den Mom mir geschrieben hat. Stimmt, meine Eltern müssen heute wieder arbeiten, und Ben ist im Kindergarten. Die nächsten drei Wochen habe ich das Haus tagsüber für mich.

"Wir wollen heute ins Freibad. Du kommst doch auch, oder?"

Ein freudiges Kribbeln breitet sich in mir aus. "Ja, klar! Wann denn?"

"Luis will mich gegen elf abholen. Joe und Moritz treffen wir dann direkt dort. Hinten auf der kleinen Liegewiese, okay?"

Prompt sinkt meine Laune in den Keller. Luis und Moritz sind also auch dabei. Viel lieber wäre ich mit meinen Freundinnen alleine gegangen. So wie früher. Pommes essen, Karten spielen, am Beckenrand sitzen und über andere Leute lästern. Ob das mit den Jungs auch noch geht? Ich wage das zu bezweifeln. Vielleicht sollte ich mir ein Buch einstecken. Nur zur Sicherheit, falls Joe und Meral anderweitig beschäftigt sind.

"He, alles okay?", fragt Meral nach, weil ich vergessen habe zu antworten.

"Äh, ja, klar. Ich komme dann einfach dazu. Weiß ja, wo ich euch finde." Den Teller, den Mom für mich bereitgestellt hat, räume ich weg und schnappe mir eine Schüssel, in die ich Müsli und Milch kippe.

"Ich freue mich riesig, dir Luis nachher vorzustellen. Du wirst ihn bestimmt mögen." Merals Stimme ist ganz sanft, und ich spüre, wie wichtig ihr dieses Treffen ist.

Ich beschließe, meine schlechte Laune erst mal wegzuschieben. Vielleicht male ich mir das alles viel zu schwarz aus. Vielleicht wird es ja doch ganz lustig. Daher verabschiede ich mich auch relativ fröhlich und versichere, dass ich mich freue und ganz gespannt bin.

Nach dem Frühstück mache ich mich fertig, packe meine Badetasche und vertrödele die Zeit. Zu gerne würde ich draußen ein paar Körbe werfen. Paps hat mir vor zwei Jahren einen Basketballkorb an die Hauswand geschraubt. Aber durch das Küchenfenster kann ich sehen, dass Milo und sein Hund noch immer im Garten sind. Also verwerfe ich meinen Plan und stöbere stattdessen ein wenig bei Instagram herum. Um kurz vor elf gehe ich los. Von Milo und seinem Hund keine Spur mehr, daher kann ich entspannt das Haus verlassen.

Im Schwimmbad angekommen, entdecke ich zwar Joes Handtuch mit den pinken Palmen, aber Joe se

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen