text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

My Dear Sherlock - Nichts ist, wie es scheint von Petty, Heather (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.10.2016
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

My Dear Sherlock - Nichts ist, wie es scheint

Nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache Sherlock und Mori haben ihren ersten Fall gelöst, doch was erst als Spiel gedacht war, wurde zu einer ernsten und für Mori sehr persönlichen Angelegenheit. Nun erhält Mori anonyme Drohbriefe und die Liste möglicher Verdächtiger ist lang. Jemand hat Mori zur Zielscheibe gemacht, es scheint nur eine Frage der Zeit, bevor die Katastrophe hereinbricht. Fest steht aber auch, dass Mori alles tun wird, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Und niemand - nicht einmal Sherlock - wird sie davon abhalten können. Heather Petty hat ein Faible für Rätsel seit sie zwölf war. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt stellte sie fest, dass Geschichten, in denen es um Morde in Londoner Stadthäusern und englischen Küstenstädtchen geht, das Nonplusultra sind. Zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und vier hoffnungslos verwöhnten Katzen lebt sie in Nevada.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 03.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641171667
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: My Dear Sherlock Bd.2
    Originaltitel: Lock & Mori No. 2
    Größe: 3289 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

My Dear Sherlock - Nichts ist, wie es scheint

K APITEL 1

I ch betrachtete den siegesgewissen Sherlock Holmes und wünschte, er würde wenigstens kurz mal zucken. Er hielt die Waffe mit einer Hand über dem Kopf, sodass das Schaftende zwischen uns auf den Boden zeigte.

"Bist du bereit?", fragte er.

Ich neigte mein Kinn zu einer Art Nicken und brummte unverbindlich. "Hmm."

Auch ich hielt meine eigene Waffe mit beiden Händen an den Enden hoch, gerade so hoch, dass ich ihn darunter hindurch anfunkeln konnte. In dieser perfekten Höhe konnte ich den über den Kopf gezielten Schlag bestens abwehren, mit dem er schon den ganzen Nachmittag den Kampf eröffnete. Er schwitzte und seine Wangen waren rosig - teilweise von der Anstrengung, hauptsächlich jedoch aus purer Freude.

"Vergiss nicht, dass du mich aus dem Gleichgewicht bringen willst. Nutze meine Kraft, um deine eigene zu verstärken." Er schenkte mir sein wohl arrogantestes Lächeln. "Was nicht heißen soll, dass es soweit kommen wird."

So glücklich hatte ich ihn seit Wochen nicht gesehen und das hätte mir zu denken geben sollen. Konnte es wirklich sein, dass er sich nichts Schöneres vorstellen konnte, als wenn wir mit Stöcken aufeinander losgingen? Nicht dass ich von Sherlock Holmes wirklich ein normales Verhalten erwartete. Doch als wir uns vor meinem letzten Kurs aus der Schule geschlichen hatten, wäre ich nie darauf gekommen, dass er mich in eine Kampfkunstschule führen würde.

Er hatte mich in der vergangenen Woche dabei erwischt, wie ich unbeholfen Aikido-Kata auf dem Speicher unseres Hauses übte. Daraufhin hatte er beschlossen, ich müsste Bartitsu lernen, angeblich die weltbeste Form der Selbstverteidigung. Selbstverständlich benutzte Lock gerne das Wort "weltbeste", wenn er eigentlich "antiquiert" meinte.

Erwartungsgemäß ließ Lock seinen Spazierstock in einem Halbkreis über seinem Kopf durch die Luft sausen und schlug ihn dann mit voller Kraft zu mir herunter. Ich ließ das krumme Ende meines Stocks im letzten Moment los, bevor das Geräusch des Aufpralls unserer Stöcke durch den Raum schallte. Lock, der arrogante Mistkerl, grinste bei diesem Geräusch und sah zu, wie das losgelassene Ende auf den Boden fiel. Er dachte, er hätte schon gewonnen, doch die Freude verging ihm, als er merkte, was ich vorhatte.

Nun nutzte ich tatsächlich die Wucht seines Schlages, indem ich meinen Spazierstock herumschwang und auf seine Hand sausen ließ, bis er die Waffe mit einer erfreulich schmerzverzerrten Grimasse fallen ließ. Ich kickte den Stock mit einem gezielten Tritt außer Reichweite und drückte den Griff meines Stocks gerade so fest unter sein Kinn, dass es unangenehm war.

"Du lernst echt schnell", sagte er und schüttelte die Hand aus. Nun grinste er schon wieder, vielleicht in Reaktion auf mein Lächeln, oder er wollte so tun, als machte ihm die Streckung seines Halses nichts aus. Ich hob den Stock höher und zwang ihn so auf die Zehenspitzen.

"Du bist so vorhersehbar." Ich nahm den Stock herunter und zwirbelte ihn zwischen den Händen, um mit dem Griff sein Knie einzuhaken, doch ich war wohl zu langsam. Irgendwie behielt er das Gleichgewicht, als er auf mich zu hopste. Ich wollte mich wegdrehen, doch er packte meine Schultern und ging durch meinen fehlgeleiteten Schwung mit mir zu Boden. Als wir auf die Matte knallten, hätte es mich eigentlich am schlimmsten erwischen müssen, weil er auf mir landete, aber in letzter Minute legte er die Hände um meinen Hinterkopf und ersparte mir die fällige Gehirnerschütterung. Stets ein Gentleman, der gute Lock - aber nur bis er sich vor Lachen schier ausschüttete, statt sich mit einer Entschuldigung von mir herunter zu wälzen.

Ich ließ ihm ganze zehn Sekunden seinen Spaß, ehe ich ihn warnte: "Ich bringe dich sofort um, wenn du mich loslässt."

"Kein großer Anreiz." Er stützte sich auf die Ellbogen und lächelte auf mich herab. "Noch eine Runde?"

Ich konzentrie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen