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My Dear Sherlock - Weil es enden muss von Petty, Heather (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.10.2017
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
11,99 €
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My Dear Sherlock - Weil es enden muss

Zwischen Liebe und Hass liegt nur ein Wimpernschlag Mori sinnt auf Rache. Und nur eine Person steht noch zwischen ihr und der Gerechtigkeit, die sie verdient: Sherlock. Der entwaffnende, brillante Lock. Sie spielt die Rolle der treuen, gequälten Freundin und manipuliert Lock, ihr zu helfen, während sie still und leise den Untergang ihres Vaters vorbereitet. Doch als einer ihrer Pläne Unschuldige in Gefahr bringt, durchschaut Lock das Lügengespinst und stellt Mori vor die Wahl - eine Entscheidung, die den Rest ihrer beider Leben bestimmen wird. Heather Petty hat ein Faible für Rätsel seit sie zwölf war. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt stellte sie fest, dass Geschichten, in denen es um Morde in Londoner Stadthäusern und englischen Küstenstädtchen geht, das Nonplusultra sind. Zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und vier hoffnungslos verwöhnten Katzen lebt sie in Nevada.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 30.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641171674
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: My Dear Sherlock Bd.3
    Originaltitel: My dear Sherlock - Lock & Mori
    Größe: 858 kBytes
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My Dear Sherlock - Weil es enden muss

K APITEL 1

I n der ersten Woche meiner Gefangenschaft lief ich wie ein Zirkustiger in meinem Käfig auf und ab. Von jeder Person, die sich mir näherte, verlangte ich, meine Brüder sehen zu können. Ich orientierte mich an den Essenszeiten, um einzuschätzen, wie viel Zeit vergangen war, und aß immer so schnell ich konnte, damit ich meinen Bewachern die leeren Teller durch die Gitterstäbe an die Köpfe werfen konnte. Damals dachte ich, ich könnte gar nicht mehr wütender werden.

Dann verging noch eine ganze Woche ohne ein Zeichen von Alice, die mich hier gefangen hielt, oder meinen Brüdern. Das war mit Sicherheit die Strafe dafür, dass ich Alice an jenem ersten Tag verletzt hatte. Die Jugendfreundin meiner Mutter hatte bestimmt immer noch blaue Flecken im Gesicht, denn ich hatte ihren Kopf gegen die Gitterstäbe meiner Zelle gestoßen. In dunkelster Nacht raubte mir die Horrorvorstellung den Schlaf, dass Alice und meine Brüder ohne mich nach Amerika aufgebrochen sein könnten. Und dass Alice womöglich, bis mir die Flucht gelang, sämtliche Spuren so gut verdeckt hatte, dass ich meine Brüder in dem riesigen Land niemals wiederfinden würde.

In der dritten Woche knobelten die beiden Wärter, denen Alice meine Bewachung aufgetragen hatte, bereits darum, wer mir das Essen bringen sollte. Ich war dazu übergegangen, mich in den dunklen Ecken meines Gefängnisses zu verstecken, eigentlich mit der Absicht, hervorzustürzen und jeden zu erschrecken, der zu nah ans Gitter trat, aber mein Schweigen schien die Leute mehr zu beunruhigen als jede meiner Drohgebärden. Also verzog ich mich nur aus ihrem Blickfeld und beobachtete, wie die Feiglinge dicht zusammenrückten, über ihre Schultern zu meiner leeren Pritsche lugten und ihre kindischen Spiele spielten. Und als der, den sie Lucas nannten, sich bückte und meinen Teller unter dem Gitter durchschob, langte ich zwischen die Stäbe und krallte meine Finger in seine strubbeligen rotbraunen Locken.

Mit aller Kraft hielt ich ihn fest und zog seinen Kopf näher heran. Als er den Arm durchs Gitter schob, um mich abzuwehren, zerrte ich ihn nach unten, sodass ich ihm die Schulter verrenkte. Ich setzte mein Gewicht so ein, dass der Schmerz ja nicht nachließ und er den Rücken an den Käfig pressen musste, um sich etwas Erleichterung zu verschaffen. Dann steckte ich meinen freien Arm zwischen den Gitterstäben hindurch und umklammerte seinen Hals.

Lucas japste nur: "Hilfe!"

Der andere Wächter kam angerannt. "Lass ihn los. Schön friedlich. Mach keinen Ärger."

"Holt mir meine Brüder her, dann breche ich ihm vielleicht nicht das Genick." Ich war mir ziemlich sicher, dass ich nicht stark genug war, um ihn ernsthaft zu verletzen, aber die Drohung schien den namenlosen Wächter in eine Art stumme Panik zu versetzen. Alice hatte die Männer offenbar vor mir gewarnt. Das konnte ich mir zunutze machen.

Lucas tat sein Bestes, um ruhig zu bleiben, aber als sein Kollege zu lange brauchte, um zu entscheiden, was jetzt getan werden sollte, brüllte er: "Hol Trent, du Dumpfbacke!"

Trent war offenbar ihr Anführer. Gut zu wissen.

"Nicht Trent! Meine Brüder!" Ich belastete Lucas' seltsam verrenkten Arm noch ein bisschen mehr, bis er wieder aufschrie.

"Stan! Geh doch!"

Stan gehorchte bereitwillig genug, aber ich rechnete trotzdem nicht damit, dass meine Brüder gleich durch die Tür kommen würden. Nicht wirklich. Alice hielt sie absichtlich von mir fern. Seit ihre Freundin, die Krankenschwester, neulich Abend meine Wunden versorgt hatte, hatte sie mir nicht mal ein Update von Michaels Zustand gegeben. Ich wusste nur, dass er noch nicht wieder aufgewacht war. Und angeblich war das normal, "angesichts dessen, was er durchgemacht hat". So saß ich nun hilflos in einem Käfig, während Michael im Koma lag und meine anderen Brüder in der Obhut einer Psychopathin waren, die drei Menschen umgebracht hatte und krankhaf

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