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My Dear Sherlock - Wie alles begann Band 1 von Petty, Heather (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2015
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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My Dear Sherlock - Wie alles begann

Seit der BBC- Serie ist Sherlock Holmes angesagter denn je London 2015: Als das 17-jährige Genie Sherlock auf die 16-jährige James 'Mori' Moriarty trifft , ist er fasziniert von ihrem Scharfsinn und ihrem Witz. Zwei Seelenverwandte haben sich gefunden - und als kurz nach ihrer ersten Begegnung im Regentspark ein schauerlicher Mord geschieht, dessen Opfer in der Jugend mit Moris verstorbener Mutter befreundet war, begibt sich das Mädchen auf die Suche nach dem Täter. Sherlock immer an ihrer Seite werden sie beide tief hineingezogen in die Vergangenheit von Moris Familie und decken ein schreckliches Geheimnis auf. Sollte Moris gewalttätiger Vater ein Mörder sein - und hat er sein nächstes Opfer womöglich schon im Visier? Heather Petty hat ein Faible für Rätsel seit sie zwölf war. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt stellte sie fest, dass Geschichten, in denen es um Morde in Londoner Stadthäusern und englischen Küstenstädtchen geht, das Nonplusultra sind. Zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und vier hoffnungslos verwöhnten Katzen lebt sie in Nevada.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 28.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641170127
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: My Dear Sherlock Bd.1
    Originaltitel: Lock & Mori No. 1
    Größe: 3491 kBytes
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My Dear Sherlock - Wie alles begann

K APITEL 1

B ei meiner ersten Begegnung mit Sherlock Holmes trug ich einen Hut mit einer langen Feder. Das war am vierten März. An das Datum erinnere ich mich nur, weil meine Brüder beim Frühstück alle drei blöde März-Herz-Schmerz-Witze rissen. Freddie hatte sogar rosa Herzen mit entsprechend kitschigem Gequake auf sein Handydisplay geladen, das er tausend Mal abspielte, bis ich drohte, das Ding ins Klo zu werfen. Ausnahmsweise schien es eher Segen als Fluch, in die Schule gehen zu müssen. Doch dieses Gefühl hielt nicht lange vor.

Gleich als Erstes hatten wir eine Doppelstunde Mathe, in der ich mal wieder darauf bestehen musste, dass der Lehrer meine Hausaufgaben nicht als falsch bezeichnen konnte, nur weil er nicht auf der Höhe der neuesten Mathetheoreme war und der Fehler offensichtlich im Lehrbuch lag. Danach hatten wir Wirtschaft, wo es um ein paar Texte ging, die ich im vergangenen Jahr in den Sommerferien gelesen hatte. Nach dem Mittagessen musste ich mich im Labor langweilen, nachdem Marcus Gregson unser chemisches Experiment in eine schwarz schmorende Masse verwandelt hatte, die den ganzen Raum verpestete. Wie er das geschafft hatte, obwohl ich zweimal eingegriffen hatte, damit er nicht alles ruinierte, bekäme auch der schlauste Detektiv aller Zeiten nicht heraus. Ich hatte Marcus gewarnt, dass seine Berechnungen nicht stimmten, aber die Lehrerin hatte mich versprechen lassen, dass Marcus in diesem Schuljahr wenigstens ein einziges Experiment zu Ende bringen durfte. Selbst schuld, wenn ihr Labor monatelang nach Chemiewaffen stank.

Im letzten Kurs des Tages hoffte ich schon, dem Wahnsinn entronnen zu sein, doch weit gefehlt. Wer rechnet schon kurz vor Schulschluss damit, von einem Feueralarm ins Allerheiligste des exzentrischsten berüchtigtsten Kerls der ganzen Stufe verschlagen zu werden? Noch dazu mit einem Federhut auf dem Kopf.

Miss Francis, unsere Schauspiellehrerin, reagierte sofort auf die Sirenen und Blinklichter und wies die Schüler an, die Bühne besonnen zu verlassen. Alle außer mich jedenfalls. "Mori, sei so lieb, spring nach unten ins Lager und hol den guten Mr Holmes", sagte sie.

Miss Francis fing jeden Satz mit "sei so lieb" an. "Hört er die Sirenen denn nicht von allein?", fragte ich.

Möglicherweise nickte sie oder schüttelte den Kopf, doch weil sie mich bereits durch eine Seitentür von der Bühne schob, konnte ich es nicht sehen. "Wenn er experimentiert, hat Sherlock keinen Sinn für so banale Dinge wie einen Feueralarm. Bitte beeil dich, ja?"

Selbstverständlich hatte ich von Sherlock Holmes und seinem Geheimlabor im Keller des Theaters gehört. Die Vorstellung war einfach so comicmäßig, dass sich die Nachricht in Windeseile an der Schule verbreitete. Er war der Meinung, das Chemielabor entspräche nicht seinen Ansprüchen - der einzige Aspekt an der Geschichte, der mich faszinierte -, und seine Mutter hatte den Schulleiter irgendwie überredet, ihm einen eigenen Raum zu überlassen. Ich hegte den Verdacht, dass sie den Schulleiter mit seinem Lieblingsargument überzeugt hatte - Geld.

Auf der dunklen Kellertreppe stellte ich mir vor, wie ein Labor wohl aussähe, das so viel besser wäre als unser normales, während hinter mir die grellen Blinklichter zuckten, die in dem trüben Licht noch viel heller erschienen. Erst als ich die Flügeltür zu dem Arbeitsraum aufriss, fiel mir ein, dass ich ja noch vom Hut bis zum Spitzensaum, der leicht über den staubigen Linoleumboden im Flur fegte, verkleidet war. Allzu peinlich war es mir aber nicht, denn Sherlocks Haare standen an einer Seite fast so hoch wie meine Feder. Er wandte mir den Rücken zu und strich so heftig durch seinen Schopf, dass sofort klar war, wie es zu dieser lächerlichen Frisur gekommen war.

Das Labor machte eigentlich nicht viel her und bestand aus zwei langen Tischen mit der Grundausstattung: Laborgeräte aus Glas, Rohre, Brenner, j

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