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Never Never Roman von Hoover, Colleen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.01.2018
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Never Never

Das Meisterwerk der Bestsellerautorinnen Colleen Hoover und Tarryn Fisher

Charlize, genannt Charlie, und Silas, beste Freunde seit der Kindheit und heimliches Paar gegen den Willen ihrer Familien, wachen auf und erinnern sich an ... nichts. Beider Erinnerungen sind wie weggewischt. Was steckt dahinter? Oder besser: wer? Beim Versuch herauszufinden, wer sie sind und was passiert ist, kommen sie einer Familienfehde auf die Spur, in die sich ihre Eltern verwickelt hatten und die sie und ihre Liebe auseinandergetrieben hatte. Doch was hat das mit ihrem gemeinsamen Gedächtnisverlust zu tun? Und dann geschieht es erneut: Genau 48 Stunden nach dem ersten Mal erwacht Silas ohne Erinnerung an all das, was zuvor war. Und ohne Charlie – denn die ist wie vom Erdboden verschwunden.

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ?Weil ich Layken liebe?, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ?New York Times?. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt sie weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Auch in Deutschland hat Colleen Hoover die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert - ihr Roman 'Nur noch ein einziges Mal' stand auf Platz 1 der Spiegel-Paperback-Liste. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 12.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423433815
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Never Never 01 / 02 / 03
    Größe: 933kBytes
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Never Never

1

Charlie
Ein Poltern. Bücher fallen auf den fleckigen Linoleumboden und schlittern ein Stück weiter, drehen sich im Kreis, bevor sie vor einem Paar Füße zum Stillstand kommen. Vor meinen Füßen. Ich erkenne weder die schwarzen Sandalen noch die roten Zehennägel, aber sie bewegen sich, wenn ich es ihnen befehle, also müssen es wohl meine sein. Oder?

Eine Glocke ertönt.

Schrill.

Ich zucke zusammen. Mein Herz rast. Meine Augen wandern von links nach rechts, während ich meine Umgebung erkunde und mich bemühe, mir nichts anmerken zu lassen.

Was war das für eine Glocke?

Wo bin ich?

Jugendliche mit Rucksäcken auf dem Rücken strömen in den Raum. Sie reden und lachen. Eine Schulglocke. Sie lassen sich an die Tische gleiten, eine Stimme übertönt die andere. Ich sehe eine Bewegung zu meinen Füßen und fahre überrascht zusammen. Jemand beugt sich hinab und hebt Bücher vom Boden auf; ein rotgesichtiges Mädchen mit Brille. Bevor sie sich aufrichtet und davoneilt, sieht sie zu mir hoch. In ihrem Blick liegt Angst. Ein paar Leute lachen. Ich schaue mich um und denke, sie lachen über mich, aber sie sehen nur das Mädchen mit der Brille an.

"Charlie!", ruft jemand. "Hast du das nicht gesehen?" Und dann: "Charlie ... was ist los mir dir ... hallo ...?"

Mein Herz schlägt schnell, so schnell.

Wo bin ich? Warum kann ich mich an nichts erinnern?

"Charlie!", zischt jemand. Ich sehe mich um.

Wer ist Charlie? Wer heißt hier Charlie?

Es sind so viele hier. Lauter Jugendliche mit blonden, mit braunen, mit zotteligen Haaren, mit Brille, ohne Brille ...

Ein Mann kommt herein. Er trägt eine Aktentasche, die er vor sich auf den Tisch legt.

Der Lehrer. Ich bin in einem Klassenzimmer und das hier ist der Lehrer. Highschool oder College?, frage ich mich.

Plötzlich stehe ich auf. Ich bin hier am falschen Platz. Alle sitzen, nur ich stehe ... gehe.

"Und wo möchten Sie hin, Miss Wynwood?" Der Lehrer sieht mich über den Rand seiner Brille hinweg an, während er durch einen Stapel mit Papieren blättert. Er lässt ihn mit Schwung auf den Tisch fallen und ich erschrecke. Ich muss wohl Miss Wynwood sein.

"Bestimmt hat sie Bauchweh!", ruft jemand. Ein paar lachen. Ich spüre, wie es mir kalt den Rücken hinaufsteigt und über meine Arme kriecht. Sie lachen mich aus, dabei weiß ich nicht einmal, wer diese Leute hier sind.

Ich höre die Stimme eines Mädchens: "Halt die Klappe, Michael."

"Ich weiß nicht", sage ich und höre zum ersten Mal meine Stimme. Sie ist zu hoch. Ich räuspere mich und probiere es noch einmal. "Ich weiß nicht. Ich sollte nicht hier sein."

Mehr Gelächter. Ich betrachte die Poster an den Wänden, die Gesichter von Präsidenten, darunter die jeweiligen Daten. Geschichte? Das hier muss wohl eine Highschool sein.

Der Mann - der Lehrer - legt den Kopf schief, als hätte ich etwas sehr Dummes gesagt. "Und wo sonst solltest du sein, wenn wir einen Test schreiben?"

"Ich ... ich weiß nicht."

"Setz dich", sagt er. Wenn ich jetzt gehen würde, wüsste ich nicht, wohin. Ich mache kehrt. Das Mädchen mit der Brille sieht zu mir hoch, als ich an ihr vorübergehe, wendet dann aber rasch den Blick ab.

Sobald ich sitze, teilt der Lehrer Blätter aus. Er geht zwischen den Tischen hin und her, während er uns mit eintöniger Stimme erklärt, zu wie viel Prozent dieser Test für unsere Endnote zählt. Als er bei meinem Tisch angekommen ist, bleibt er mit eine tiefen Falte zwischen den Augenbrauen stehen. "Ich weiß nicht, was du hier gerade für eine Nummer abziehst." Er presst die Spitze eines fetten Zeigefingers auf meinen Tisch. "Was immer es ist, ich habe jedenfalls die Nase voll. Noch mehr von diesem Theater und ich schicke dich zum Direktor." Damit klatscht er mir den Test vor die Nase und geht weiter.

Ich nicke

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