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Nordlicht, Band 03 Die Magie der wilden Pferde von Müller, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.03.2019
  • Verlag: Egmont Schneiderbuch
eBook (ePUB)
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Nordlicht, Band 03

Magisches Island Island hat Elin tief in seinen Bann gezogen. Aber die Pferdeinsel im hohen Norden birgt ein düsteres Geheimnis. Etwas Bedrohliches braut sich zusammen und nicht nur Ljósadís und ihr Fohlen sind in großer Gefahr. Auf einmal liegt nicht weniger als die Zukunft Islands in Káris und Elins Händen. Aber wem können sie noch vertrauen? Und was plant Freyja, Káris Freundin aus Kindertagen? Es steht viel auf dem Spiel und Elin muss Entscheidungen treffen, die ihr ganzes Leben beeinflussen ... Ein packendes Pferdeabenteuer im Land der Elfen, Feen und Trolle mit einem Hauch Romantik.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 07.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783505142321
    Verlag: Egmont Schneiderbuch
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Nordlicht, Band 03

1. Kommen und Gehen

Wir stehen am Flughafen von Keflavík. Erster Stock, Abflugebene, vor den Sicherheitskontrollen. Den Ankunftsbereich finde ich wesentlich schöner. Wer will denn freiwillig zurück nach Deutschland oder sonst wohin?

Amy und ich liegen uns weinend in den Armen. Ich kann schon gar nichts mehr sehen durch den Tränenschleier. Meine Stirnhöhlen brummen, der ganze Kopf dröhnt, und mein Kragen ist total nass geheult.

"Ich will hier nicht weg", schluchzt meine Freundin.

"Aber Thorben wartet doch", schniefe ich. "Und Mara und Anne und Malin."

"Ich möchte in Island bleiben!", wiederholt Amy.

Wir weinen eine neue Runde. Um uns herum schieben sich andere Fluggäste vorbei, überholen, drängeln, meckern.

Aber das ist mir egal.

Mom legt mir behutsam den Arm auf die Schulter, und Nele zieht gleichzeitig sanft an Amys Rucksack. "Auseinander, ihr beiden. Wir müssen jetzt wirklich los. Das Boarding hat schon begonnen."

"Ich will nicht. Das ist so ungerecht!" Widerstrebend löse ich mich von Amy und drücke ihr einen Kuss auf die Wange. "Grüß mir die anderen", bitte ich leise und wische mit dem Ärmel über meine verquollenen Augen.

Nele und Amy gehen langsam durch die Abfertigung in den Sicherheitsbereich und verteilen Handgepäck, Jacken und die Beutel mit Zahnpasta, Deo und Cremetuben in die Plastikschalen auf dem Rollband des Röntgengerätes.

Ein letzter Blick, wir winken, dann sind sie hinter den Kontrollen verschwunden.

Mom seufzt und sieht mich an. "Na, kranke Maus? Wärst du lieber mitgeflogen?"

Ich putze mir geräuschvoll die Nase und versuche ein Lächeln. "Auf keinen Fall. Du?" Mein Kopf schmerzt immer noch, und mir ist übel. Aber das würde ich niemals zugeben. Es war schwer genug, Mom zu überreden, mich zumindest für den Abschied von Amy und Nele aus dem Bett zu lassen.

Mom zwinkert mir zu, und Arm in Arm fahren wir die Rolltreppe hinunter. "Na, dann mal schnell ab zurück ins Bett, du gehirnerschütterte Fohlenretterin."

"Was tut man nicht alles für seine Mutter und die Liebe?", scherze ich. Immerhin hat uns mein kleiner Unfall ein amtliches Flugverbot vom Arzt eingebracht - und das fanden wir beide gar nicht sooo schlecht. Glück im Unglück quasi. Okay, ich geb's zu: Ich hätte den Doc knutschen können!

Mindestens drei Wochen mehr Island, Kári, Ljósadís und Ljóri - es gibt absolut Schlimmeres!

Leider darf ich erst mal nicht reiten oder fernsehen. Mom hat sogar mein Handy konfisziert und mir die Kissen geklaut - alles schlecht für meinen durchgeschüttelten Schädel und echt megadoof. Das habe ich ein bisschen unterschätzt. Aber wir haben Islandverlängerung, und der Rest wird sich finden.

Gunnar wartet schon auf dem Parkplatz. Als er uns sieht, lässt der bärtige Hüne die Zeitung sinken, setzt sich in den Wagen und startet den Motor.

"Willkommen zurück", begrüßt er uns, als wir einsteigen, und Mom kriegt ein Küsschen. Dabei waren wir gerade mal eine halbe Stunde weg.

Hmm. Auch wenn es ja quasi meine Idee war, meine Mutter mit einem Einheimischen zu verkuppeln, muss ich mich doch noch ein bisschen an den Gedanken gewöhnen, dass Mom sich tatsächlich den Chef der Pferdefarm gekrallt hat. Kaum wird man mal kurz in einer Eishöhle bewusstlos, passieren um einen herum die unglaublichsten Dinge! Hammer!

Und meine frisch verliebte Mutter ist nur die Spitze des Eisbergs.

Ich beginne gerade zaghaft, den sonderbaren Umstand zu akzeptieren, dass mein Freund Kári nicht einfach ein etwas altmodischer isländischer Pferdejunge ist, sondern zum sogenannten Unsichtbaren Volk gehört. Aber außer Mom und Erla weiß das niemand. Und das kann auch erst mal so bleiben. Die denken ja sonst alle, dass ich total durchgeknallt bin oder mir bei dem Versuch, das Fohlen zu retten, einen bleibenden Schaden zugezogen habe.

Kári und ich haben uns kennengelernt, als Mom und ich das erste Mal

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