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Princess Academy, Band 1: Miris Gabe von Hale, Shannon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2017
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Princess Academy, Band 1: Miris Gabe

Prinzessin mit Girl-Power Miri lebt in ärmlichen Verhältnissen, Hunger und harte Arbeit kennt sie nur zu gut. Doch dann nimmt ihr Leben eine märchenhafte Wendung: Der Prinz verkündet, dass er seine zukünftige Braut unter den Mädchen ihres Dorfes wählen wird! Aber Prinzessin will gelernt sein! Darum wird auch Miri auf die Princess Academy geschickt. Doch hier geht es alles andere als vornehm zu. Zickenkrieg und Intrigen sind nur der Anfang ... Band 1 der märchenhaften Fantasy-Trilogie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 20.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473478521
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Princess Academy .1
    Originaltitel: Princess Academy
    Größe: 3165 kBytes
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Princess Academy, Band 1: Miris Gabe

Der Osten sagt, es tagt.
Meine Augen öffnen sich verzagt.
Mein Bett umschlingt mich, und lockt mich, zu bleiben.
Doch schon das Lied des Tages erklang,
das singt: Der Winter ist lang!
Oh, weiche Daunen, so muss ich denn scheiden!

Miri erwachte vom Meckern einer Ziege. Es war noch nachtdunkel, aber vermutlich kroch der Geruch nach Morgendämmerung durch die Ritzen in den Steinmauern des Hauses und hatte die Ziegen aufgeweckt. Noch im Halbschlaf spürte sie die kühle, spätherbstliche Luft auf ihrem Gesicht. Am liebsten hätte sie sich eng in ihre warme Decke eingekuschelt und wie ein Bär den Frost verschlafen.

Dann fielen ihr die Händler wieder ein. Blitzschnell stieß sie die Bettdecke mit den Füßen weg und setzte sich auf. Ihr Pa war der Meinung, dass heute der Tag war, an dem sich die Wagen über den Bergpass quälen und rumpelnd in ihr Dorf einfahren würden. Jetzt, wo der Winter vor der Tür stand, warteten die Dorfbewohner begierig darauf, den letzten Handel des Jahres abzuschließen. Sie schlugen bis tief in den Abend hinein die Lindersteine, um noch mehr zum Tauschen zu haben und mehr Nahrungsmittel kaufen zu können, damit sie während der Monate, in denen der Schnee das Dorf von der Außenwelt abschnitt, ein kleines bisschen weniger hungern mussten. Miri wollte unbedingt helfen.

Beim Aufstehen verfluchte sie im Stillen das Rascheln ihrer Matratze, die mit trockenen Erbsen gefüllt war, und stieg vorsichtig über ihren Pa und ihre ältere Schwester Marda. Sie schliefen beide noch. Eine ganze Woche lang hatte sie die ängstliche Hoffnung gehegt, dass es ihr heute gelingen würde, vor ihrem Pa im Steinbruch zu sein. Vielleicht würde er sie dann nicht wegschicken.

Sie zog ihre Wollleggings und ein Hemd über ihren Schlafanzug. Aber sie hatte noch nicht einmal den ersten Stiefel zugeschnürt, als ihr das Knirschen von Erbsen verriet, dass noch jemand erwacht war.

Ihr Pa schürte das Herdfeuer und legte Ziegendung auf. Das orangefarbene Licht wurde heller und warf seinen riesigen Schatten an die Wand.

"Ist es schon Morgen?" Marda stützte sich auf den Ellbogen und blinzelte in den Feuerschein.

"Nur für mich", sagte ihr Pa.

Er schaute zu Miri, die erstarrt dastand, einen Stiefel am Fuß, die Schnürsenkel in der Hand.

"Nein." Mehr sagte er nicht.

"Pa." Miri stieß ihren anderen Fuß in den zweiten Stiefel und ging zu ihm. Die Schnürsenkel schleiften über den Boden aus festgestampftem Lehm. Als ob ihr die Idee gerade erst gekommen wäre, sagte sie: "Wegen der Unfälle und dem schlechten Wetter, das wir hatten, dachte ich mir, du könntest vielleicht meine Hilfe gebrauchen. Nur bis die Händler kommen."

Ihr Pa sagte nichts mehr, aber an der Konzentration, mit der er seine Stiefel anzog, erkannte sie, dass er seinem Nein nichts mehr hinzufügen würde. Von draußen drang eins der Lieder herein, das die Arbeiter immer sangen, wenn sie zum Steinbruch gingen. Doch schon das Lied des Tages erklang, das singt: Der Winter ist lang! Der Gesang kam näher. Und Miris Drang und Verlangen wurden immer stärker. Sie wollte mitsingen, mitgehen, hurtig, hurtig!, bevor die Arbeiter vorbei waren, bevor der Winter den Berg in eine dicke Schneedecke hüllte. Ihr war, als würde das Lied ihr Herz zerquetschen, als würde es zwischen zwei Steinen feststecken. Es war ein Lied der Einheit, und sie gehörte nicht dazu.

Verlegen, weil sie gezeigt hatte, dass sie mitkommen wollte, zuckte Miri mit den Schultern und sagte: "Wie du willst." Sie holte die letzte Zwiebel aus dem Fass, schnitt eine Scheibe Ziegenkäse ab und reichte ihrem Vater das Essen, als er die Tür öffnete.

"Danke, meine Blume. Wenn die Händler heute kommen, mach mich stolz." Er küsste sie auf den Scheitel und fiel in den Gesang der anderen mit ein, noch bevor er si

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