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Privatdetektiv Mike McCoy - Wüstenschnee / Unternehmen Barrakuda von Schröder, Rainer M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.02.2009
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Privatdetektiv Mike McCoy - Wüstenschnee / Unternehmen Barrakuda

Die letzten beiden Fälle von Privatdetektiv Mike McCoy. Gefährliches Spiel in Las Vegas und Mike McCoy mischt kräftig mit. Sein fünfter Fall bringt den Privatdetektiv in große Bedrängnis. Am Anfang seines letzten Falles steht ein ungwöhnliches Geschäft. Zehntausend Dollar soll McCoy bekommen - für einen einzigen Anruf. McCoy lässt sich darauf ein. Eine Entscheidung, die unabsehbare Folgen hat ... Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit seiner Frau in den USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 02.02.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641010454
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Größe: 736 kBytes
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Privatdetektiv Mike McCoy - Wüstenschnee / Unternehmen Barrakuda

Berufsrisiko (S. 65-67)

Lucky kehrte kurz nach zwei in die Suite zurück, um die restlichen Jetons zu holen. Als er das Hotelzimmer verlassen wollte und die Tür öffnete, stand Mike McCoy vor ihm. Er fiel ihm fast in die Arme. "Heiliger Strohsack!", stieß Lucky entsetzt hervor. "Man könnte meinen, du wärst durch die Müllhalden von Las Vegas geschleift worden." Der Privatdetektiv sah schrecklich aus. Sein ehemals heller Anzug war völlig verdreckt. Hässliche Flecken bedeckten Jacke und Hose. Die Revers waren mit Ketschup beschmiert und schwarzes Kaffeemehl klebte an seinen Schuhen. Geronnenes Blut, das aus einer Platzwunde an der Unterlippe gesickert war, bildete am Kinn eine dunkle Kruste. Die Haut unter dem linken Auge war angeschwollen und schillerte in allen Farben. "Dich hat man ja schön zugerichtet! Mit wem hast du dich bloß angelegt?"

"Sicherlich nicht mit der Heilsarmee", antwortete Mike McCoy undeutlich und taumelte ins Zimmer. Er hatte das Gefühl, als wäre seine linke Gesichtshälfte samt der Unterlippe zu Ballongröße aufgequollen. Lucky schloss schnell die Tür und stützte ihn, als er schwankend wie ein Betrunkener zum Bad wankte. "Bist du verletzt, Mike? Soll ich einen Arzt rufen?" Mike McCoy winkte kraftlos ab.

"Nichts weiter ... als ein ... paar dutzend Kratzer ... und Blutergüsse." Das Sprechen bereitete ihm Schmerzen. Die Haut an seiner Unterlippe spannte sich unerträglich und bei jedem Atemzug schienen tausend kleine, aber ungemein scharfe Messer seine Rippenpartie zu traktieren. "Sag mir, wer dich so durch den Wolf gedreht hat, und ich mach Wackelpudding aus ihm!" "Danke, aber Angela bleibt mir das Honorar schuldig, wenn ich dich im Leichenhemd nach Hause bringe", murmelte McCoy. "Aber du kannst dich anders nützlich machen, indem du den Zimmerservice anrufst und Eisbeutel kommen lässt. Ich schaffe es schon allein bis ins Bad."

"Bestimmt?" "Ja, zum Teufel noch mal!" "Eisbeutel. Wird sofort erledigt!" Im luxuriösen Bad, das wohl so groß war wie das Wohnzimmer eines Durchschnittsamerikaners, schälte sich Mike McCoy ganz vorsichtig aus dem schmutzigen, nach Abfall stinkenden Anzug. Er schleuderte die Schuhe von sich - und stöhnte bei dieser abrupten Bewegung schmerzhaft auf. Er presste die Zähne zusammen, als er unter der Dusche stand und eiskaltes Wasser auf seinen gepeinigten Körper trommelte. Kochende Wut auf diesen Rory und seine Komplizen verdrängte die Schmerzen für einen Augenblick.

Dass sie ihn zusammengeschlagen hatten, nahm er ihnen nicht halb so übel wie die Sache mit dem Abfallcontainer. Als er aus der Bewusstlosigkeit erwacht war, hatte er noch vor den Schmerzen den Ekel erregenden Fäulnisgestank wahrgenommen. Er hatte sich instinktiv abwenden wollen und dabei in irgendetwas Matschiges gefasst. Und dann hatte er die Augen aufbekommen und gesehen, dass die Gangster ihn in den Abfallcontainer geworfen hatten. Er hatte bestimmt zehn Minuten oder sogar mehr damit verbracht, sich an der stinkenden Eisenwand des Behälters hochzuziehen. Diese Demütigung würde er ihnen nie verzeihen. Nach der Dusche fühlte er sich wieder einigermaßen menschenwürdig, wenn auch die Schmerzen jetzt eher noch stärker waren als zuvor. Er fuhr in seinen Bademantel, wankte hinüber ins Schlafzimmer und streckte sich vorsichtig auf dem Bett aus.

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