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Private - Spiel mit, wenn du dich traust von Brian, Kate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Private - Spiel mit, wenn du dich traust

Highschool, Glamour, Intrigen
Reed hat es geschafft: Sie wurde in den exklusiven Kreis der Billings-Girls aufgenommen. Damit steht ihr eine glorreiche Zukunft bevor - wäre da nicht ihre neue Mitbewohnerin Natasha. Sie erpresst Reed mit Fotos, die zeigen, wie sie betrunken auf einer Party rumknutscht. Bekäme die Schulleitung die Fotos in die Hände, wäre das Reeds Ende. Doch um Natasha davon abzuhalten, sie anzuschwärzen, muss Reed ihre neuen Freundinnen ausspionieren und deren eigenen Schulverweis riskieren. Reed muss sich entscheiden: Die Mädchen verraten oder ihren Zukunftstraum aufgeben ...

Kate Brian hat einen Bachelor-Abschluss in Englischer Literatur und Journalismus an der Rutgers Universität gemacht und arbeitete vier Jahre als Lektorin, bevor sie mit ihrer Private-Serie die New York Times- und USA Today-Bestsellerlisten stürmte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 08.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641214098
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: cbt Taschenbücher Bd.31211
    Originaltitel: Private Series #2 - Invitation only
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Private - Spiel mit, wenn du dich traust

Whittaker

Die Nacht war kalt. Kalt und stockfinster, ohne Sterne, ohne Mond, dafür aber mit einem Wind, der bei jedem Stoß eine Flut von Blättern von den Bäumen fegte - Blätter, die vom morgendlichen Nieselregen noch ganz nass waren. Glitschig und verfault fühlten sie sich an, wenn sie zufällig auf unbedeckte Haut fielen, und als der nächste Windstoß über die Hügel peitschte, duckten wir uns alle und zogen die Kleidung fester um unsere Körper. Allmählich begann ich zu zittern.

"Bäh! Da ist eins in meinem Nacken!", rief Taylor Bell und beugte sich mit hochgezogenen Schultern nach vorne. In einer Hand hielt sie eine Flasche Wodka, aus der sie den ganzen Abend getrunken hatte, und mit der anderen schlug sie vergeblich hinter sich. Das große gelbe Ahornblatt klebte an ihrem Nacken und presste die blonden Locken, die sich aus ihrem Pferdeschwanz gelöst hatten, platt an ihren Hinterkopf. "Macht es weg!"

Eigentlich war Taylor keine große Trinkerin, aber heute Abend hatte sie Alkohol in sich hineingeschüttet, als sei es Apfelsaft. Nach dem Eltern-Wochenende - das erst wenige Stunden zuvor mit einer Zeremonie in der Kapelle der Easton Academy zu Ende gegangen war - hatte sie wohl, wie viele andere auch, das Bedürfnis, sich ein bisschen zu entspannen. Allerdings hatten Taylors Eltern nett gewirkt, und sie hatte den Eindruck gemacht, sich in ihrer Gegenwart zumindest wohlzufühlen. Vielleicht bedrückte sie in Wirklichkeit ja etwas ganz anderes.

"Macht es weg!", jammerte sie wieder. "Leute!"

"Schau nicht mich an", sagte Kiran und nahm einen damenhaften Schluck aus ihrem silbernen Flachmann. Sie zog ihren langen Kaschmirmantel um die Knie und hielt ihn fest. "Ich hatte vorhin erst eine Maniküre."

Kiran, das erste richtige Model, das ich persönlich kennengelernt hatte, und in meinen Augen eines der schönsten Mädchen überhaupt, hatte immer gerade irgendetwas machen lassen: Highlights, dunkle Strähnchen, Dermabrasion, Algenwickel für die Oberschenkel, mit einem Faden gezupfte Augenbrauen. Das meiste klang nach Folter, aber offensichtlich brachte es was.

Noelle Lang rollte mit den Augen und zupfte das große, nasse Blatt von Taylors Nacken. "Divas", sagte sie verächtlich und nahm es weg. Das Blatt landete auf dem Boden, direkt vor dem flachen Felsen, auf dem Ariana Osgood saß. Ariana sah nach unten und studierte das Blatt, als enthielte es den Sinn des Lebens. Ein leichter Windstoß wehte ihr langes, fast schon weißblondes Haar von den Schultern, und sie betrachtete es, um dann zufrieden die Augen zu schließen.

Ich nahm mir ein drittes Bier aus der Kühlbox auf der anderen Seite der Lichtung und beobachtete die Szenerie wie eine Anthropologin eine bisher unbekannte Subspezies des Menschen. Von dem Moment an, als ich sie vor einem Monat zum ersten Mal durch ein Wohnheimfenster für Zehntklässlerinnen der Easton Academy gesehen hatte, war ich von den Billings-Girls fasziniert gewesen. Anfangs hatte ich sie nur heimlich angehimmelt, da es unmöglich schien, an sie heranzukommen. Aber das hatte sich schnell geändert. Jetzt war ich mit den Billings-Girls befreundet. Wir wohnten im gleichen Wohnheim und machten regelmäßig illegal Party im Campus-Wald.

Vorausgesetzt, man ließe "zweimal" als regelmäßig durchgehen.

Ich gehörte jetzt zu ihnen. Ich hatte es in Easton zu etwas gebracht. Allerdings hätte ich selbst nicht so genau erklären können, wie es dazu gekommen war. Eigentlich hatte ich gedacht, sie wären sauer auf mich, weil ich mich weiterhin mit meinem Freund Thomas Pearson getroffen hatte, den keine von ihnen mochte. Ich hatte schon befürchtet, sie als Freundinnen verloren zu haben, weil ich sie hintergangen und Thomas versprochen hatte, zu ihm zu halten und ihm bei seinen Problemen zu helfen. Doch offensichtlich hatte sie mein Verhalten beeindruckt.

Irgendwie. Und das war ein Glück, denn mit ihrer Hilfe hatte ich vielleicht tatsächlich die Chance,

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