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Rätsel um das Spukhotel von Göhmann, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.02.2016
  • Verlag: Emons Verlag
eBook (ePUB)
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Rätsel um das Spukhotel

Wandelt der verstorbene Professor Frankenthal als Gespenst in seinem letzten Wohnsitz, dem ehemaligen Schlosshotel Seerose, umher? Als die 'Waghalsigen Drei', Leo, Liska und Lukas, von einem Gewitter überrascht werden, beschließen sie, in der verlassenen Villa Unterschlupf zu suchen. Was sie dabei erleben, grenzt ans Unfassbare: Ein schauerlicher Spuk spielt sich vor ihren Augen ab. Wer sind die Männer, die in der Villa nachts ihr Unwesen treiben, und was hat es mit den Bildern auf sich, die der Professor wenige Jahre vor seinem Tod gemalt hat? Verbirgt sich sogar ein Schatz im alten Schlosshotel? Es gilt, schnell zu sein, denn die 'Waghalsigen Drei' sind nicht die Einzigen, die das Geheimnis der alten Villa lösen wollen. Thomas Göhmann, 1974 in Hannover geboren, ist Gymnasiallehrer und unterrichtet die Fächer Deutsch und Geschichte. Vor seiner Tätigkeit als Kriminalautor war er in seiner Freizeit als Schulbuchautor tätig. Da das Allgäu seit seiner Kindheit zu einer Art zweiten Heimat geworden ist, spielt sein Krimi konsequenterweise im 'Königswinkel' um Füssen, rund um das Schloss Neuschwanstein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 180
    Erscheinungsdatum: 29.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863586911
    Verlag: Emons Verlag
    Größe: 2935 kBytes
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Rätsel um das Spukhotel

Klatschnass

Mit verkniffenem Gesicht trat Leo in die Pedale. "Los jetzt! Tempo, sonst werden wir nass", rief er seinen Freunden mit einem gewagten Blick über die rechte Schulter zu. Sein Rad kam dabei auf der unebenen Straße bedenklich ins Schlingern.

"Mach die Augen auf und guck nach vorne, sonst landest du in der Böschung", erwiderte Lukas schnaufend. "Und hör auf, uns anzutreiben. Wir fahren doch schon so schnell wir können!" Ihm war unerklärlich, wie sein beleibter Klassenkamerad ein solches Tempo an den Tag legen konnte, zumal Leo im Sportunterricht gerade knapp an einer Fünf vorbeigeschrammt war.

"Ich möchte jetzt keine Diskussion um meine Figur beginnen", ereiferte Leo sich, "aber wenn hier jemand alles gibt, dann doch wohl ich. Im Vergleich zu mir seid ihr schließlich tausendmal sportlicher."

Liska, die hinter den beiden Streithähnen fuhr, wusste, dass es sinnlos war, sich mit Leo auf lange Debatten einzulassen. Deshalb schwieg sie lieber und richtete ihren Blick stattdessen gebannt auf die Straße, die nun in einen holprigen, von Wiesen umgebenen Feldweg mündete. Nur kein Schlagloch erwischen, dachte sie, denn dass sie bei diesem Tempo über den Lenker flog und eine Bruchlandung hinlegte, war so ziemlich das Letzte, was sie jetzt brauchen konnte.

Vor vier Tagen hatten endlich die Sommerferien begonnen - und wie! Das Wetter musste mitbekommen haben, dass Ferienanfang war, denn seit Beginn der schulfreien Zeit hatte sich eine wahre Hitzewelle über der Region ausgebreitet. Also waren die drei Freunde jeden Tag zum Baden an den Alatsee gefahren. Dort trafen sie sich mit den anderen Schülern aus ihrer Klasse, die nicht oder noch nicht in Urlaub gefahren waren. Den größten Spaß bereitete ihnen dabei eine abenteuerliche Konstruktion: An einen großen Baum, dessen Äste über das Wasser ragten, hatten sie ein dickes Seil geknotet. Daran konnte man meterweit hin- und herschwingen, um dann im richtigen Augenblick mit lautem Gebrüll ins kühle, türkisblaue Nass zu springen.

Mindestens ebenso lustig waren die Reaktionen der erwachsenen Badegäste, die den Kindern meistens mit sorgenvoller Miene, manchmal aber auch mit stiller Bewunderung zusahen. Letzte Woche erst hatte Liska eine ältere Dame aus Norddeutschland fast in den Wahnsinn getrieben, als sie besonders lange unter Wasser geblieben war und anschließend lauthals von sich gegeben hatte, sie sei bis zum Teufelsfelsen hinuntergetaucht. Ob das nicht alles sehr gefährlich sei, hatte die Dame wissen wollen und war von einem Klassenkameraden mit einem lässigen "Is' scho' recht so! Des passt scho'!" abgefertigt worden. Die anderen Kinder, die natürlich wussten, dass es im Alatsee gar keinen Teufelsfelsen gibt, hatten sich vor Lachen kaum noch halten können.

Mit so viel Spaß vergingen die Stunden wie im Flug. Deshalb hatten sie heute auch viel zu spät bemerkt, dass das Wetter plötzlich umgeschlagen war.

Von der schönen Nachmittagssonne und der Allgäuer Bergwelt, die normalerweise eine famose Ansicht bot, war mittlerweile nichts mehr zu sehen. Hohe, dunkle Wolken hatten sich in bizarren Formen vor den Bergen aufgetürmt. Eine bedrohlich wirkende Unwetterkulisse. Stellenweise regnete es bereits. In der Ferne ertönte ein leises Grummeln, und ein leichter Wind bewegte die Gräser auf den Weideflächen unruhig hin und her.

"Wollen wir die Abkürzung durch den Wald nehmen?", fragte Lukas zwischen zwei Schnaufern. "Wir würden mindestens zehn Minuten Fahrzeit sparen."

"Eine gute Idee!", stimmte Liska zu. "Ich bin dafür. Was ist mit dir, Leo?"

Sie hielten an der kleinen Kreuzung an, von der aus es in den Wald ging. Leo sah mit skeptischer Miene zum Himmel hinauf.

"Hm, ich halte das für ein gewagtes Manöver", überlegte er laut, während er sich den Schweiß von der Stirn wischte. "Wenn uns das Gewitter im Wald überrascht, wird es unangenehm für uns. Auf der Straße nach Schwangau gib

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