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Rebella - Eine Liebe in Paris von Alpsten, Ellen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.12.2011
  • Verlag: Coppenrath, Münster
eBook (ePUB)
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Rebella - Eine Liebe in Paris

PARIS - also: Panik, Aufregung, Reißaus nehmen in letzter Sekunde? - Als Ava ihre Koffer packt, weiß sie noch nicht, was sie in Paris wirklich erwartet. Doch dann ist da plötzlich dieser bekannte Maler 'Wolff' und Ava schwebt auf Wolke Sieben. 'Hier in Paris kann jederzeit alles passieren', sagt er und bezaubert Ava mit seinem unwiderstehlichen Charme, bis sie sich über beide Ohren in ihn verliebt. Aber ist der erfolgreiche Künstler tatsächlich ernsthaft an ihr interessiert? Ava erlebt einen Schnellkurs in Sachen Leben und Liebe - bittersüß und unvergesslich!

Ellen Alpsten wurde 1971 als Tochter eines deutschen Tierarztes in Kenia geboren und studierte nach ihrem Abitur in Deutschland zwei Jahre Jura in Köln, ehe sie an das französische 'Institut d'Etudes Politiques de Paris' wechselte. Seitdem kehrt sie, wann immer es geht, in die Seine-Stadt zurück und entdeckt sie dabei jedes Mal wieder neu. Nach ihrem Diplom arbeitete sie in London bei den Wirtschaftssendern Bloomberg TV und N24 als Produzentin und Moderatorin und veröffentlichte im Jahr 2002 ihr Debüt 'Die Zarin' bei Eichborn. Seit 2004, nach der Geburt ihres ersten Sohnes, ist Ellen Alpsten als freie Journalistin und Schriftstellerin tätig, u. a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online und Madame. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 13.12.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783649609827
    Verlag: Coppenrath, Münster
    Serie: Rebella Bd.3
    Größe: 3477kBytes
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Rebella - Eine Liebe in Paris

PARIS. Also: P anik, A ufregung, R eißaus nehmen I n letzter S ekunde? – Nein.

P ure, A bsolute, R iesige, I mmense S pannung, sonst nichts, entschied ich, als meine Mutter den Blinker setzte, um am Flughafen München auf die Parkspur vor dem Terminal zu biegen. Von meinen Gedanken ahnte sie dabei nichts und sollte es auch nicht tun, denn schließlich war sie es, die mich wegschickte. Dabei hatten wir beide in unserem reinen Frauenhaushalt doch nur einander: Du und ich, wir sind wie Amazonen und halten zusammen wie Pech und Schwefel, sagte sie oft.

"Also, wenn ich in deinem Alter einfach so einen Monat nach Paris gekonnt hätte, ich wäre vor Freude an die Decke gesprungen! Außerdem wohnen die Lefebvres in Montparnasse , ganz in der Nähe von Picassos ehemaligem Atelier. Das ist doch toll für meine kleine Künstlerin." Meine Mutter strich mir kurz und zärtlich über die Haare. "Vielleicht gehen sie mit dir im La Coupole essen. Dort ist jede Säule von einem anderen Künstler bemalt und es gibt tolle Schweinsrüssel in Aspik zu essen."

"Hör auf, Susanne, mir kommt gleich alles hoch", mischte Mogens sich fröhlich von hinten ein. "Da esse ich ja noch lieber Schnecken oder Froschschenkel."

"Die gibt es nicht mehr, zumindest keine französischen. Das hat der Artenschutz den Franzosen vermiest", entgegnete meine Mutter und schob sich die Sonnenbrille in ihr sorgfältig gesträhntes blondes Haar, um nach einem Parkplatz Ausschau zu halten. Wie man einmal im Monat an die 200 Euro für den Besuch beim Friseur ausgeben konnte, war mir ein Rätsel. Aber deshalb sahen meine Haare (die ich gerade in Heimarbeit pechschwarz gefärbt hatte) auch so aus, als könnten Vögel darin nisten. Das behauptete zumindest meine Mutter.

"Ava, andere in deinem Alter wären froh ...", begann sie wieder, worauf ich ihr patzig das Wort abschnitt: "Dann lass doch mal die anderen fahren."

Meine Mutter schwieg verletzt.

Sie in meinem Alter hatte im Friseursalon meines Großvaters gestanden und fremden Damen die Haare auf Lockenwickler gedreht, ehe sie gegen den Wunsch ihrer Eltern an der Abendschule das Abitur nachgemacht und dann Architektur studiert hatte. Daher wohl auch ihre Vorliebe für teuer gesträhnte Haare: die Stimme des Blutes, für die ich anscheinend vollkommen taub war.

"Mach nicht so ein Gesicht, Ava", sagte sie schließlich.

"Was für ein Gesicht mache ich denn? Ich habe doch nur eins. Und das hast du mir vererbt."

"Du ziehst eine Flunsch." Sie sah auf ihre Uhr. "Verdammt, ist hier wieder viel los. Sieh dir doch nur mal all die Autos an. Als ob sie eine Büchse geöffnet hätten. Können die Leute denn nicht einfach zu Hause bleiben? Es muss doch nicht jeder fliegen!" Ihr Fuß, der in einem teuren Stiletto steckte, federte ungeduldig auf dem Gaspedal auf und ab. "Glück gehabt, Parkplatz", sagte sie, ehe sie scharf und ohne zu blinken nach rechts in eine Lücke direkt vor dem Terminal bog. Ein Auto, das es ebenfalls auf den Platz abgesehen hatte, musste scharf bremsen, und hinter uns drückte jemand wütend auf die Hupe. Meine Mutter sah kurz und unbeteiligt in den Rückspiegel. Ich wandte mich um. Der Fahrer des Wagens schrie mit rotem Gesicht und schüttelte drohend seine Faust. Meine Mutter winkte ihm lächelnd zu und meinte

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