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Ritter Tollkühn: Ritter Tollkühn und das funkelnde Soundso von Schreiber, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.08.2011
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Ritter Tollkühn: Ritter Tollkühn und das funkelnde Soundso

Tom hat es geschafft: Am Hofe von König Knöterich ist er zum Ritter Tollkühn geschlagen worden. Auf seinem klapprigen Pferd reitet er mit Prinzessin Carlotta zur Geburtstagsfeier von Prinzessin Wilhelmine. Die besitzt ein funkelndes Amulett, das ihr Glück bringt. Aber der böse Rudolph hat es ihr gestohlen. Das funkelnde Soundso wird doch wohl zu finden sein, denkt Tom. Und reitet auf Sausewind in das nächste Abenteuer ... Bernd Schreiber wurde 1952 in der Pfalz geboren. Er studierteDeutsch, Religionspädagogik und Erziehungswissenschaften. Er hat inzwischen einige phantasievolle, lustige und spannendeKinderbücher geschrieben und lebt heutein Worpswede.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 25.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646921922
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Serie: Ritter Tollkühn Bd.2
    Größe: 2819 kBytes
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Ritter Tollkühn: Ritter Tollkühn und das funkelnde Soundso

Tom fühlte sich am Hofe von König Knöterich pudelwohl. Noch vor wenigen Wochen war er ein bettelarmer Niemand gewesen, der in schmutzigen und zerschlissenen Kleidern herumlief - und jetzt war er Ritter Tollkühn! Durch Zufall gelangte er an die Burg von König Knöterich. Dort rettete er an ein und demselben Tag zwei Menschen das Leben: Prinzessin Carlotta, die die einzige Lieblingstochter des Königs war, rettete er vor dem Ertrinken und den König selbst vor dem Erstickungstod. Aus Dankbarkeit hatte der König den Hungerleider mit den blauen Augen und dem braunen, struppigen Haar zum Ritter geschlagen. So etwas hatte es in dem Königreich noch nicht gegeben.

Der Einzige, dem das nicht passte, war der königliche Berater, Friedrich von Edelstein. Tom sollte beweisen, dass er auch wirklich das Zeug zum Ritter hatte, und für den König den goldenen Kelch besorgen. Wer daraus trank, würde unsterblich werden. Die tapfersten Ritter und Edelleute hatten auf der Suche nach dem sagenumwobenen Kelch schon ihr Leben gelassen. Doch Tom schaffte das Unmögliche - er eroberte das heilige Gefäß und der König konnte daraus trinken. Ob dieser nun unsterblich war, wird man wohl erst in zweihundert Jahren wissen, aber eins ist auf jeden Fall gewiss: Seit der König, der sein Leben lang eine Frierkatze war, einen Schluck aus dem goldenen Kelch nahm, hatte er kein einziges Mal mehr gefroren. Er konnte jetzt sogar mit seinem Holzschiffchen im kalten Brunnenwasser baden, ohne dass er mit den Zähnen klapperte.

Trotz seines Heldenmuts tat der königliche Berater immer noch so, als wäre Ritter Tollkühn eine traurige Jammergestalt. Doch Tom machte sich nichts daraus. Von Edelstein war nur neidisch auf ihn, weil Tom wegen seiner Tapferkeit von allen verehrt wurde. Zum Glück ließ sich König Knöterich von der Hochnäsigkeit seines Beraters nicht anstecken.

Tom hatte also keinen Grund, sich zu beklagen. Nicht nur der König mochte ihn, auch Prinzessin Carlotta hatte ihn in ihr Herz geschlossen. Carlotta war ein abenteuerlustiges Mädchen, das alle im Schloss herumkommandierte. Ihre Freizeit verbrachte sie am liebsten mit Tom. Die beiden verstanden sich prima. Tom liebte ihr langes rotblondes Haar und ihre wilden, lustigen Augen. Wenn die Prinzessin mit Tom allein sein wollte, spielten sie im Kerker Wie trickse ich den Wärter aus? oder Versteck den Speck in den geheimen Gängen der Burg. Oder sie beschlossen auszureiten, so wie an diesem fast wolkenlosen Tag.

Der Stallknecht hatte die Pferde bereits gesattelt und führte sie auf den Hof. Ritter Tollkühn hatte sich an sein Pferd Sausewind gewöhnt. Der Braune war nicht mehr der Jüngste und wurde nie gestriegelt, weil Sausewind dabei immer bockte - die Striegelbürste kitzelte so. Auch wenn der Gaul nicht mehr der Schnellste war und meist nur ans Fressen dachte, hätte Tom kein anderes Reittier haben wollen.

Ritter Tollkühn stieg zuerst in den Sattel. Er hatte sein altes Schwert dabei. Der König hatte ihm zwar aus Dankbarkeit ein neues schenken wollen, doch Tom hatte höflich abgelehnt. Sein altes hatte ihn nie im Stich gelassen, so dass er keinen Grund sah, sich von seinem treuen Begleiter zu trennen.

Der Wallach von Prinzessin Carlotta hieß Rüpel. Rüpel war schnell wie ein Vogel mit Rückenwind. Und er hatte seinen eigenen Kopf, genau wie seine Herrin. Der Stallknecht hatte alle Mühe mit ihm.

"Nun gib schon endlich Ruhe, du störrischer Haferfresser!", schimpfte Prinzessin Carlotta.

Ritter Tollkühn lachte.

Endlich stand Rüpel still. Der Stallknecht wollte Prinzessin Carlotta in den Sattel helfen.

"Nicht so grob, du Holzkopf!", beschwerte sie sich. "Ich bin doch keine Mistgabel."

Sie saß kaum im Sattel, da fing Rüpel zu buckeln an. Doch Carlotta brachte den Wallach schnell zur Vernunft. Sie war eine vorzügliche Reiterin.

Ritter Tollkühn und die Prinzessin ritten über die Zugbrücke. Sie hatten es nicht beson

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