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Samurai Secrets 3: Der Schatten der Ninja von Hoobler, Dorothy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.02.2016
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Samurai Secrets 3: Der Schatten der Ninja

Im Schlaf ermordet! Keiner weiß, wer Lord Inaba so hinterhältig getötet hat. Bis der Samurai-Schüler Seikei einen blutbefleckten Origami-Schmetterling am Tatort entdeckt. Das Indiz führt ihn in die Berge. Doch dort gerät er in die Fänge des Mörders.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 19.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473477333
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Samurai Secrets Bd.3
    Originaltitel: In Darkness, Death
    Größe: 2355kBytes
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Samurai Secrets 3: Der Schatten der Ninja

Im Dunkel lauert der Tod

E s war die Stunde der Ratte. Nur Schatten schlichen durch den Palast. Während der Mond seine einsame Reise über den Nachthimmel antrat, glitten dunkle Schemen über Böden und Wände, dem Licht immer einen Schritt voraus.

Und als eine Gestalt, schneller als die anderen, den Flur hinunterhuschte, schlug keine Wache Alarm.

Einige Stunden zuvor waren viele Gäste zu Fürst Inabas Feier eingetroffen und zusätzliche Diener hatten eingestellt werden müssen. Da achtete niemand weiter auf diesen einen Weinschenk, einen dickbauchigen Gesellen, der leicht ungelenk wirkte, aber stets eifrig zu Diensten war. Emsig füllte er die Sakeschalen wieder und wieder. Er drängte sogar Fürst Inabas Leibwachen dazu, einen Schluck zu trinken, nur einen Schluck, der ihre Wachsamkeit ganz sicher nicht beeinträchtigen würde.

Das Pulver, das der Weinschenk in den Sake gekippt hatte, wirkte schnell. Gäste, Wachen, Diener, Familienangehörige und Fürst Inaba höchstselbst - sie alle waren schon nach kurzer Zeit sehr müde geworden, hatten sich in ihre Zimmer zurückgezogen und waren in einen friedlichen und tiefen Schlaf gesunken.

Alle bis auf den Weinschenk . Wäre außer ihm noch jemand wach gewesen, hätte er sicherlich verwundert beobachtet, wie viel geschickter sich der dicke Diener jetzt auf einmal fortbewegte.

Der Mann verschmolz mit der Dunkelheit des Flurs und es blieb nur ein kaum mehr wahrnehmbarer Schatten. Der Boden knarzte, als er sich in Richtung von Fürst Inabas Zimmer bewegte. Doch der Schatten störte sich nicht daran, es war ohnehin niemand da, der es hätte hören können. Zwei Samuraiwachen kauerten vor Fürst Inabas Tür auf dem Fußboden, den Kopf tief auf der Brust. Der Schatten berührte jeden von ihnen und üsterte ihnen etwas ins Ohr. Dann zog er ein kurzes Schwert aus seinem Kimono. Mächtige Männer wie Fürst Inaba hatten viele Feinde, die Tür würde sicher mit einem Riegel gegen Eindringlinge geschützt sein. Also schlitzte der Schatten das kunstvoll verzierte papierene Türblatt auf. Seine Bewegungen waren völlig lautlos, wie die eines Falken, der sich im Sturz ug seiner Beute nähert.

Flink schlüpfte er hindurch. Der Daimyo lag auf einer breiten, dick gepolsterten Matte und rührte sich nicht. Er hatte an diesem Abend, zur Feier seiner Rückkehr nach Edo, viele Schalen Sake geleert.

Die Schattengestalt zögerte nicht lange und erfüllte ihre Aufgabe. Schon eine Sekunde später durchzog der Geruch von Blut und Tod das Zimmer. Der Schatten wischte die Schwertklinge an einer Ecke der Schlafmatte ab und murmelte ein leises Gebet, um den zornigen Geist des Fürsten abzuwehren.

Dann schnürte er sein Gewand auf und gab den Blick auf seinen vermeintlich dicken Bauch frei. Kräftige Seilschlingen waren um seinen Körper gezurrt, aus denen er sich nun mit sicheren Bewegungen herauswand - der dicke Weinschenk war verschwunden. Der Eindringling knotete rasch das eine Seilende an einen Wandhaken, das andere ließ er aus dem Fenster gleiten.

Schließlich kletterte er auf das Fenstersims und warf einen letzten Blick in den Raum, der nun erfüllt war vom Hauch des Todes. Dann schüttelte er den Ärmel, sodass etwas heraus atterte und neben der Blutlache landete, die sich allmählich auf dem Boden ausbreitete.

Einen Augenblick später war er weg.

Hinweis zur Aussprache der japanischen Namen: J wird wie "dsch" ausgesprochen, z wie "s", ch wie "tsch" und ei wie ein langes "ä" mit einem schwachen i-Nachklang.

Seikei rümpfte die Nase. Der Geruch in diesem Zimmer weckte eine verstörende Erinnerung in ihm. Er hatte das schon einmal gerochen - als er mit angesehen hatte, wie der Kabuki-Schauspieler Tomomi gestorben war. Nur dass Tomomi seinen Tod damals willkommen geheißen hatte. Mehr noch, er hatte Seikei au

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