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Samurai Secrets 4: Das Schwert der Göttin von Hoobler, Dorothy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.06.2016
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Samurai Secrets 4: Das Schwert der Göttin

EIN VERSCHWUNDENER KAISER, EINE ALTE LEGENDE UND EIN SAMURAI, DER UM SEINE EHRE KÄMPFEN MUSS.

'Wenn es einem Samurai nicht gelang, seinen Feind mit dem Langschwert zu besiegen, war es seine Pflicht, sein Kurzschwert einzusetzen - und zwar gegen sich selbst.'

Ein blutiges Massaker im Kloster. Ein verschwundener Kaiser. Das ganze Reich versinkt in Panik und Chaos. Der junge Samurai Seikei ist am Boden zerstört: Diesen Auftrag hat er gründlich vermasselt! Doch wenn Seikei die Täter nicht findet, verliert er seine Ehre und sein Ansehen. Seine letzte Hoffnung: das sagenumwobene Schwert Kusanagi.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 22.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473477623
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Samurai Secrets Bd.4
    Originaltitel: The Sword that Cut the Burning Grass
    Größe: 2042kBytes
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Samurai Secrets 4: Das Schwert der Göttin

Ein ungewöhnlicher Auftrag

I ch habe einen Auftrag für dich", sagte der Shogun feierlich. Seikei war sprachlos vor Ehrfurcht. Der Shogun gab ihm einen Auftrag? Seiki sah zu seinem Vater hin, dem Richter Ooka, der zur Rechten des Shoguns saß. Ein weiterer Mann, den das Wappen auf seinem Kimono als Gefolgsmann des Shoguns auswies, saß zur Linken des Herrschers. Normalerweise wurde der Raum, in dem sie sich befanden, für wesentlich größere Versammlungen genutzt. Dem Wunsch des Shoguns nach Schlichtheit folgend, waren die Wände kahl gehalten, und außer einigen dünnen Strohmatten und Kissen gab es nur noch einen kleinen Tisch, auf dem sich ein Teekessel und mehrere Porzellanschälchen befanden.

Der Richter lächelte, um das Schweigen zu durchbrechen. "Vielleicht fühlt Seikei sich nicht würdig, Euch zu dienen", sagte er.

"Aber nein!", rief Seikei. "Ich meine, ja, ich bin unwürdig, aber ich würde trotzdem alles tun, was Ihr verlangt."

Der Shogun nickte. "Als dein Vater mich darum bat, dich adoptieren zu dürfen, sagte er, du hättest wahren Samurai-Geist in dir. Er hatte Recht. Du hast gar nicht erst gefragt, worin der Auftrag besteht. Was, wenn ich nun von dir verlangte, mich gegen einen Ninja zu verteidigen, der mir nach dem Leben trachtet?"

"Dann würde ich das tun", antwortete Seikei, ohne zu zögern.

"Er hat schon mal einen Ninja besiegt", fügte der Richter hinzu.

"In der Tat", sagte der Shogun. "An Tapferkeit mangelt es ihm nicht."

Er sah Seikei voller Wohlwollen an. Seikei wurde ganz warm vor Freude und Stolz - bis sein Blick das Gesicht des vierten Mannes im Raum streifte. Dessen dunkelbraune Augen waren hart wie Feuerstein und blitzten vor Verachtung, als sie Seikei musterten.

Seikeis Magen krampfte sich zusammen. Ihm lag es ohnehin oft schmerzlich auf der Seele, dass er nicht in eine Samurai-Familie hineingeboren worden war. Dieser Mann hier, dessen war Seikei sich sicher, wusste, wer sein leiblicher Vater gewesen war: ein niederer Kaufmann.

"Waffen wirst du zur Ausführung meines Auftrags nicht benötigen", sagte der Shogun.

Unwillkürlich griff Seikei nach dem Griff seines Langschwertes. Erst vor Kurzem hatte er sich das Recht erworben, es zu tragen - indem er den Ninja besiegt hatte. Und er war fest entschlossen, notfalls bis zum Tod zu kämpfen, um es behalten zu können. Die beiden Schwerter unter seinem Gürtel - das eine lang, das andere kurz - waren die Kennzeichen eines Samurai-Kriegers.

Dem Shogun war Seikeis rasche Handbewegung nicht entgangen. "Immer mit der Ruhe, junger Freund, es besteht keine Notwendigkeit, mich zu verteidigen", sagte er.

Sofort schoss Seikei die Schamesröte ins Gesicht. Schließlich befanden sie sich in Edo, genauer gesagt im Palast des Shogun - in ganz Japan gab es keinen sichereren Ort als diesen. Mehr noch, hier reichte es schon, nur das Schwert aus der Scheide zu ziehen, um sofort zum Tode verurteilt zu werden.

Der Shogun goss dem Richter, der einer seiner engsten Gefolgsleute und Freunde war, Tee nach, ebenso dem vierten Mann im Raum. Auch Seikei nickte höflich, als er den fragenden Blick des Shoguns bemerkte, und auch seine Schale wurde wieder aufgefüllt. Der Tee war von höchster Qualität, was Seikei sehr gut beurteilen konnte, da sein leiblicher Vater Teehändler war.

Während seine Gäste am duftenden Grüntee nippten, sagte der Shogun: "Was ich dir nun zu sagen habe, muss ein Geheimnis bleiben. Es könnte Panik auslösen, wenn andere davon erführen."

Seikei nickte. Nichts wäre schlimmer für das Reich als ein Volk in Panik. Seit über einem Jahrhundert herrschte in Japan Frieden. Lange hatten sich Kriegs

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