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Schlüssel Band 3 der Engelfors-Trilogie von Elfgren, Sara B. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.10.2014
  • Verlag: Dressler Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Schlüssel

Düstere Spannung, dunkle Magie: die Engelsfors-Trilogie. Der schreckliche Abend, an dem die Auserwählten in der Schule von Engelsfors gegen die Dämonen kämpfen mussten, liegt erst einen Monat zurück. Nun ist auch Ida tot und Minoo, Anna-Karin, Vanessa und Linnéa müssen irgendwie damit klarkommen. Die vier haben keine Zeit durchzuatmen, denn schon kündigt sich der nächste große Kampf an. Düstere Geheimnisse offenbaren sich. Die Zeit rast, und nur eines ist sicher: Alles wird sich ändern. Der grandiose Abschluss der Trilogie nach Zirkel und Feuer.

Sara B. Elfgren arbeitet als Drehbuchautorin und Dramaturgin und feiert mit ihren Film- und TV-Produktionen in Schweden große Erfolge. Als sie zum ersten Mal auf den erfolgreichen Autor und Journalisten Mats Strandberg traf, entdeckten sie ihre gemeinsame Leidenschaft für Bücher mit übersinnlichen Elementen. Die Idee, zusammen an einem Buch für junge Leser zu arbeiten, war schnell geboren. Zirkel ist der grandiose Auftakt einer Trilogie. Mats Strandberg hat in seinem Heimatland bereits drei Bücher veröffentlicht. Er arbeitet außerdem als Journalist und Kolumnist beim Aftonbladet, Schwedens größter Abendzeitung. Als er das erste Mal mit der erfolgreichen schwedischen Drehbuchautorin und Dramaturgin Sara B. Elfgren zusammentraf, entdeckten sie ihre gemeinsame Leidenschaft für Bücher mit übersinnlichen Elementen. Die Idee, zusammen an einem Buch für junge Leser zu arbeiten, war schnell geboren. Zirkel ist der grandiose Auftakt einer Trilogie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 732
    Erscheinungsdatum: 28.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862722426
    Verlag: Dressler Verlag GmbH
    Serie: Engelsfors-Trilogie Bd.3
    Originaltitel: Nyckeln
    Größe: 1917kBytes
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Schlüssel

GRENZLAND

Das gleißende Weiß wird schwächer.

Ida blinzelt. Schaut sich um.

Sie ist nicht mehr in der Kirche. Sie ist nirgends. Grau umgibt sie. Wie Nebel und doch anders. Eher wie Nichts .

Matilda steht immer noch in dem weißen Kleid neben ihr und hält ihre Hand. Ihre rotblonden Haare, die Sommersprossen und eisblauen Augen bilden einen scharfen Kontrast zu all dem Grau, das sie umgibt.

Ida versucht, ihre Hand zu befreien, aber Matilda lässt nicht los.

"Wo sind wir?", fragt Ida.

"Im Grenzland."

"Was ist ..."

Matilda bedeutet ihr, still zu sein.

"Leise", flüstert sie und späht mit angstvollen Augen in das Grau. "Sonst finden sie uns."

Plötzlich ist Ida froh, dass Matilda ihre Hand hält.

Die Hand .

Gerade eben, als Ida in der Kirche war, hat sie ihre Hand nach Minoo ausgestreckt und dann ging Minoo einfach durch sie hindurch. Aber Matilda kann sie offenbar anfassen.

Also bin ich vielleicht doch nicht ganz tot, denkt Ida. Nicht ganz.

Sie schaut an sich herunter und sieht, dass sie ihre normalen Sachen anhat. Die dunkle Jacke. Einen hellblauen Pulli mit V-Ausschnitt und Jeans. Sie berührt das silberne Herz, das sie an einer Kette um den Hals trägt.

Matildas Griff wird fester.

"Aua", faucht Ida.

Matilda rennt los, zieht sie mit sich. Ida stolpert, bis sie einen gemeinsamen Rhythmus gefunden haben.

Der Boden liegt unter dem Nebelschleier verborgen. Er fühlt sich weich und schwammig an, und Ida kann ihre Schritte nicht hören, aber wenigstens gibt es so etwas wie einen Untergrund. Sie kann ihn spüren. Und sie atmet schneller, während sie rennt, ihr Puls rast. Das Silberherz prallt gegen ihr Brustbein.

Ich kann nicht ganz tot sein, denkt sie. Nicht ganz .

Sie rennen weiter. In dem Grau finden die Augen keinen Halt, es fühlt sich an, als würden sie laufen, ohne je irgendwo anzukommen.

Ida wirft einen Blick zurück. Nichts als Grau.

Nein.

Sie hört ein leises Flüstern.

Da ist etwas.

Ida kann nichts sehen, aber trotzdem ist sie sicher, dass etwas da ist. Sie läuft schneller. Jetzt ist sie es, die Matilda zieht. Weiter, weiter durch das Nichts.

Wieder hört sie ein Flüstern, ganz dicht hinter ihnen.

Ida unterdrückt einen Schrei. Es kommt ihr vor, als würde sie von all ihren Dunkelheitsängsten gleichzeitig gejagt.

Weiter vorne nimmt sie einen Schimmer wahr, sie sieht, dass es ein "weiter vorne" gibt . Das Grau scheint sich zu lichten. Und sie glaubt, hinter dem Schleier etwas zu erahnen - wie die Sonne hinter dichten Wolken. Ein schwacher, gelber Ton, verdünntes Licht, das mit dem Grau verschwimmt.

Sie sind fast da, als Matilda unvermittelt stehen bleibt. Ihre eisblauen Augen schauen Ida durchdringend an. Nicolaus' Augen sehen ganz genauso aus.

"Ich muss versuchen, sie abzulenken, aber ich finde dich wieder", sagt Matilda. "Zeit und Raum haben sich für dich verändert. Solange du hier bist, musst du in Bewegung bleiben. Such immer nach dem Licht."

Und dann versetzt sie Ida einen harten Stoß.

Ida hat das Gefühl, wie in Zeitlupe zu fallen. Die Luft ist zäh und voller Widerstand.

Plötzlich ist sie an einem ganz anderen Ort.

Ein Steinboden. Ein Saal. Säulen verschwinden hoch über Idas Kopf in der Dunkelheit. Sie sind mit Mustern und Figuren in kräftigen Farben verziert. Rot, blau, gelb, grün, schwarz. Dichter Rauch hängt in der Luft und von dem starken, würzigen Geruch wird Ida schwindelig.

In der Mitte des Saals steht ein junges Mädchen. Licht strahlt von ihrem Körper aus, sickert durch ihr weißes Leinenkleid. Ihre schulterlangen schwarzen Haare sind lockig. Ihr Kopf hängt nach unten, das Kinn ruht auf dem Brustkorb. Nur die Zehen des Mädchens berühren den Boden.

Sie schwebt.

"Entschuldigung?", sagt Ida und h

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