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Schweig still, süßer Mund von Clark, Janet (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2014
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
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Schweig still, süßer Mund

Ich beobachte dich. Jeden deiner Schritte. Du solltest vorsichtig sein. Zwing mich nicht, auch dich zum Schweigen zu bringen. Janas beste Freundin Ella ist verschwunden. Auch wenn die Polizei nicht an ein Verbrechen glaubt, steht für Jana eines fest: Ella würde niemals einfach so abhauen. Sie beschließt, auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei kommen Dinge ans Tageslicht, die Jana an ihrer Freundschaft zu Ella zweifeln lassen. Und die sie in große Gefahr bringen, denn ihre Suche hat sie dem Täter nahe gebracht. Zu nah. Das spannungsgeladene Jugendbuchdebüt der Erfolgsautorin Janet Clark um Castingshows, Cybermobbing und eine Entführung! Von der Autorin von 'Sei lieb und büße' und 'Singe, fliege, Vöglein, stirb'. Das spannungsgeladene Jugendbuchdebüt der Erfolgsautorin Janet Clark um Castingshows, Cybermobbing und eine Entführung! Von der Autorin von 'Sei lieb und büße' und 'Singe, fliege, Vöglein, stirb'. Janet Clark wurde 1967 in München geboren. Nach dem Abitur hat sie viele Jahre im Ausland verbracht - in Frankreich, Belgien und England, wo sie studiert und gearbeitet hat. Janet Clark hatte viele Geschichten geschrieben, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte, mit dem sie sich an eine Agentur wandte - dann aber mit sofortigem Erfolg. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern wieder in ihrer Heimatstadt und widmet sich ganz dem Autorendasein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 01.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732002092
    Verlag: Loewe Verlag
    Größe: 1120 kBytes
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Schweig still, süßer Mund

DIENSTAG, 8. MÄRZ

"Ihr Handy ist aus." Die Akustik des leeren Gemeindesaals verlieh Janas Worten einen unheimlichen Hall. Sie stieß sich mit den Händen von dem Tisch ab, den sie in die Mitte des Raumes gestellt hatte, um einen perfekten Blick zu haben. Jana ging zur Bühne und blieb dort stehen. "Und bei ihr zu Hause geht nur der Anrufbeantworter ran."

Sie blickte von Fabian zu Roman und wieder zu Fabian, der die Mütze, die er meist auf seinen hellbraunen Stoppelhaaren trug, lässig um einen Finger kreisen ließ. Fabian war ganz in den Text des Stückes vertieft, das sie mit Ella proben sollten. Wie immer verbreitete er eine Aura der Gelassenheit, als stünde die Welt auf seinen Befehl jederzeit still, damit man alles, was man zu erledigen vergessen hatte, in aller Ruhe nachholen konnte, bevor es zu spät war. Es war diese Ruhe, die sie von Anfang an bewundert hatte und die sich inzwischen sogar auf sie übertrug, wenn sie hektisch wurde, weil ihr bei einer Klausur oder im Bus beim Hausaufgabenmachen die Zeit zwischen den Fingern zerrann.

Roman dagegen saß unbeteiligt am Rand der kleinen Bühne und baumelte gelangweilt mit den Beinen. Sein Gesicht war wie gemeißelt. Eine perfekte Büste mit völlig ebenmäßigen Zügen, geheimnisvollen braunen Augen, einer geraden Nase und einem sinnlichen Mund, das Ganze umrahmt von dunkelbraunen Engelslocken. Er sah aus, als hätten seine Eltern bei seinen Erbanlagen getrickst, um sich für ihr Kind das Abbild eines raffaelischen Engels zu erkaufen. Kein Wunder, dass Ella sich in der Schauspielschule sofort mit ihm angefreundet hatte.

"Meint ihr, sie hatte einen Unfall?", fragte Jana.

"Mit der U-Bahn?" Fabian zog eine Augenbraue hoch, als wollte er andeuten, dass Janas Frage völlig absurd sei.

Jana zog ihren Pullover ein Stück zurück und sah auf ihre Armbanduhr. "Es ist zwanzig vor acht."

Um neun mussten sie den Schlüssel für den Gemeindesaal abgeben. Bis dahin konnten sie die Bühne nutzen. Falls Ella kam. Jana merkte, wie sie langsam ungeduldig wurde, schließlich waren sie wegen Ella hier. Natürlich auch wegen Roman, der gemeinsam mit Ella in dem Theaterstück auftrat. Aber Roman hätte Fabian und sie nie gebeten, mit ihm zu üben, im Gegensatz zu Ella, die sie alle hierher bestellt hatte und jetzt wie eine Diva auf sich warten ließ. "Sie ist schon über eine halbe Stunde zu spät. Ich schlage vor, wir warten noch fünf Minuten, dann gehen wir."

Jana stieg die Treppe zur Bühne hoch und stolperte auf der letzten Stufe. An der Bühnenkante schlug sie sich ihr Schienbein an und fiel der Länge nach auf die staubigen Holzbohlen. Fluchend rappelte sie sich auf und sah sich verstohlen nach Fabian und Roman um. Fabian rollte mit den Augen und verzog das Gesicht zu seiner Nicht-schon-wieder-Grimasse, während Roman ihren Sturz anscheinend gar nicht bemerkt hatte. Sie streckte Fabian die Zunge heraus und humpelte zu dem Spiegel, der an der Seite der Bühne hing. Dort zog sie einen Haargummi aus ihrer Hosentasche und flocht ihre rote Mähne zu einem lockeren Zopf.

Früher hatte sie Ella um ihre blonden Haare beneidet, doch inzwischen sah sie ein, dass die roten Haare viel besser zu ihren grünen Augen und den Sommersprossen passten. Wenn nur ihre Lippen etwas voller wären und ihre Nase größer. Im Hintergrund hörte sie, wie Fabian den Theatertext laut rezitierte. Ella trieb es wirklich auf die Spitze. Jana nahm ihr Handy und rief Ellas letzte Mitteilung auf: Vergiss nicht, morgen um 7, Gemeindesaal. Muss dir was erzählen. Ella

Sieben Uhr. Gemeindesaal. Jana spürte, wie ih

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