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Spion auf Urlaub Band 2 von Gibbs, Stuart (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Spion auf Urlaub

Endlich Sommerferien an der Spionageschule! Nach dem actionreichen Schuljahr kann Nachwuchsspion Ben Ripley gut eine Pause gebrauchen. Doch von wegen in der Sonne chillen und Freunde treffen - Verbrecher machen auch keinen Urlaub! Deshalb muss Ben die Ferien im Spionagecamp verbringen. Damit nicht genug: Ben bekommt einen Drohbrief von SPIDER, der feindlichen Spionageorganisation. Entweder er wechselt die Seiten oder er wird zur Zielscheibe erklärt. Zum Glück kann sich Ben wieder auf seine talentierte Mitschülerin Erica verlassen. Gemeinsam wollen sie SPIDER aufhalten und deren teuflische Pläne durchkreuzen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 16.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732513451
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Spion Bd.2
    Originaltitel: Spy camp
    Größe: 1045 kBytes
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Spion auf Urlaub

Zusammenarbeit

Eisenhower-Schießstand

10. Juni

16:00 Uhr

Obwohl es einen in der Regel ganz schön runterziehen kann, eine Nachricht von einer kriminellen Organisation zu bekommen, die schon einmal versucht hat, einen umzubringen, fand ich es seltsamerweise auch aufregend.

Es lieferte mir einen guten Grund, mit Erica Hale zu sprechen.

Erica war bei Weitem die fähigste und klügste Spionageschülerin an der Akademie und obendrein das hübscheste Mädchen, das ich je getroffen hatte. Sie stammte von einer langen Reihe von Spionen ab, die bis zu Nathan Hale höchstpersönlich zurückging, und hatte von ihren Vorfahren viele Spionagetricks gelernt. (Allerdings war ihr Vater, Alexander Hale, der lebende Beweis dafür, dass Talent manchmal eine Generation überspringt.) Obwohl mir Erica schon einmal wesentlich dabei geholfen hatte, SPIDER einen Strich durch die Rechnung zu machen, und wir dadurch eine Weile befreundet gewesen waren - so weit man das mit Erica überhaupt sein konnte -, war sie mittlerweile wieder genauso distanziert wie vorher. Sie hatte mich das ganze Frühjahr lang mehr oder weniger links liegen lassen.

Mir war einfach kein guter Grund eingefallen, weshalb ich zu ihr gehen könnte. Erica war nicht gerade der Typ, bei dem man so ganz nebenbei im Zimmer vorbeischaute. Das erste Problem war schon, dass es mit einer Sprengfalle versehen war. Aber Korrespondenz vom Feind war immer ein ausgezeichneter Anlass, um ein Gespräch anzufangen.

Ich machte sie am Schießstand ausfindig. Das war keine besondere detektivische Meisterleistung meinerseits: Erica verbrachte mehr Zeit damit, ihre Selbsterhaltungsfähigkeiten zu perfektionieren, als mit Schlafen. Sie übte gerade, Terroristen, die Geiseln genommen hatten, aus dreihundert Metern Entfernung auszuschalten. Mit einer Armbrust.

Die anderen Schüler machten einen großen Bogen um sie. Ericas sowieso schon kühle Ausstrahlung schien aus irgendeinem Grund noch frostiger als sonst, als würde sie sich über irgendetwas ärgern. Sogar Greg Hauser, der härteste Typ an der Schule, hielt sich von ihr fern. Während ich mich Erica näherte, beobachteten mich meine Mitschüler, als würde ich in eine Terroristenhöhle marschieren.

Erica sah mich kaum an. Sie steckte einfach einen weiteren Pfeil in ihre Armbrust und schoss ihn ab. Er traf sein Ziel direkt zwischen den Augen und spaltete den vorherigen Pfeil in Robin-Hood-Manier in zwei. "Wie war dein Treffen mit dem Direktor?", fragte sie.

"Woher weißt du davon?", fragte ich zurück, bevor ich es mir verkneifen konnte. Ich wusste schon, wie ihre Antwort lauten würde.

"Ich werde zur Spionin ausgebildet", erwiderte sie. "Es ist mein Job, Dinge zu wissen."

"Es wäre nett gewesen, nicht erst heute von dem Spionagecamp zu erfahren."

Erica zuckte mit den Achseln. "Auch du wirst zum Spion ausgebildet. Es ist auch dein Job, Dinge zu wissen." Sie lud einen weiteren Pfeil und zielte.

Ich hielt die Nachricht von SPIDER hoch. Ich hatte sie in einen durchsichtigen Beweisbeutel gesteckt. "Das hab ich gerade in meinem Zimmer gefunden."

Erica las die Nachricht durch das Plastik. Sie strengte sich an, nicht überrascht zu wirken, aber als sie den Pfeil abschoss, verfehlte sie ihr Ziel um einen Millimeter.

Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Erica überrascht zu sehen, war wie eine Sonnenfinsternis zu beobachten: Es passierte nicht oft, und man musste die seltenen Momente, in denen es passierte, auskosten.

Erica nahm schnell ihre Armbrust herunter und steckte sie in ihre Hülle. "Unterhalten wir uns an einem ruhigeren Ort." Sie marschierte los, ohne auf meine Antwort zu warten.

Ich folgte ihr, als sie vom Schießstand in das nahe gelegene Gebäude für Chemische und Biologische Kriegsführung ging. Da das Schuljahr vorbei war, war das Gebäude leer. Doch das

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