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Spirit Animals 1: Der Feind erwacht von Mull, Brandon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2015
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Spirit Animals 1: Der Feind erwacht

Vier Kinder sind auserwählt die Welt von Erdas zu retten. Denn jedes von ihnen hat ein Seelentier, das ihm magische Fähigkeiten verleiht. Wolf, Leopard, Panda und Falke - einst gab es sie nur in den Legenden von Erdas. Doch Conor, Abeke, Meilin und Rollan haben sie wieder zum Leben erweckt. Zusammen mit ihren Seelentieren wagen sich die vier Helden auf eine gefährliche Mission in den entlegensten Winkel von Erdas. Dort regt sich ein uraltes Wesen, das alle Menschen und Tiere unter seine Herrschaft zwingen will. Wird es den Gefährten gelingen, es zu besiegen? Actionreicher Start der Bestsellerreihe

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 01.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473476589
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Spirit Animals .1
    Originaltitel: Spirit Animals 1: Wild Born
    Größe: 2333 kBytes
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Spirit Animals 1: Der Feind erwacht

BRIGGAN

Hätte Conor die Wahl gehabt, er hätte wohl kaum den wichtigsten Geburtstag seines Lebens damit verbracht, Devin Trunswick beim Anziehen zu helfen. Freiwillig hätte er Devin Trunswick bei gar nichts geholfen.

Aber Devin war der älteste Sohn Erics, des Grafen von Trunswick, und Conor war der dritte Sohn des Schäfers Fenray. Fenray hatte Schulden beim Grafen, deshalb half Conor als Devins Diener, die Schulden abzuarbeiten. So war es vor über einem Jahr vereinbart worden und so sollte es noch mindestens zwei Jahre weitergehen.

Conor musste für die lästigen Haken auf dem Rückenteil von Devins Mantel die richtigen Ösen finden, sonst saß der Mantel schief und warf Falten. Und das bekam Conor dann monatelang zu hören. Der dünne Stoff war zwar schön anzusehen, aber unpraktisch. "Bist du da hinten endlich fertig?", fragte Devin ungeduldig.

"Verzeih, wenn ich dich aufhalte, Herr", antwortete Conor. "Der Mantel hat achtundvierzig Haken. Ich schließe gerade den vierzigsten."

"Das kann ja noch Tage dauern. Erleb ich das noch? Gib's zu, diese Zahl hast du dir doch nur ausgedacht."

Conor unterdrückte eine scharfe Erwiderung. Er hatte schon als Kind ständig Schafe gezählt und kannte sich mit Zahlen wahrscheinlich besser aus als Devin. Aber sich mit einem adligen Herrn anzulegen, brachte nur Ärger. Manchmal schien es so, als wollte Devin ihn bewusst herausfordern. "Nein, ich habe sie gezählt."

Die Tür flog auf und Devins jüngerer Bruder Dawson stürmte ins Zimmer. "Bist du immer noch nicht mit dem Anziehen fertig, Devin?"

"Gib nicht mir die Schuld", protestierte Devin. "Conor schläft beim Arbeiten ein."

Conor begrüßte Dawson nur mit einem kurzen Blick. Je schneller er mit den Verschlüssen fertig war, desto früher konnte er sich selbst bereitmachen.

"Wie soll das denn gehen?", rief Dawson und kicherte. "Das würde mich wirklich mal interessieren, Bruderherz."

Conor unterdrückte ein Grinsen. Dawson redete fast ununterbrochen. Er nervte einen oft, konnte aber auch sehr witzig sein. "Ich bin wach."

"Bist du immer noch nicht fertig?", schimpfte Devin. "Wie viele jetzt noch?"

Conor hätte am liebsten zwanzig gesagt. "Fünf."

"Glaubst du wirklich, du kannst ein Seelentier herbeirufen, Devin?", fragte Dawson.

"Ich wüsste keinen Grund, warum nicht", antwortete Devin. "Großvater hat einen Mungo gerufen, Vater einen Luchs."

An diesem Tag fand in Trunswick die Nektarzeremonie statt. In weniger als einer Stunde sollten die Kinder des Ortes, die in diesem Monat elf wurden, ein Seelentier rufen. Conor wusste, dass Bindungen an Tiere in manchen Familien besonders häufig vorkamen. Aber eine Garantie, dass einem ein Tier erschien, gab es nicht, egal welchen Familiennamen man trug. Heute sollten nur drei Kinder den Nektar trinken. Da war die Wahrscheinlichkeit, dass eines von ihnen Erfolg hatte, eher gering ... Prahlerei im Vorfeld war also wenig ratsam.

"Was für ein Tier bekommst du wohl?", wollte Dawson wissen.

"Das weiß ich genauso wenig wie du", erwiderte Devin. "Was glaubst du?"

"Ein Backenhörnchen", prophezeite Dawson.

Devin stürzte sich auf seinen Bruder, der kichernd wegrannte. Er war nicht so festlich gekleidet wie sein älterer Bruder und konnte sich deshalb freier bewegen. Devin hatte ihn trotzdem schnell eingeholt, warf ihn zu Boden und hielt ihn dort fest.

"Wahrscheinlich eher einen Bären", sagte Devin und drückte dem Bruder den Ellbogen auf die Brust. "Oder eine Wildkatze wie Vater. Die soll dann zuerst dich fressen."

Conor zwang sich zur Geduld. Als Diener durfte er sich hier nicht einmischen.

"Vielleicht bekommst du gar keins", sagte Dawson frech.

"Dann bin ich später immer noch Graf von Trunswick und somit dein Herr."

"Nicht, wenn Vater länger lebt als du."

"Pass auf, was du da sagst, Kleiner."

"Gott sei Dank bin ich nicht du."

Dev

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