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Sunny Days von Abidi, Heike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.09.2014
  • Verlag: Pink
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Sunny Days

Das gibt's doch nicht!, denkt Sunny. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass alle Mädchen in ihrer Nähe den ganzen Tag nur über Mode und Popsternchen reden, kommt auch noch Luna neu in ihre Klasse. Luna - die obercoole Nachwuchsmoderatorin aus dem Fernsehen! Sunny ist genervt. Aber dann geschieht das Unglaubliche: Luna ist richtig nett und hilft Sunny sogar dabei, einen Hip-Hop-Tanz für den Schulwettbewerb einzuüben. Es gibt nur ein Problem: Sunny schwärmt heimlich für Paul, doch dass der ein toller Typ ist, hat auch Luna bemerkt ... Heike Abidis neuer Roman ist eine originelle Freundschaftsgeschichte - mitreißend, komisch und absolut ehrlich!

Heike Abidi, Jahrgang 1965, studierte Sprachwissenschaften und arbeitet heute als freiberufliche Werbetexterin und Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in der Nähe von Kaiserslautern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 04.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864560293
    Verlag: Pink
    Größe: 2906 kBytes
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Sunny Days

ALS OB MONTAG nicht sowieso schon der schlimmste Tag der ganzen Woche wäre, hat Dörte beschlossen, dass wir ab sofort montags immer bei Martin frühstücken, damit er und ich uns besser kennenlernen können. Na toll. Mir genügt es eigentlich schon, zu wissen, dass wir ihm diesen blöden Umzug zu verdanken haben, auf den ich ungefähr so scharf war wie ein Schneemann auf einen brüllend heißen Sommertag.

"Ach, Sunny, ich wünschte, du würdest ihn mögen", sagte Dörte neulich, als ich ihren Vorschlag mit dem gemeinsamen Montagsfrühstück zuerst ganz klar abgelehnt hatte. Natürlich bin ich wenig später eingeknickt. Sie hat es einfach drauf, mich zum Nachgeben zu bewegen.

Dörte ist übrigens meine Mutter, aber weil sie sich angeblich steinalt fühlt, wenn ich sie Mama oder Mutti nenne, rede ich sie eben mit ihrem Vornamen an. Wenn sie das glücklich macht ...

Eigentlich ist Martin derjenige, der sie glücklich machen sollte, schließlich ist er ihr aktueller Lover. Und, wie gesagt, der Typ, wegen dem wir mit Sack und Pack von Frankfurt nach Köln gezogen sind. So schnell verzeihe ich ihm das nicht! Immerhin sind wir erst zwei Jahre vorher von Berlin nach Frankfurt umgesiedelt, und davor haben wir in München gewohnt.

Es ist nicht so, dass Dörte karrieremäßig auf der Überholspur wäre und wir nur deshalb ständig den Wohnort wechseln, weil sie dauernd bessere Jobs findet. Nein, wo immer wir uns niederlassen, eröffnet sie in winzigen Räumen ihre Psychotherapeutinnen-Praxis und fängt an, sich mühevoll einen neuen Patientenstamm aufzubauen. Es hat sie also kein Traumjob nach Köln gelockt, sondern ein Traummann. Beziehungsweise ein Sozialkundelehrer mit Halbglatze, den sie für einen solchen hält.

Ehrlich gesagt: Traummänner stelle ich mir etwas anders vor. Unabhängig davon, dass Martin natürlich schon über vierzig und damit uralt ist, hatten Dörte und ich, was Männer betrifft, noch nie denselben Geschmack. Deshalb tat es mir bisher nie besonders leid, wenn meine Mutter nach einer Weile entdeckte, dass ihr aktueller Lebensabschnittsgefährte untreu oder langweilig oder einfach nur ein Idiot war, und sich von ihm trennte.

Worauf ich allerdings gut verzichten könnte: dass sie sich danach meist schon sehr bald wieder in einen anderen verliebt und das ganze Theater von vorne losgeht.

Immer wenn ich mich gerade irgendwo so richtig eingelebt habe und rundum wohlfühle, machen Dörte und ihre Liebesdramen mir einen Strich durch die Rechnung. Und Dörte wäre nicht Dörte, wenn es ihr gelänge, sich einen neuen Partner zu suchen, der wenigstens in derselben Stadt wohnt wie wir. Stattdessen verknallt sie sich in einen Typen vom anderen Ende der Republik - oder immerhin aus einem anderen Bundesland - und beginnt eine Fernbeziehung mit viel Geseufze und langen Telefonaten. Spätestens, wenn sie sagt, dass ihr das Pendeln auf die Nerven geht und sie endlich "Nägel mit Köpfen" machen will, weiß ich, was die Stunde geschlagen hat. Dann heißt es: Umzugskisten packen, Möbelwagen bestellen und alles auf Anfang!

Diesmal ist mir der Abschied besonders schwergefallen. In Frankfurt hatte ich einen coolen Freundeskreis, die Schule war ganz okay, und mit der Hip-Hop- AG war ich bei einem landesweiten Contest bis in die Endrunde gekommen.

Und vor allem: Ich hatte Stella. Die ultimativ beste Freundin, die man sich nur vorstellen kann. Stella ist hilfsbereit, verständnisvoll, großzügig, solidarisch, witzig, ideenreich ... und vor allem: null Prozent tussihaft. Sie kann Geheimnisse für sich behalten, interessiert sich mehr für coole Musik als für die peinlichen Outfits irgendwelcher Möchtegernstars und kann unheimlich gut motivieren. Ohne ihr Zureden hätte ich damals beim Hip-Hop-Wettbewerb bestimmt keine fehlerfreie Show hingelegt. Doch jetzt ist Stella haup

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