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Sunset Beach - Liebe einen Sommer lang von Licht, Kira (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2019
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Sunset Beach - Liebe einen Sommer lang

Unter der Sonne Kaliforniens Das wohlgeordnete Leben der 17-jährigen Abby, bestehend aus Schule, Freunden und kleineren Aushilfsjobs in der Filmproduktionsfirma ihrer Eltern, gerät aus dem Gleichgewicht, als der verschlossene Leo neu an ihre Highschool kommt. Ständig bringt er sie auf die Palme und seine leuchtend blauen Augen gehen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Als die beiden ein gemeinsames Schulprojekt aufgebrummt bekommen, überrascht Leo Abby auf ganzer Linie ... Kira Licht wurde 1980 in Bochum geboren. Sie wuchs in Deutschland und Japan auf, wo sie eine internationale Schule besuchte. Kira Licht studierte Biologie und Humanmedizin, wandte sich dann aber dem Schreiben zu. Wenn sie nicht gerade liest, geht sie in ihrer Freizeit gern bummeln, ins Kino oder Theater. Sunset Beach ist ihr erstes Jugendbuch bei cbt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 13.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641240851
    Verlag: cbt Jugendbücher
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Sunset Beach - Liebe einen Sommer lang

2

Leo

Sollte es einen Himmel speziell für Männer geben, dann liegt er definitiv in Kalifornien. In meinen sieben Minuten Fahrzeit zur Schule habe ich so viele halb nackte Frauen gesehen, dass das vermutlich für den nächsten Monat reichen wird. In Kalifornien gehört Haut zeigen anscheinend zum guten Ton. Die Frauen kleben sich zwei Heftpflaster über den Busen und behaupten, es sei ein Oberteil. Und das Beste ist, dass sie so in der Öffentlichkeit spazieren gehen, ihre Hunde ausführen, shoppen... Ein Himmel für Männer eben.

Im Moment hängt dieser Himmel voller Wolken. Allerdings nicht für mich, sondern für die kleine Latina, die doch tatsächlich meinen Parkplatz blockieren will. Da ich die Klimaanlage an und die Fenster geschlossen habe, kann ich nicht hören, was sie so lautstark schimpft. Aber ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht.

Heute ist mein erster Schultag. Mein erster Schultag an einer Schule, die mich einen Scheißdreck interessiert. In einer Stadt, die ich, mal abgesehen von den vielen halb nackten Frauen, nicht ausstehen kann. Und das alles bei Temperaturen, die jede Sauna toppen. Hinzu kommt ein nerviger Stau auf der Bundesstraße, zu wenig Schlaf und eine depressive Zwillingsschwester, die sich heute Morgen hartnäckig geweigert hat, aufzustehen und zur Schule zu gehen. Bliebe noch zu erwähnen, dass ich den Kerl, den meine Mutter am Wochenende geheiratet hat, nicht leiden kann und wir in seiner riesigen, sterilen Villa wohnen müssen, wo dieser Vollpenner seitdem auf Familie macht.

Hatte ich erwähnt, dass ich viel zu spät dran bin?

Die kleine Latina knallt ihre Schultasche gegen meinen Kotflügel. Wenn sie glaubt, mich dadurch zu provozieren, ist sie leider falsch gewickelt. Die Karre ist mir so egal wie mein gesamtes neues Leben. Wenn das Ding einen Kratzer hat, stellt mein superreicher Stiefdaddy mir ein neues Spielzeug vor die Haustür.

Ich würge den Motor ab und schaue umsichtig aus dem Fenster, bevor ich die schwere Autotür aufdrücke. Direkt negativ aufzufallen, weil ich eine Schülerin erschlage, ist vermutlich kein guter Plan. Ich greife meinen Rucksack und springe vom Fahrersitz. Ich habe noch nicht mal die Tür wieder zugemacht, da zetert sie schon los. Mein Kopf dröhnt von den Nachwirkungen der Schlaftabletten. Weiße Blitze tanzen vor meinen Augen. Könnte bitte jemand diesem wild gewordenen Handfeger befehlen, die Klappe zu halten?

"Warte, Silver. Lass mich das regeln."

Endlich. Jemand hat Erbarmen mit mir. Ich drücke den Knopf der automatischen Türverriegelung am Schlüsselbund und schiebe ihn in die Tasche meiner Bermudas.

"Hey! Bist du auf Drogen? Wolltest du Silver überfahren? Brauchst du 'ne Brille? Oder ein bisschen Gehirn?"

Die Stimme klingt anders. Nicht so hoch und aufgebracht wie das Gekeife der Latina. Ich hebe den Kopf und sehe in ein großes Paar goldbraune Augen, die Funken sprühen. Wow.

"Hallo? Jemand zu Hause?"

Mein Blick wanderte weiter. Ein Mund mit einer trotzig aufgeworfenen Oberlippe. Sexy. Lange dunkelblonde Haare mit hellblonden Strähnen umrahmen ein schmales Gesicht. Ihr Hals ist lang und elegant wie der einer Tänzerin. Die Knochen des Schlüsselbeins treten gerade so stark hervor, dass sie verführerisch und irgendwie lockend wirken. Sie hat schmale Schultern und an ihren Oberarmen sieht man dezent schlanke Muskeln. Noch mal sexy. Sie ist fast einen Kopf größer als die Dunkelhaarige. Deren Blick soll mich vermutlich töten, aber ich beachte sie nicht.

"Huhu?" Das blonde Bambi beugt sich zu mir. "Wolltest du Silver umbringen? Bist du noch ganz dicht?"

Ich versuche es mit einem trägen Grinsen, weil ich viel zu sehr damit beschäftigt bin, Bambis fabelhaften Körper zu scannen, als mich auf eine Diskussion mit den beiden einzulassen. Mein Leben kotzt mich im Moment an, deshalb ist mein einziger Lichtblick, dass in Kalifornien alle Mädels halb nackt sein müssen. Auch

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