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Take me there Eine Geschichte zum Verlieben von Colasanti, Susane (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.08.2015
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Take me there

Rhiannons Leben könnte kaum ätzender sein, nachdem Steve sie verlassen hat. Aber das Schlimmste ist: Sie will ihn zurück! Nicole kann sich auf keine neue Beziehung einlassen, weil ihr Exfreund noch immer in ihrem Kopf herumspukt. Und James heimlicher Schwarm scheint offensichtlich kein Interesse an ihm zu haben. Doch am Ende finden die drei die Liebe, auf die sie so lange gewartet haben. Susane Colasanti war lange Zeit Lehrerin für Physik und Geologie an einer New Yorker High School. Mittlerweile arbeitet sie ausschließlich als Autorin. Wenn sie nicht gerade an ihren erfolgreichen Jugendromanen schreibt, genießt sie die glänzenden Lichter der Großstadt. Foto © Jayd Gardina

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 03.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401800394
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 534 kBytes
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Take me there

RHIANNON

KAPITEL 1

Samstag

M ein Leben könnte unmöglich noch ätzender sein, als es im Augenblick ist.

Ich versuche, nicht zu weinen.

Und darüber hinwegzukommen.

Ich will nicht diese total depressive Person sein, die mit dem gebrochenen Herzen, das bei jedem Atemzug wehtut.

Ich liebe ihn immer noch. Und das Schlimmste ist: Ich will ihn zurück.

Der Stapel Hausaufgaben auf meinem Schreibtisch lacht sich kaputt über meinen Kummer. Ich lache nicht mit dir, sagt er. Ich lache dich aus, du jämmerliche blöde Kuh.

Der Hausaufgabenstapel hat recht. Ich bin jämmerlich. Ich bin eine blöde Kuh.

Ich erinnere mich vage an mein früheres Leben. Kommt mir vor wie ein Traum. Diese losgelösten, verschwommenen Bilder, die zu jemand anderem zu gehören scheinen.

Ich hasse diesen Zustand.

Und dann sage ich mir wieder: Okay, Ree. Es reicht. Komm drüber weg. Wie kann ich denn zulassen, dass jemand, der mich nicht mehr liebt, mich in eine Person verwandelt, die ich nicht mal wiedererkenne?

Wach sein ist ätzend.

Mein Perserkater Snickers, genannt Snick-Snick, springt zu mir aufs Bett und schnurrt. Er rollt sich zu einer Pelzkugel zusammen und schmiegt sich an mich. Ich kraule sein langes, seidiges Fell. Er ist traurig, genau wie ich.

Frage: Wann hört der Schmerz auf?

Ich suche auf dem Nachttisch nach der Fernbedienung und nach meiner Brille. Ich stelle den Fernseher an. Und das ist mein Plan für den Tag: Ich schau mir eine Milliarde Filme an, lese den riesigen Stapel Zeitschriften, der sich angesammelt hat, weil ich nie Zeit zum Lesen hatte, und stopfe Unmengen an Junkfood in mich hinein, bis es Zeit wird, aufzustehen und am Montag zur Schule zu gehen.

Verlassen zu werden, ist der reinste Wahnsinn. So wie . . . ja, wie eigentlich? Soll man auf der Stelle sämtliche Gefühle abstellen, nur weil er sagt, es ist vorbei? Soll man sein Leben weiterleben, als wäre nichts passiert?

Im DVD-Player steckt Garden State. Ich drücke auf PLAY, obwohl ich den Film erst vor einer Woche gesehen habe.

Ich wünsche mir so sehr, dass Steve hier wäre, um den Film mit mir zusammen zu sehen. Wir hatten unser ganz eigenes Ritual. Ich lag an ihn geschmiegt, meine Wange auf seiner Brust, und fühlte sein Herz schlagen. Und unsere Finger waren ineinandergeschlungen. Ich fühlte mich so wohl mit ihm, ohne dass er viel machen musste. Nur er selbst sein.

Frage: Wo ist diese ganze Liebe geblieben?

Vorige Woche habe ich mich wie ferngesteuert durch die Schule bewegt. Wegen jeder Kleinigkeit bin ich in Tränen ausgebrochen. Es brauchte sich nur jemand ein Glas Wasser einzugießen und schon liefen mir die Tränen übers Gesicht. Aber das Schlimmste war, wenn ich gefragt wurde, ob es mir gut ging. Weil ich dann zugeben musste, dass es wirklich passiert war und dass wir nicht mehr zusammen waren.

Und, na ja, es wurde besser. Mein Magen hat sich allmählich beruhigt. Ich musste nicht mehr jeden Tag weinen.

Aber mein Herz. Mein Herz wird für immer gebrochen sein.

Gerade als Zach Braff sich im Regen die Seele aus dem Leib schreit, platzt Brooke mit einer Packung Cinnabons ins Zimmer.

Sie hat ein Handtuch um den Kopf geschlungen, denn sie hat Semesterferien, und es ist zwei Uhr nachmittags und um diese Zeit steht sie für gewöhnlich auf. Brooke ist zehn Jahre älter als ich (ich bin siebzehn), also muss man sich wohl fragen, was meine Eltern (die über fünfzig sind) sich dabei gedacht haben. Sie promoviert schon seit Ewigkeiten in Kunstgeschichte. Dad lässt sich immer wieder darüber aus, dass sie nie einen Job finden wird, wenn sie fertig ist. Aber sie macht einfach völlig unbeirrt weiter. Was Dad jedoch nicht von dem Versuch abhält, ihr Leben für sie ändern zu wollen. Er ist ein internationaler Devisenhändler und hat nur das große Geld im Sinn. Darum

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